Theater Oberhausen - neues Programm

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Intendant Florian Fiedler
 

Mit Florian Fiedler, neuer Intendant des Oberhausener Theaters, ist ebenfalls ein neues Kreativteam nach Oberhausen gekommen. Gemeinsam stellten sie am vergangenen Donnerstag das Programm für die kommende Spielzeit vor.

Als für Demian Wohlert, neuer Ausstatter im Theater Oberhausen, feststand, dass es ins Ruhrgebiet geht, hörte er sich in seiner Heimat in der Schweiz nach Meinungen über Oberhausen um: „Einige kannten Oberhausen natürlich auch nicht, aber vielfach viel die Aussage: ‚Oberhausen ist das Palermo des Nordens‘“.
Ein Aussage die dem neuen Kreativteam so gut gefiel, dass sie auf die Suche nach dem ‚dolce vita‘ in Oberhausen gingen. Mit zufriedenstellendem Ergebnis: „Vielleicht ist es hier nicht jeden Tag wie auf Sizilien, aber was noch nicht ist, kann ja noch werden“, verrät Wohler augenzwinkernd mit Ausblick auf die neue Spielzeit.
In der Tat will das Team um Fiedler „auf die Stadt zugehen und das Theater zu ‚unserem Theater‘ machen. Ein Ort, an dem jeder willkommen ist“, so der neue Intendant. Der Einstieg dazu wird ein großes Theaterfest am 23. September ab 14 Uhr sein: „Oberhausen ist die schönste italienische Ferieninsel und das Theater ist die Piazza“, lautet es im aktuellen Programmheft. Getreu dieses Mottos sind am 23. September alle zum gemeinsamen Feiern und kennenlernen eingeladen. Zuvor wird es um 13 Uhr eine Prozession vom Hauptbahnhof zum Theater geben, zu der Fiedler alle, die Lust haben, einlädt: „Wir möchten gemeinsam mit den Menschen, die hier leben, durch die Innenstadt ziehen.“
Die Eröffnung des neuen Malersaals, der unter dem neuen Kreativteam auch bekannt als „Il Cuore del Palermo di Notte“ ist, wird bereits am 2. September mit einer besonderen Edition von „Schlaflos“ sein: „Die höchste italienische Prominenz aus Politik und Kultur wird zur Eröffnung unter dem Titel ‚Casino Banale‘ erwartet“, erklärt Wohlert schmunzelnd. Ebenfalls neu im Kalender ist der neue „Späti“. „Ab dem 19. Oktober wird jeden Donnerstag 60 Minuten lang eine Veranstaltung im Pool stattfinden. Jeder Donnerstag wird anders“, verspricht Wohlert. Zusätzlich wird es ein neues Format namens „Disko3000“ geben, bei der „in den Katakomben des Theaters das Tanzbein geschwungen werden darf“, so Wohlert.

"Glaube, Liebe, Hoffnung"

Aber auch das neue Programm hat es in sich. Unter dem Titel „Glaube, Liebe, Hoffnung“, wird es 17 Produktionen, darunter zehn Uraufführungen geben. Gestartet wird am 22. September mit dem Stück: „Die Schimmelmanns. Verfall einer Gesellschaft“: „Diese Uraufführung haben wir bewusst noch vor die Bundestagswahl gelegt“, erklärt Fiedler. Danach wird es eine Vielzahl an Premieren geben, zu denen unter anderem „Amok“ in der Bühnenfassung von Patricia Nickel-Dönicke und Jan Christoph Gockel, „Antigone“ unter der Regie von Babett Grube und die neue Reihe einer radiophonen Stückentwicklung unter dem Titel „Ich möchte kein Teil eurer Jugendbewegung sein“ von Dirk Laucke, Hausautor, geben.
Ganz neu sind zudem Stücke für die ganz Kleinen. Romy Domkowsky wird ab der neuen Spielzeit die theater:faktorei leiten, die nicht nur zahlreiche Stücke, wie zum Beispiel am 17. November „Nachts“ für die Vierjährigen, anbietet, sondern auch zum Mitmachen motiviert: „Am 30. September wird es um 15 Uhr eine Kick-Off-Veranstaltung geben, zu der alle, die Theatererfahrungen sammeln möchte, herzlich eingeladen sind.“ Die thater:faktorei biete die Möglichkeit herumzuspinnen, zu experimentieren und sich auszuprobieren, erklärt Domkowsky abschließend. Intendant Florian Fiedler.
Von Sarah Dickel
Foto: Carsten Walden
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