Stolpersteine in Oberhausen "Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist."

Anzeige
Bin vor kurzen wieder darüber gestolpert und habe dann wieder über das Projekt Stolpersteine nachgelesen.

Mittlerweise sind über 22000 Steine verlegt worden.Jeder dieser Steine erzählt eine sehr traurige, leidensvolle und sehr sehr häufig tödliche Geschichte.Deshalb sollte es in unseren Köpfen niemals in Vergessenheit geraten.

Jedes Opfer erhält einen eigenen Stein, getreu dem Motto von Gunter Demnig: "Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist."

Stolpersteine

Was ist überhaupt ein Stolperstein?

Ein Stolperstein ist ein 10x10 cm großer Betonstein, welcher mit einer Messingplatte versehen. Auf der Messingplatte steht der Name der Person, sein Geburtsdatum und das Schicksal in der NS-Zeit erwähnt, wie Deportation, Ermordung oder Flucht. Diese Stolpersteine werden vor dem letzten selbstgewählten Wohnort der NS-Opfer in den Gehweg eingelassen.

Stolpersteine werden für Menschen verlegt, die durch das NS-Regime ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Freitod getrieben wurden. Die Stolpersteine sollen die Passanten daran erinnern, dass an diesem Ort auch Menschen unter dem NS-Regime gelitten haben und die Erinnerung an die Opfer lebendig halten. Die Recherche der Schicksale wird von Gruppen oder Einzelpersonen eigenständig recherchiert und die Steine werden von einem Spender bezahlt. Mittlerweile gibt es 22.000 Stolpersteine an 530 verschiedenen Orten in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Österreich, Polen, Tschechien, der Ukraine und Ungarn. Dieses Projekt wird von dem Kölner Künstler Gunter Demnig durchgeführt.

Der Künstler Gunter Demnig

1947 in Berlin geboren
ab 1967 Studium Kunstpädagogik, HfbK Berlin bei Prof. Herbert Kaufmann
1969 - 1970 Studium Industrial Design, HfbK Berlin
1974 - 1977 Studium Freie Kunst, Universität Kassel, FB Kunst, Atelier Kramer
1980 - 1985 künstlerisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter im FB Kunst, Universität Kassel
ab 1985 Atelier in Köln. Planung und Organisation von Rauminstallationen und Performances.
1990 Erste Aktion zur Erinnerung an die Deportation von Sinti und Roma aus Köln im Jahr 1940
1993 Entwurf zum Projekt STOLPERSTEINE
1996 Erste Verlegung in Berlin-Kreuzberg (nicht genehmigt; später legalisiert)
ab 2000 STOLPERSTEINE in Deutschland und Europa.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.