Udo Jürgens eröffnet "Musical Walk of Fame"

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Die gesamte Cast von "Ich war noch niemals in New York" beobachtete, wie Udo Jürgens seine Abdrücke hinterließ... Foto: Björn Josefiak
Oberhausen: Metronom-Theater Oberhausen |

Es war ein besonderer Abend gestern im Metronom Theater am Centro: Die ersten Standing Ovations gab es schon vor der Vorstellung von „Ich war noch niemals in New York“, denn Udo Jürgens trug sich - vor den Augen von OB Wehling - auf der Bühne ins Goldene Buch der Stadt Oberhausen ein.

Füße- und Händeabdruck

Zuvor gab er seinen Füße- und Händeabdruck und seine Unterschrift ab, als er den ersten „Musical Walk of Fame“ der Welt im Blitzlichtgewitter vor dem Theater eröffnete. Anlass war die 3.000ste Vorstellung des Musicals weltweit. „Ich mache so etwas in der Regel, wenn man mich darum bittet und das heute ist etwas Besonderes, weil es in Verbindung zu meinem Musical steht!“

Für die Ewigkeit

Sein Gesang sei nichts für die Ewigkeit, aber die Kompositionen schon. „Das, was geschrieben steht, bleibt“, sagt der Mann, der um die 1.000 Songs komponiert hat und dessen Ziel es einst war, Theater- oder Filmkomponist zu werden. „Dann kam mir ein Sänger namens Udo Jürgens dazwischen“, lächelt er smart.

Helden, Helden

Unvergessen ist allerdings auch das Musical „Helden, Helden“, dass er einst nach einer Geschichte von George Bernard Shaw geschrieben hatte. „Das war ein Riesenerfolg. Und für die Hauptdarstellerin Julia Migenes war es der Startschuss für ihre Weltkarriere“, erinnert sich der Wahl-Züricher. Warum gibt es das Stück nicht mehr auf den Bühnen? „Man müsste es modernisieren, ich müsste sicher nochmal zehn Stücke schreiben, aber es wäre ein interessantes Projekt“, gib er zu. Allerdings gebe es auch rechtliche Fragen zu klären. „Mit den Shaw-Erben, das ist kompliziert“, sagt der Star. „Aber ich mag solche Projekte, wenn das Leben mir noch ein bisschen Zeit gibt.“

"Klingt wie Musical"

Schließlich sei „Ich war noch niemals in New York“ auch mal eines gewesen. „Und ich erinnere mich immer wieder gern an mein erstes Zusammentreffen mit Michael Reed, mit dem ich für das Musical eng zuammengearbeitet habe und mit dem mich heute eine Freundschaft verbindet.“ Reed ist eines der kreativen Schwergewichte der Musicalszene, Supervisor von Andrew Lloyd Webber und sagt über Jürgens: „Alles, was der schreibt, klingt schon nach Musical.“

Traum vom Broadway

Sicher einer der Gründe, warum „Ich war noch niemals in New York“ so erfolgreich ist, die Show wurde immerhin schon in Tokio aufgeführt. Und welche Stadt könnte sich Udo Jürgens noch als Spielort vorstellen? „Der Broadway wäre natürlich ein Traum“, gibt er zu. „Aber ich weiß, wie schwierig die Zeit für Musiktheater dort ist. Es braucht schon Mut, das zu machen. Wir haben Glück, dass es in Deutschland derzeit solche mutigen Theatermacher gibt.“


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