Marlene Dietrich und die Nazis

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Die Dauerausstellung in der Gedenkhalle, Am Kaisergarten 52, wird vom 12. Juni bis 11. Dezember 2016 um eine attraktive Wechselausstellung ergänzt. Im Fokus wird niemand Geringeres als Marlene Dietrich stehen: „Marlene Dietrich. Die Diva. Ihre Haltung. Und die Nazis“. Es handelt sich bei der Ausstellung um eine Eigenproduktion der Gedenkhalle.

Wer kennt sie nicht als laszive Lola Lola aus dem Filmklassiker „Der blaue Engel“? Wer hat nicht schon mal von den berühmten langen Beinen der Welt gehört oder von den Marlene-Hosen? Und wer hat sie nicht schon einmal singen hören „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ oder „Sag mir, wo die Blumen sind“?
Marlene Dietrich: Schauspielerin, Sängerin, Weltstar, Diva - es verbinden sich viele Bilder und Begriffe mit ihr.
Die Gedenkhalle wird in ihrer Ausstellung, die sie mit Unterstützung der Marlene Dietrich Collection Berlin realisiert, einen Aspekt der Künstlerin herausarbeiten, der bislang so noch nicht in der Genauigkeit erzählt wurde: das Verhältnis von Marlene Dietrich zu Deutschland und den Deutschen, mithin den Nazis.
Denn die gebürtige Berlinerin ging zwar noch vor der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten nach Hollywood, ließ sich aber nach 1933 auf keine Zusammenarbeit mit den Nazis ein und half lieber deutschen Flüchtlingen im Exil. 1939 wurde sie US-amerikanische Staatsbürgerin und unterstützte den Kriegseinsatz gegen Nazi-Deutschland aktiv. Ein Fakt, der ihr bei ihrer Deutschland-Tournee 1960 von Teilen der deutschen Öffentlichkeit vorgeworfen wurde.
Zur gleichen Zeit feierte man sie in Israel für dieselbe Haltung. Dieser in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannten Geschichte, die bis in die letzten Jahre vor ihrem Tode nachgezeichnet werden kann, geht die neue Wechselausstellung der Gedenkhalle auf den Grund. Neben vielen Fotografien aus dem Leben zeigen zahlreiche Dokumente und weitgehend unbekannte Filmsequenzen, für welche Haltung Marlene Dietrich über ihr gesamtes Leben hinweg stand. Zur Ausstellung wird ein umfangreiches und vielfältiges Begleitprogramm angeboten.
Führung durch die Ausstellung werden am Mittwoch, 15. Juni, 29. Juni, 13. Juli, 10. August, sowie 14. September, jeweils 17 Uhr, angeboten. Die Teilnahme ist kostenfrei, es ist keine Anmeldung erforderlich.
Der Eintritt zur Ausstellung ist frei, geöffnet ist die Gedenkhalle von dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr. Nähere Informationen finden sich auf der Homepage der Gedenkhalle. Der Eingang der Gedenkhalle weist auf die neue Wechselausstellung hin.
Wegen Umbauarbeiten bleibt die Gedenkhalle Oberhausen vom 6. Juni bis zum 11. Juni geschlossen.
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