Öffentliche Kunst in Oberhausen Sterkrade der Bergbaubrunnen.

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Beschreibung 5
 
Beschreibung 6

Der Bergbaubrunnen in Sterkrade:



Heute möchte ich euch den Bergbaubrunnen in Sterkrade beschreiben. Wie bei so vielen Kunstobjekten muss man richtig schauen um ihnen Informationen zu entlocken. Auch taucht die Frage auf was ist so interessant an diesen 29 Jahren alten Brunnen.
Hab besseres zu tun als mir das Objekt anzuschauen. Geht man trotzdem etwas näher zum Kugel geformten Kunstwerk heran sieht man verschiedene sehr schöne künstlerisch gestaltete Figuren und Gegenstände. Nimmt man sich jetzt noch die Zeit, so erkennt man dass es verschiedene Epochen darstellt:

1.

Pflanzen als Symbol für den Ursprung der Steinkohle. Diesen Vorgang nennt man Inkohlung es führt in Zeiträumen von Jahrmillionen von frischem Pflanzenmaterial zu Huminsäuren und Torf, dann über Braunkohle und Steinkohle zum Anthrazit, in einzelnen Fällen sogar zum Graphit.

2.

Der Holzmeiler verweist auf die Gewinnung der der Holzkohle, die u.a auf der St. Antony-Hütte gebraucht wurde um Eisen zu schmelzen. Kupolofen

3.

Die beiden Streben mit den Blindschacht nehmen Bezug auf die Geschichte des Bergbaus in Sterkrade

4.

Die arbeitenden Bergleute nehmen Bezug auf die Geschichte des Bergbaus in Sterkrade

5.

Der Hochofen als Symbol für die Stahlerzeugung.

6.

Die Abbildung der ersten Lokomotiven „Ruhr“ die bei der GHH gebaut wurden. Bezug zur Entwicklung der Metallverarbeitung.


Kurze Beschreibung dieser schönen „Kugelgeschichte“.


Künstler:

Heinrich Kasan (Oberhausen)

Aufstellung:

1986

Material:

Bronze, Stahl

Standort:

Bahnhofstraße, Sterkrade


Sterkrader Stadtbrunnen erinnert an die Industriegeschichte

Gestiftet von der Sparkassen-Bürgerstiftung am 29. November 1986.


Hier einige Erklärungen die im Artikel vorkommen.



Die Gutehoffnungshütte

, Aktienverein für Bergbau und Hüttenbetrieb (kurz GHH) war ein bedeutendes Montan- und Maschinenbauunternehmen mit Sitz in Oberhausen im Ruhrgebiet. Ursprünglich als reiner Hüttenbetrieb gegründet, expandierte die GHH frühzeitig in die Bereiche Bergbau und Weiterverarbeitung, wandelte sich im 20. Jahrhundert zum größten Maschinen- und Anlagenbauer Europas und ging schließlich 1986 im heutigen MAN-Konzern auf. Die Geschichte der GHH ist eng mit dem Namen der Unternehmerfamilie Haniel verbunden, so dass der Volksmund das Kürzel gern mit Gehört Hauptsächlich Haniel übersetzte.
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Der Abstich

(seltener auch Anstich) ist die periodisch durchgeführte Öffnung des Verschlusses eines Hochofens im Hüttenwerk. Dem flüssigen Roheisen wird so das Auslaufen aus dem Hochofen ermöglicht.
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Mit dem Begriff Streb

wird im Bergbau ein schmaler langer Abbauraum bezeichnet. Beim Kohlebergbau ist der Streb im Untertagebetrieb der Teil eines Flözes, in dem die Kohle abgebaut wird.
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Ein Blindschacht

verbindet intern ein oder mehrere Sohlen eines Bergwerks. Er erreicht nicht die Tagesoberfläche. Die Erdoberfläche erreichende Schächte werden als Tagesschächte bezeichnet. Blindschächte werden in der Bergmannssprache „blind“ genannt, da sie nicht „zu Tage“ treten und sie also kein Licht der Oberfläche erreicht.
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Sparkassen Bürgerstiftung Oberhausen



Die Sparkassen-Bürgerstiftung wurde 1983 als gemeinnützige Organisation von der Stadtsparkasse Oberhausen gegründet. Im Laufe des über 30-jährigen Bestehens hat sie mit Fördergeldern in Höhe von mehr als 14,3 Mio. Euro zur Verbesserung des sozialen Umfelds in Oberhausen beigetragen. So wurden Projekte wie etwa die Förderung der Stadthistorie, die Kurzfilmtage oder die Anschaffung von Transportfahrzeugen für Behinderte tatkräftig unterstützt. Durch die Zustiftungen der Stadtsparkasse Oberhausen wird das Vermögen auch weiterhin wachsen und so nachhaltig für die Verbesserung der Lebensqualität in Ihrer Heimatstadt wirken.
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Die St. Antony-Hütte

ist ein ehemaliges Eisenwerk im Oberhausener Stadtteil Klosterhardt, der zum Stadtbezirk Osterfeld gehört.Das Hüttenwerk, in dessen Umgebung Raseneisenerz als Rohstoff vorhanden war, wurde 1758 von Franz von der Wenge (1707–1788), Domherr zu Münster, im damaligen Osterfeld als erstes Eisenwerk im Ruhrgebiet gegründet. Die St. Antony-Hütte gilt demnach als „Wiege der Ruhrindustrie“.Am 18. Oktober 1758 wurde ein neun Meter hoher Hochofen am Elpenbach zwischen Sterkrade und Osterfeld angeblasen. Die erste erzverarbeitende Produktionsstätte in dieser Region hatte ihren Betrieb aufgenommen. Neben dem Hochofen gehörten Gießereien und Formereien zur St. Antony-Hütte.
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Kupolofen


Der Kupolofen ist ein Schachtofen, in dem Metalle geschmolzen werden können. Kupolöfen werden zur Herstellung von Gusseisen aus Roheisen und Schrott eingesetzt. Der Kupolofen ähnelt in Aufbau und Betriebsweise stark dem Hochofen, ist bis zu 20 Meter hoch, erreicht aber nicht die Temperaturen, die zur Reduktion von Metallen aus ihren Erzen nötig sind.
Aufbau und Funktion
Um den Ofen zu starten, wird an seinem Grund ein Holzfeuer entzündet und mit Koks bedeckt. Bei neueren Öfen wird stattdessen Kohle in den Ofen gefüllt und mit Gasbrennern zum Glühen gebracht. Anschließend wird der Ofen bei brennender Glut mit mehreren Schichten aus Metall und Koks aufgefüllt und währenddessen mit Luft angeblasen. Dabei entstehen am Grund des Ofens Temperaturen bis zu 1.600 °C, die das Metall zum Schmelzen bringen. Je nachdem, ob die Luft vorgewärmt in den Ofen geleitet wird oder nicht, unterscheidet man zwischen Heißwind- und Kaltwind-Kupolöfen.
Zur Entnahme des Metalls muss der Ofen etwas oberhalb seines Grundes angestochen werden. An das Spundloch schließt ein Siphon an, der zwei Auslässe besitzt: durch den oberen wird die Schlacke in einen Aufnahmebehälter abgeleitet. Durch den anderen wird das Metall unter der Schlacke durchgedrückt und kann z. B. in einen Vorhalteofen geleitet werden. Die Funktion des Siphons ist nur aufgrund eines leichten Überdrucks im Ofen möglich. Die richtige Einstellung des Schlacken- und des Metallauslasses zur Bodenhöhe ist Erfahrungssache.

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Steinkohle

ist ein schwarzes, hartes, festes Sedimentgestein, das durch Karbonisierung von Pflanzenresten (Inkohlung) entstand und zu mehr als 50 Prozent des Gewichtes und mehr als 70 Prozent des Volumens aus Kohlenstoff besteht. Damit handelt es sich um einen Sammelbegriff für höherwertige Kohlen. Die Steinkohle wird auch Schwarzes Gold genannt. Sie ist ein fossiler Energieträger und wird im Wesentlichen zur Strom- und Wärmeerzeugung durch Verbrennung und zur Koksproduktion für die Stahlverhüttung genutzt. Rückstände aus der Verbrennung werden in der Bauindustrie verwendet.
Entstehung
Der Ursprung der Steinkohle liegt in erdgeschichtlicher Zeit vor etwa 350 bis 250 Millionen Jahren. Im Karbon und Perm gediehene Urfarne[1], Kalamiten sowie Siegel- und Schuppenbäume bildeten große Sumpfwälder. Die optimalen Wachstumsbedingungen für die Pflanzen führten zu einer starken Überproduktion von Biomasse, die sich in Sumpfböden anhäufte, ähnlich wie in einem rezenten Torfmoor. Diese Schichten wurden teilweise in regelmäßigen Abständen durch andere Sedimente wie Tone und Sand abgedeckt, wie z.B. durch Flusssedimente. Derartige wiederkehrende, zyklische Sedimentationsbedingungen (Zyklotheme) sind charakteristisch für die Bildung der Steinkohlen im Oberkarbon und ließen mehrere, übereinander abgelagerte Kohleflöze entstehen. Durch die Sedimentüberdeckung wurden die Sumpfböden komprimiert und entwässert und über Jahrmillionen hinweg entstand daraus durch den Prozess der Inkohlung schließlich die Steinkohle. Dabei wurde das organische Ausgangsmaterial unter Luftabschluss, hohem Druck und hohen Temperaturen verdichtet und umgewandelt, und es entstand ein fester Verbund aus Kohlenstoff, Wasser und unbrennbaren Einschlüssen in Form von Asche. Daher zeichnet sich Steinkohle durch eine schwarze, feste Grundmasse aus, in der häufig Pflanzenfossilien zu finden sind. Die Steinkohle kommt vor allem in schichtgebundenen Lagerstätten, den Flözen, vor.

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Holzkohle

ist ein fester Brennstoff und entsteht, wenn lufttrockenes Holz (auf 13 bis 18 % Wasser getrocknet) unter Luft­abschluss und ohne Sauerstoff­zufuhr auf 275 °C erhitzt wird (Pyrolyse). Die Temperatur steigt dabei von selbst auf 350 bis 400 °C an (Holzverkohlung, ähnlich der Verkokung von Kohle). Dabei verbrennen die leichtflüchtigen Bestandteile des Holzes. Als Rückstand erhält man neben gasförmigen Zersetzungsprodukten (siehe Methanol) etwa 35 % Holzkohle. Diese schlägt beim späteren Verbrennen keine Flammen und brennt mit einer höheren Temperatur als Holz. Herstellung[Bearbeiten]
Holzkohle wird durch Erhitzen von Holz bei Luftabschluss hergestellt. Dabei werden abhängig von der Temperatur verschiedene Phasen des Pyrolyseprozesses unterschieden.
In der Initialphase kommt es bei Temperaturen von bis zu 220 °C vor allem zu einer Aufheizung und Trocknung des Materials, wobei vor allem Wasserstoff sowie Spuren von Kohlendioxid, Essigsäure und Ameisensäure entweichen. Bis etwa 280 °C vermehrt sich die Freisetzung dieser Stoffe in einer pyrolytischen Zersetzungsphase, die ebenso wie die Initialphase endotherm ist. Ab 280 °C kommt es dann zu einer starken exothermen Reaktion, bei der etwa 880 kJ/kg Holz als Energie freiwerden und den Prozess auf über 500 °C aufheizen. Hierbei entstehen brennbare Gase (siehe auch unter Holzgas), vor allem Kohlenmonoxid, Methan, Formaldehyd, Essig- und Ameisensäure sowie Methanol und Wasserstoff, die verbrennen und unter Rauchentwicklung austreten, die Struktur des Holzes verändert sich oberhalb von 400 °C von der fibrillären Struktur des Holzes in die kristalline Struktur von Graphit. Beim letzten endotherm ablaufenden Prozess werden die Rauchgase beim Durchtritt durch bereits verkohlte Schichten in brennbares Kohlenmonoxid und Wasserstoff aufgespalten, zurück bleibt die Holzkohle als Rückstand.

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Kohlenmeiler


Ein Kohlenmeiler ist ein bedeckter Holz-Haufen, der von einem Köhler in Brand gesetzt wird, um Holzkohle zu erzeugen.

Funktionsweise


Der Meiler wird aus Holzscheiter sauber geschlichtet, und dann mit Erde, Gras und Moos, Asche und anderem luftdicht überschüttet. Die Hitze des glimmenden Holzes im Innern des Meilers treibt dann alle flüssigen und organischen Bestandteile als Rauch aus dem Holz. Es bleibt zu rund 98 % nur das Kohlenstoffgerüst der Holzzellen zurück. Das Relikt eines Kohlenmeilers, wie es oft in Wäldern zu finden ist, heißt Meilerplatz.

Der Holzkohlemeiler wird ebenerdig, möglichst an einem Ort nahe einem Gewässer zum späteren Löschen in Form eines Kegels gebaut. Zu Beginn wird ein Schacht (Quandel) aus Stangen errichtet, die senkrecht in den Boden gelassen werden. Rundherum werden Holzstücke aufgeschichtet, meist Ein-Meter-Scheite. Darauf kommt ein Dach aus trockenem Laub, Heu oder Stroh. Zum Abschluss wird der Meiler mit Erde, Gras und Moos luftdicht verschlossen. Über den Schacht wird der Meiler entzündet. Die Aufgabe des Köhlers ist es nun, über die folgenden Tage oder Wochen (je nach Größe des Meilers) den Meiler weder erlöschen noch ihn durch zu viel Luftzufuhr abbrennen zu lassen. Dazu bohrt und verschließt er Löcher an der Oberfläche. Durch die Beobachtung des Rauches bzw. dessen Farbe muss der Köhler erkennen, ob zu viel oder zu wenig Luftzufuhr herrscht. Nach der vollständigen „Garung“ des Inhaltes wird der Meiler mit Wasser abgelöscht. Gelingt dies nicht vollständig, so verbrennt die zuvor entstandene Holzkohle innerhalb kürzester Zeit unter großer Wärmeentwicklung. Die dabei entstehende Hitze ist so groß, dass eine Annäherung an den Meiler unmöglich wird.
Aus 100 kg Hartholz können ca. 30 kg Holzkohle gewonnen werden. Diese Methode stammt aus der Zeit, in der so ein hochwertiger Ersatz für Braun- und Steinkohle gewonnen wurde, um etwa die nötige Hitze in der Eisenverarbeitung zu erzeugen, die mit einem Holzbrand nicht erreicht werden kann, und die leichtere Holzkohle einfacher zu Transportieren ist als Fällholz. Die Köhlerei war in der frühen Neuzeit ein bedeutender Wirtschaftszweig. Heute ist sie ohne wirtschaftliche Bedeutung, insbesondere ist durch den Verlust des Holzgases während des Köhlens die Brennwertausbeute aus dem Holz extrem gering. Köhlerei wird nurmehr aus Traditionsgründen und für einige Spezialanwendungen von Holzkohle betrieben

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Als Metallverarbeitung

bezeichnet man die Herstellung und Bearbeitung geformter Werkstücke aus Metallen nach vorgegebenen geometrischen Bestimmungsgrößen (unter Einhaltung bestimmter Toleranzen und Oberflächengüten) und deren Zusammenbau zu funktionsfähigen Erzeugnissen. Die Metallverarbeitung ist ein Teilbereich der Fertigungstechnik.

Metallverarbeitung wird in den unterschiedlichsten Sparten von Industrie und Handwerk von der Schmuckherstellung über den Werkzeug- und Formenbau bis zum Fahrzeugbau, Maschinenbau, Schiffbau und Brückenbau betrieben.

Man unterscheidet nach Verfahren der Metallverarbeitung in

spanabhebenden (Bohren, Drehen, Fräsen, Schleifen, Sägen, Gewindeschneiden, Gravieren, etc.)
nicht spanabhebenden (Biegen, Gießen, Hämmern bzw. Martellieren, Prägen, Punzieren, Schmieden, Treiben, Stanzen, Walzen, Ziehen, Ätzen etc.)
verbindenden (Schweißen, Löten, Kleben, Plattieren etc.)
oder nach der Art des Metalls (z. B. Schwermetall, Leichtmetall, Nichteisenmetall und Edelmetall). Die Hauptgruppen der Fertigungsverfahren nach DIN 8580 lassen sich alle auf die Metallverarbeitung anwenden.

Viele Berufe haben sich um die Metallverarbeitung gebildet z. B.

Schmied oder Kunstschmied / Kunstschlosser (heute Metallbauer, Fachrichtung Metallgestaltung)
Schlosser oder Bauschlosser (heute Metallbauer, Fachrichtung Konstruktionstechnik)
Dreher (Zerspanungsmechaniker)
etc.

20.10.1840 Fertigstellung der ersten Lokomotive "Ruhr"

(1A1, nach "Stephenson'schem Muster"). Sie wird nach Probefahrten von Düsseldorf aus (45 km/h mit 50 t auf waagerechter Strecke) am 20. Oktober zunächst der Rheinischen Eisenbahn zu 13.000 Taler angeboten, wird jedoch nicht angenommen.
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5 Kommentare
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Marlies Bluhm aus Düsseldorf | 24.06.2015 | 08:03  
10.146
Elisabeth Jagusch aus Schermbeck | 24.06.2015 | 21:28  
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Martin Grundmann aus Oberhausen | 24.06.2015 | 21:51  
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Martin Grundmann aus Oberhausen | 24.06.2015 | 21:58  
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Eckhard Schlaup aus Gladbeck | 29.06.2015 | 22:55  
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