Zwangsarbeit auf der Zeche

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Das ehemalige Schachtgebäude der Zeche Sterkrade an der Von-Trotha-Straße. Foto: privat

Mit ihrem ersten eigenen Projekt startet die Jugendgeschichtswerkstatt, ein „Kind“ der Geschichtswerkstatt Oberhausen, in ihr erstes Jahr.

Das Team um Sozialwissenschaftlerin Marion Timmermann will gleich ein schweres historisches Paket stemmen. Es geht um den Einsatz von Zwangsarbeitern im Steinkohlenbergbau während des Zweiten Weltkriegs und hierbei im Besonderen um Zwangsarbeit auf der Zeche Sterkrade. Am Sonntag, 2. April, wird es auf dem Gelände der ehemaligen Zeche an der Von-Trotha-Straße einen Aktionstag geben. Die Vorarbeiten und Planungen für diesen speziellen Tag laufen seit dem vergangenen Herbst auf Hochtouren und mittlerweile sind drei Oberhausener Schulen mit an Bord sowie der Jugendclub Courage und die Gedenkhalle Oberhausen. Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur stellt unter anderem die Schachthalle zur Verfügung. Oberbürgermeister Daniel Schranz hat die Schirmherrschaft übernommen, finanzielle Förderung wurde bereits durch das Geschichtsforum an Ruhr und Emscher sowie durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ signalisiert.
Folgende Aktionen sind geplant: Die Schüler der beteiligten Schulen werden auf dem Zechengelände die Umrisse einer ehemaligen Baracke deutlich markieren.

Baracke markieren

Besucher auf dem Gelände, aber auch Spaziergänger und Radfahrer können von der an dem Areal vorbeiführenden "Hoag"-Trasse die von der Stiftung Industrie Denkmalpflege und Geschichtskultur finanzierte Infotafel lesen und die Umrisse einer der ehemaligen Baracken sehen. Mitarbeiter der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur bieten Führungen in der ehemaligen Zeche an, es wird Infostände und natürlich auch einen offiziellen Eröffnungspart geben. Hierzu wird Bürgermeisterin Elisabeth Albrecht-Mainz erwartet.
Inhaltliche Aufwertung erhält der Aktionstag durch die Wanderausstellung „Russenlager und Zwangsarbeit“, die eigens für diesen Anlass aus Berlin nach Oberhausen geholt wurde. Die Ausstellung erklärt auf insgesamt 25 Dokumenten die Hintergründe von Zwangsarbeit und zeigt Bilder und Biographien ehemaliger Zwangsarbeiter aus der damaligen Sowjetunion. Der Aktionstag beginnt um 11 Uhr.
Die Ausstellung "Russenlager und Zwangsarbeiter" wird nach dem Aktionstag in der Gesamtschule Osterfeld und ab Mittwoch, 12. April, im Bunkermuseum Alte Heid zu sehen sein.
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