Gedenkstein Gedenkstele Kaplan Matthias Mertens an der Kath. Kirche St. Josef Schmachtendorf

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Gedenkstele an der Kath. Kirche St. Josef Schmachtendorf der Pfarrei Propstei St. Clemens

Matthias Mertens (* 5. Dezember 1906 in Straelen; † 1. Februar 1970 in Gaesdonck) war ein deutscher römisch-katholischer Priester und im KZ Dachau inhaftiert.

Auf dem Vorplatz vor der Kirche ist heute eine Gedenkstele für Kaplan Matthias Mertens aufgestellt. Kaplan Mertens war, wegen seiner unbeugsamen Haltung in Glaubensfragen, von den Nazis in das KZ Dachau verbracht worden und hat dort mehrere Jahre eingesessen.

In Schmachtendorf wurde 1986 die an der St. Josef-Kirche vorbeiführende Gregorstraße in Kaplan-Mertens-Weg umbenannt, vor der Kirche wurde 1987 ein Gedenkstein für Mertens errichtet.

Kaplan Mertens, der sich offen in seinen Predigten gegen den Nationalsozialismus stellte. Im Jahre 1936 weigerte er sich, an der Reichstagswahl teilzunehmen, da die Wahlumschläge im Wahllokal Küper (Schmachtendorfer Straße/Holten Bhf) markiert waren. Am zweiten Weihnachtstag 1941 kommentierte er die Predigten des Bischofs von Münster, Kardinal von Galen, welcher selbst ein prominenter Regimekritiker war. Dafür wurde er 1942 verhaftet und ins Konzentrationslager Dachau deportiert, wo er erst im April 1945 Lungenkrank entlassen wurde.


(1906-1970), Immatrikulation im Sommersemester 1927 an der Katholisch-Theologischen Fakultät in Münster, Freisemester 1929/30 an der Universität Bonn, Eintritt in die UNITAS-Salia Bonn, 1930 wieder in Münster und Mitglied bei UNITAS-Sugambria, Priesterweihe am 17. Dezember 1932 im Dom zu Münster, Primiz in der Pfarrkirche St. Michael Wachtendonk, Kaplan an St. Anna in Materborn (heute Kleve-Materborn), von NSDAP bespitzelt, 1935 in Sondergerichtsprozess in Düsseldorf wegen Verstoß gegen das „Heimtückegesetz“ angeklagt, freigesprochen. Kaplan an der Pfarrei St. Josef in Sterkarde-Schmachtendorf (heute Oberhausen-Sterkrade), Anzeigen wegen „verbotener Vereinstätigkeit“ und „aggressiver Predigten“, 1941 Vernehmung bei der Gestapo-Leitstelle Düsseldorf, Verhaftung am 6. Januar 1942, zwei Monate Polizeigefängnis Oberhausen, Schutzhaftbefehl und Überführung in den Priesterblock des Konzentrationslagers Dachau, nach drei Jahren am 9. April 1945 entlassen, Rückkehr nach Wachtendonk, Empfang bei Bischof Clemens August Graf von Galen in Münster, wieder Kaplan in St. Josef in Sterkarde-Schmachtendorf, 1947 Lungentuberkulose als Folge der langen Haftzeit, stationäre Behandlung, 1948-1949 Spezialklinik in Arosa (Schweiz). 1948 mit der Seelsorge am Prosper-Hospital in Recklinghausen beauftragt, ab 1953 Spiritual und Prokurator der „Gaesdonk“ am Collegium Augustinianum, seinem alten Gymnasium, gestorben am 1. Februar 1970
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