Kunst und Poesie aus Eisenheim der Tonino-Guerra Park (Poetischer Ort) in Oberhausen-Osterfeld

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Die Skulptur Tonino Guerra und seine Einladung: "Hier ist ein schöner Platz, leistet mir Gesellschaft.
 
Die Tonino-Guerra-Allee
 
Der Architekt Bernhard Küppers schaut zu seinem Objekt das blaue Haus.
 
und der Parkgestalter Herrman Prigann
 
Eine Tafel im Park
 
Die Skulpturen "Das große Gehirn" - "Raumfahrt in die Erde" und dahinter der blaue Turm.
 
Der Tonino Guerra Park in Eisenheim

Der Toniono-Guerra Park

(Poetischer Ort) ist ein sehr schöner gestalteter künstlerischer poetischer Ort. Hier bekommt man einiges geboten, poetische Bänke mit Flügeln, Stein-Mosaiken sowie Statuen. Eine Statue zeigt den italienischen Lyriker und Drehbuchautor Tonino Guerra. Er sitzt auf einem roten Sofa und erzählt. Der Gestalter des Parks, Hermann Prigann, sitzt auf der Böschung vor dem Haus und meditiert. Architekt Bernhard Küppers schaut auf sein Werk, das Blaue Haus.
Der Park entstand auf Initiative von Roland Günter, deutscher Kunst- und Kulturhistoriker und Pionier bei der Rettung von Industriebauten und Vorsitzenden des Deutschen Werkbundes NRW. Der Park ist nicht nur ein historischer Ort er steht auch für das Leben der Menschen in Eisenheim der letzten 150 Jahre. Er soll auf eine Entwicklung hinweisen.
Der Name rührt von Roland Günter Freund Tonino Guerra (* 16. März 1920 in Santarcangelo di Romagna; † 21. März 2012 er war ein italienischer Lyriker und Drehbuchautor.
Im Mai 2013 erhielt er einen Namen: „Tonino Guerra Park“ (Parco Tonino Guerra).
Roland Günter und Janne Günter waren seit 1987 mit ihm befreundet. Sie erhielten unendlich viele Anregungen von ihm – in zahllosen Gesprächen in seinem Wohnort Pennabilli zwischen dem Meer bei Rimini und dem Hochappennin.
Tonino Guerra besuchte Eisenheim 1992. Tonino Guerra ist Ehren-Mitglied des Werkbund Italia.
Der Namensgeber rettete das Marecchia-Tal mit „Poetischen Orten“. Diese Idee wurde auch in der Denkmal-Siedlung Eisenheim übernommen. Die meisten der hier entstandenen Orte schuf Horst Wolfframm.
„Das Blaue Haus der vielen Bücher“ ist in seiner Nutz-Funktion eine Gelehrten-Bibliothek, ein Archiv (auch für den Werkbund), eine Arbeitsstätte und ein Arbeits- und Treffpunkt für viele Intellektuelle in der Metropole Ruhr und darüber hinaus. Es dient in vieler Hinsicht dem Deutschen Werkbund. Hier finden z. B. die meisten Vorstandssitzungen des Werkbund NW statt.
Die Skulpturen im Garten schuf Birgitta Lancé. Es sind poetische Bänke mit Flügeln und Gesichtern sowie Statuen. Die erste Plastik ehrt den Architekten Bernhard Küppers (1934-2008). Steht am Beginn des Parks nahe der Straße und schaut sich sein Werk an. Der Gestalter des Parks, Herrman Prigann, sitzt auf der Böschung vor dem Haus und meditiert über den Park. Am Ende der Achse der Baum-Allee sehen wir den Dichter Tonino Guerra: er erzählt auf einer roten Bahn eine Geschichte. Neben ihm auf der Bank gibt es einen Platz – und die Einladung, ihm Gesellschaft zu leisten.



Vielleicht geht ihr ja diesen Ort Mal besuchen.Das ganze Eisenheim ist natürlich einladend.Hier braucht ihr aber etliche Stunden bis ihr alles durch habt.Ein wunderschöner Ort.Wünsche euch dann viel Spaß dabei.
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Hier einige Erklärungen zur einigen Wörter aus dem Artikel und natürlich den Künstler.Bitte seid etwas nachsichtig habe versucht möglichst viel über die Künstler zusammen zubekommen ich hoffe das ich nicht zuviel vergessen habe.

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Blauer Turm

in der Siedlung Eisenheim Oberhausen
Auf dem Grundstück eines kriegszerstörten Kindergartens in der Arbeitersiedlung Eisenheim entstand im Jahr 2003 der "Blaue Turm der vielen Bücher" und der "Garten der Dichter". Das Gebäude beinhaltet Bibliothek und Arbeitsräume des Autorenehepaars Roland und Janne Günter und steht für kleinere Konferenzen zur Verfügung. Außerdem werden Archivalien zu den Schwerpunkten Eisenheim, Bürgerinitiativen, Denkmalpflege und Industriekultur sowie eine Fotosammlung in dem Gebäude aufbewahrt, die Studiengästen zur Verfügung stehen. Der Garten wurde von dem Künstler Herman Prigann gestaltet. Architektonisch setzt sich das Haus bewusst von der übrigen Siedlungsbebauung ab und lehnt sich an die Formensprache des Bauhauses an.

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Die Siedlung Eisenheim

in Oberhausen gilt als die älteste Arbeitersiedlung des Ruhrgebiets und eine der ältesten erhaltenen Arbeitersiedlungen in Deutschland. Eisenheim ist die erste deutsche Arbeitersiedlung, die unter Denkmalschutz gestellt wurde.
Die ersten Häuser auf dem rund sieben Hektar großen Areal entstanden 1846, errichtet von der späteren Gutehoffnungshütte (GHH), zunächst für ihre Hüttenarbeiter. Erst ab der zweiten Ausbaustufe kamen nach 1865 auch Bergleute der Zeche Osterfeld hinzu. Um die Jahrhundertwende lebten etwa 1200 Menschen in 51 anderthalb- und zweigeschossigen Häusern.

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Hier die Künstler die Dame zuerst:


Brigitta Lancé



1965 geboren in Moers, Nordrhein-Westfalen
1984 Abitur
1984 - 88
Studium der Bildhauerei an der Kunstakademie Urbino, Italien. Abschlussarbeit über Environments. Unter anderem befragte ich dazu in Venedig Fabrizio Plessi (Video-Installationen).
1988
Reiseführer `Von Rimini nach Ravenna´ mit Janne und Roland Günter, `Urbino´ mit Roland Günter.
seit 1988 Environments, Draht-Skulpturen
seit 1989 Übersetzungen und Dolmetscher-Tätigkeit (Italienisch)
1991 – 2000 Biographien von Menschen, die den Krieg miterlebt haben
1993 Seminarleitung `Schreiben´ an der FH Bielefeld.
seit 1995 Möbeldesign nach Bauhaus-Tradition: u.a. Verwandlungskünstler `Scaletta´ (wahlweise Liege oder Tisch), vertrieben in Deutschland und in den Niederlanden.
seit 1997 Skulpturen aus Beton, lebensgroß, für den Außenbereich. Die Idee von Skulpturen als Orte der Kommunikation, Skulpturen, die auch zum Sitzen gedacht sind, die `Geflügelte Skulptur´ als Ort des Sich-beflügeln-lassens.
1999 – 2002 In Belgien grenznah zu Aachen mit Elmar Lancé Gestaltung und Verkauf von poetischen Möbeln für den Innenbereich
seit 2004 Foto-Serien mit Schwerpunkt Spiegelungen
seit 2005 Skulpturen und Skulpturen-Plätze aus Beton für den Tonino-Guerra-Park in Oberhausen-Eisenheim. Gestaltung des Parks gemeinsam mit dem Landschaftskünstler Herman Prigann.
2005 Berufung in den Deutschen Werkbund

ab 2006 "Geflügelte Skulpturen" in zwei italienischen Orten (Pennabilli in der Emilia-Romagna und Anghiari in der Toskana)
seit 2007 Malerei und Objekte, u.a. EingeRÄUMt (Aula Carolina 2013)
`Jetzt! Künstler im Deutschen Werkbund´, Künstlerzeche Unser Fritz, Herne
seit 2009 Künstlerische Leitung Planungsgruppe `Ehemalige Reichswaldkaserne Goch´: Planung eines neuen Stadtquartiers
Gestaltung Skulpturenhügel in Aachen-Lemiers (im Aufbau)
seit 2010 Lebensgroße Skulpturen als Portraits aus Beton
2012 Serie Sitzende Skulpturen (ca. 1:2) aus Beton
2014 Der Skulpturen-Park in Oberhausen-Eisenheim wird nach dem Dichter Tonino-Guerra benannt. 3 neue Skulpturen aus Beton von Birgitta Lancé kommen hinzu.
Gründung der Künstlergruppe formfrei.
2015 Am 22. und 23. August wird der Skulpturenhügel in Aachen-Lemiers offiziell eröffnet.

Prof. Dr. Roland Günter

(* 21. April 1936 in Herford) ist ein deutscher Kunst- und Kulturhistoriker und Pionier bei der Rettung von Industriebauten vor dem Abriss. Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen über die Industriekultur, das Ruhrgebiet, und über seine zweiten Heimaten, Italien und die Niederlande.
Nach dem Abitur am humanistischen Friedrichs-Gymnasium in Herford studierte Günter Kunstgeschichte in München und promovierte 1965 zum Thema „Wand, Fenster und Licht in der spätantik-frühchristlichen Architektur“. Er arbeitete anschließend für das Rheinische Denkmalamt in Bonn (heute "LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland"). Hier verfasste er 1969 über Oberhausen eins der ersten Inventarwerke einer deutschen Stadt unter dem Gesichtspunkt der Industriekultur. 1971 wurde er Professor für Kunst- und Kulturtheorie an der Fachhochschule Bielefeld. Er habilitierte sich 1986 an der Fakultät für Kultur- und Kunstwissenschaft der Universität Hamburg.
1999 emeritierte er und arbeitet jetzt als freier Autor. Er war 12 Jahre im Vorstand des Deutschen Werkbunds NW.
Die toskanische Stadt Anghiari machte ihn 2006 zum Ehrenbürger.
Siedlung Eisenheim und Ruhrgebiet
Ursprünglich wollte er Anfang der 1970er Jahre die älteste Arbeitersiedlung im Ruhrgebiet vor ihrem Abriss mit einer Studentengruppe dokumentieren. Stattdessen lenkte die Gruppe den Protest der Bewohner gegen den Abriss der Siedlung Eisenheim in Oberhausen in organisatorische Bahnen, nach Vorbild der Bürgerinitiativen. Analog zu diesem Begriff wählten sie die Bezeichnung Arbeiterinitiativen. Im Ruhrgebiet entstanden in der Folge Dutzende solcher Gruppen. Sie wurden beraten von Roland Günter und anderen kritischen Intellektuellen, die ihre Erfahrungen im Umgang mit Presse, Politikern und in juristischen Fragen einbrachten. Im Zuge dieser Arbeiterinitiativenbewegung konnte ein großer Teil der Arbeitersiedlungen des Ruhrgebietes erhalten werden. Heute stehen viele von ihnen unter Denkmalschutz und sind Bestandteil der Route der Industriekultur. 1974 zog Roland Günter mit seiner Familie in die Siedlung Eisenheim. In der Forschungsstelle Eisenheim entstanden gemeinsam mit Janne Günter, einer der Mitbegründerinnen der Oral History in Deutschland, zahlreiche Veröffentlichungen zur Arbeiter- und Industriekultur. Der Architekt Bernhard Küppers baute Janne und Roland Günter am Rand der historischen Siedlung 2003 eine „Gelehrten-Bibliothek“ als Arbeits- und Konferenz-Stätte.
Im Kontext der Arbeiterfotografie verstand Günter Fotografie als Waffe. Er war beteiligt an einem Umdenken über die Bewertung von Industriebauwerken und Arbeitersiedlungen. Als Berater und als Autor beteiligte er sich an der Internationale Bauausstellung Emscher Park. Sein Reiseführer zum Ruhrgebiet „Im Tal der Könige“ aus Anlass der IBA war laut Gert Seltmann, Geschäftsführer der Internationalen Bauausstellung Emscher Park, „1994 das meistverkaufte Reise-Buch in Deutschland.“ Weiterhin verwirklichte Günter 1996 das Projekt „Sprechende Straßen“. Emailletafeln an den Häusern schildern anschaulich Aspekte der Geschichte und des Alltagslebens der Siedlung und ihrer Bewohner.
Tonino Guerra (* 16. März 1920 in Santarcangelo di Romagna; † 21. März 2012 ebenda[1]) war ein italienischer Lyriker und Drehbuchautor.
Tonino Guerra schrieb seine frühen Gedichte in romagnolischem Dialekt während der Haft in dem Arbeitslager von Troisdorf bei Bonn. Eine lebenslange Freundschaft verband ihn mit Federico Fellini, die im Film Amarcord mündete, und mit Michelangelo Antonioni. Guerra lebte bis zuletzt als Ehrenbürger in Pennabilli. Er ist der Vater des im Jahr 1961 geborenen Filmmusikkomponisten Andrea Guerra (u. a. Musik zu Hotel Ruanda).
1983 führte Tonino Guerra das erste und einzige Mal Regie, es entstand der Film Tempo di viaggio.
Auszeichnungen
Für die Drehbücher von Casanova ’70 (1965), Blow Up (1966) und Amarcord (1973) war Tonino Guerra drei Mal für den Oscar nominiert. 1984 wurde er auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes für das Beste Drehbuch ausgezeichnet (für Die Reise nach Kythera). 2002 erhielt er den Europäischen Filmpreis für sein Lebenswerk. Drei Mal in seiner Karriere konnte er einen David di Donatello gewinnen, sechs Mal erhielt er den Nastro d’Argento für das Beste Drehbuch.

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Herman Prigann

(* 19. Juli 1942 in Recklinghausen; † 9. Dezember 2008 in Portals Nous) war ein deutscher bildender Künstler der Land Art und Ökologie.
Prigann studierte von 1963 bis 1968 Malerei und Stadtplanung an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Unmittelbar nach dem Studium begann Prigann die Realisierung einer Vielzahl von Projekten in der Aktionskunst und darstellenden Kunst.

Im Anschluss an das Ende der 68er-Bewegung lebte und arbeitete Herman Prigann seit 1974 in Portals Nous auf Mallorca.

Nach der Wende gehörte Prigann zu den Initiatoren des I. Symposiums 1991 im ehemaligen Braunkohletagebau Greifenhain bei Altdöbern. Gemeinsam mit der Veranstaltungsorganisation Förderverein Kulturlandschaft Niederlausitz e.V. unter der Leitung von Heinrich Schierz leistete Herman Prigann organisatorische Beiträge sowie seine künstlerische Abschlussaktion Feuerlinie.

An der III. Europa Biennale Niederlausitz 1995 konnte sich Prigann mit seinem Projekt Gelbe Rampe beteiligen[3], das er 1993 während der II. Europa Biennale begonnen hatte.

Von 1994 bis 1998 war Prigann ein Mitarbeiter von Rolf Kuhn, dem damaligen Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau.
Projekte
Skulpturen-Wald Rheinelbe in Gelsenkirchen[Bearbeiten]
Die Umgestaltung der Halde Rheinelbe in Gelsenkirchen-Ückendorf ist ein herausragendes Beispiel für Priganns Arbeit. Er realisierte hier im Zuge der IBA Emscherpark eine Reihe großer und kleiner Skulpturen. Die bekannteste ist die Himmelstreppe, die, aus mächtigen Betonblöcken aufgeschichtet, auf dem höchsten Punkt der Halde steht. Sie gehört zur Reihe der Landmarken im Ruhrgebiet. Ebenfalls auf dem Gelände der ehemaligen Zeche realisierte Prigann im Schalthaus seine Skulptur „hängende wälder/balance“, die durch die Klanginstallation „technische Natur“ von Honke Rambow eindrucksvoll ergänzt wurde.


Stelenfeld aus Betonresten, Akademie im Hintergrund
Trümmerfeld an der Zeche Mont Cenis
Versatzstücke alter Industriebauten des Ruhrgebiets wie Mauerteile, Fundamentblöcke und Säulenstücke sind zu einem Stelenfeld arrangiert, das im Kontrast zur modernen Architektur der Akademie steht nördlich der Akademie Mont-Cenis in Herne.

Circle of Remembrance (1992–1993)
Ein großer Kreis aus Baumstämmen und anderen Naturmaterialien markiert die ehemalige Deutsch-deutsche Grenze im Harz. Gleichzeitig besteht ein Bezug zum in dieser Gegend verbreiteten Glauben an Hexenkreise.

Hügel und Gebäudereste bei der Landschaftskunst „Wasserstände“
Arbor Inversa auf der Donauinsel in Wien
Yellow Ramp, 1993–1995 in Pritzen (Niederlausitz)
Museum der verlorenen Wünsche, Ideen zur Nutzung stillgelegter Deponien
Umgestaltung des Flussbettes Mulde an der Goitzsche in Bitterfeld
The hill of contemplation (1996) in TICKON, Langeland, Dänemark
Ring der Erinnerungen im Grenzmuseum Sorge
Wasserstände, ein Landschaftskunst-Projekt rund um das alte, baufällige Wasserwerk Marl-Sickingmühle zwischen Kanal und Lippe (2000).
Bernhard Küppers (* 13. Mai 1934 in Duisburg; † 30. Mai 2008 in Bottrop) war ein deutscher Architekt und Baubeamter.
Geboren und aufgewachsen im Duisburger Norden im Schatten der Hochöfen, studierte Küppers Architektur in Hannover und anschließend 1958 bis 62 in Karlsruhe. Dort wirkte die Lehre von Egon Eiermann prägend, und natürlich pilgerte man zur Weltausstellung nach Brüssel, um den Deutschen Pavillon eingehend zu studieren. Die Erfahrung eines harmonisierenden Kontrastes zwischen der mehrteiligen, über den Park erhobenen, geometrischen Struktur der offenen Pavillons und der Natur ringsum trug später in Bottrop reiche Früchte. Zuvor aber waren zehn Jahre im Behördenapparat der Finanzbaudirektion Düsseldorf sowie dem Finanzbauamt Mülheim an der Ruhr und Wesel zu bewältigen. 1972 bot ihm die Stadt Bottrop die Leitung des Hochbauamtes an, er willigte ein unter der Bedingung, dass er auch selbst entwerfen dürfe, und blieb bis zur Pensionierung 1999.
„An kleinen Aufgaben lernt ein Entwerfer, menschlich zu arbeiten - und das geringste ausgezeichnet zu machen", diese Auffassung von Eiermann machte sich Küppers zu eigen, gleichgültig ob es um das Wiegegebäude an der Mülldeponie ging (1977) oder das Appartementhaus für Asylbewerber (1988), das er gegen ursprünglich vorgesehene Wohncontainer durchsetzte. Überhaupt gehörte Beharrlichkeit, aber auch Witz und Erfindungsgabe mit zum Rüstzeug, um Pläne realisieren zu können in einer vom Bergbau abhängigen Stadt, die früh und heftig die Auswirkungen des Strukturwandels zu spüren bekam.
So war die Entstehungsgeschichte des Museum Quadrat ein Hürdenlauf, angefangen mit der Amtsrichtervilla von 1913, deren Abriss der Forscher und Sammler Arno Heinrich verhinderte, um dort 1961 seine ur- und frühgeschichtliche Sammlung unterzubringen. Als sie um eine Halle für die Großskelette ergänzt werden sollte, kam Bernhard Küppers ins Spiel. Er konzipierte 1974 das Ensemble aus vier aneinander gefügten Quadraten, in das Villa und Stadtpark wie selbstverständlich eingebunden wurden. Im ersten Bauabschnitt bis 1976 wurden das Museum für Ur- und Frühgeschichte und die Moderne Galerie eingerichtet, die Ergänzung um das Museum Josef Albers als viertes, größtes Quadrat erfolgte 1981 bis 83.
Weitere Küppers‘sche Planungen prägen seine Stadt nachdrücklich, so der städtische Saalbau (1978 - 81), in dem der Saal, um ihn genehmigungsfähig zu machen, zum oben offenen Atrium umdeklariert wurde, und das Kulturzentrum (1992), ein umgebautes Gymnasium. In diesem, dem Theaterregisseur August Everding gewidmeten Multifunktionskomplex blieb allerdings ausgerechnet der vorgesehene Theatersaal unausgeführt, dafür ist das Kinderhaus eine kongeniale Reprise von Entwurfsgedanken des niederländischen De-Stijl-Architekten J.J.P. Oud.

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Horst Wolfframm


- Künstler Horst (der mit seinen Lehrlingen im Ruhrgebiet „poetische Orte“ schuf.)
- Meisterprüfung im Kfz- und Metallbauhandwerk
- Ausbilder benachteiligter Jugendlicher bei der HWK Düsseldorf

Ausstellungen und Skulpturen im öffentlichen Raum:
1996, März Landschaftspark Meiderich,

1996, April Aquarius in Mülheim an der Ruhr

'1996, Oktober Handwerkskammer zu Düsseldorf


Anlässlich der Heinrich-Heine-Feier in Düsseldorf (200-Jahr-Feier):

1997
„Der Rufer“
„Das Ohr von Düsseldorf“ am Rhein
rückwärtsgewandte Schnecke (Teil der „poetische Orte“)

'2001
Skulpturenpark Kulturmeile Oberhausen
rückwärtsgewandte Schnecke
„Der Abstand erweitert den Horizont“

„Poetische Orte“:
Schnecke in Italien, Pennabilli
Schnecke Oberhausen, Stadtmitte
„Die Idee“ OB -Eisenheim
„Raumfahrt in die Erde“ OB Eisenheim
„Taubenhäuser“ OB –Eisenheim
„Zuhören“ OB-Eisenheim
„Der Abstand erweitert den Horizont“ OB-Eisenheim

2001, Oktober
Service-Oskar der HWK Düsseldorf

2002, April
Düsseldorf: Mode aus Weißblech
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6 Kommentare
9.213
Herbert Lödorf aus Gelsenkirchen | 26.06.2015 | 13:20  
531
Martin Grundmann aus Oberhausen | 27.06.2015 | 20:15  
10.146
Elisabeth Jagusch aus Schermbeck | 29.06.2015 | 20:34  
531
Martin Grundmann aus Oberhausen | 30.06.2015 | 14:07  
531
Martin Grundmann aus Oberhausen | 30.06.2015 | 14:13  
8
Pia Rademacher aus Oberhausen | 23.05.2016 | 20:14  
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