Der Mord an den 9 jährigen Jungen Jürgen Marcel aus Bottrop im Jahre 1989.

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Gedenkstein von Jürgen Marcel.Es befindet sich auf der Straße "Im Fuhlenbruck" Bottrop.
 
Gedenkstein von Jürgen Marcel.Es befindet sich auf der Straße "Im Fuhlenbruck" Bottrop.
 
Ruhestätte von Jürgen Marcel.
Hallo liebe Leser hier ein Bericht über ein grausames Verbrechen das sich vor 25 Jahren ereignete. Der Mord an den damals 9 jährigen Jungen Jürgen-Marcel aus Bottrop.
In Erinnerung kam es mir als ich mit den Rad zum Marien Hospital Bottrop fuhr.
Ich radelte auf der Straße Im Fuhlenbruck und sah dann das Denkmal, Mahnmal von Jürgen Marcel.
Als ich die Inschrift las kamen die ersten Gedanken der grausamen Tat wieder hervor.
Später zu Hause recherchierte ich etwas und fand einen Artikel von David Schraven "Der unendliche Tod“. Dieser Artikel brachte alles wieder detailliert in Erinnerung. Mir läuft es immer noch eiskalt den Rücken wenn ich das lese. Zur damaligen 1989 hatte sich unsere Familie 4 Kinder darunter auch unser ältester im demselben Alter 9 Jahre in unmittelbarer Nähe aufgehalten Sterkrader Straße bei der Oma.
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Meine Worte nicht Herr Schravens.
Aus diesem Artikel von Herrn Schraven konnte man nachlesen wo der Triebtäter Lothar Otremba seine "Beute" suchte. Leider konnte ich den Artikel nicht kürzer machen. Wenn ich den Artikel von Herrn Schraven lese empfinde ich sehr viel Trauer für die Familie Koch Stoffers und Wut über die eklanten Fehler die dazu führten das Otremba wieder frei Kam. Wie so oft werden solche Triebtäter durch unsere humane Gesetzgebung nicht wirklich gestoppt. Sie schlüpfen durch die Maschen der Behörden und töten. Und hinterher übernimmt keiner die Verantwortung und jeder schiebt den Fehlern den andern zu.
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Tatort: In der Nähe der Eisenbahnbrücke (Früher Zechenbahn Jacobi) in Bottrop. Straße: Im Fuhlenbruck.
Opfer: Jürgen Marcel Koch Stoffers 9 Jahre aus Bottrop. In den Ermittlungsakten sind 19 Stiche dokumentiert. Sie gingen ins Gesicht, in den Hals, in den Brustkorb, in den Unterleib. Tot, in vier grünen Müllsäcken, drei über dem Kopf, einer über den Beinen. Ein Polizist hatte den Jungen unter einem Haufen grauer Wackersteine entdeckt.
Tatzeitpunkt: In der Nacht vom 30. auf den 31. Januar 1989 das rote Rennrad seines Sohnes gefunden. Es lag in der Böschung runter zu den Schienen der alten Industriebahn. Jürgen-Marcel sollte um 18 Uhr zu Hause sein. Nachbarn sagen, man habe sich immer auf den Jungen verlassen können. Um 19 Uhr meldete Lieselgunde Stoffers ihren Sohn als vermisst, wenig später begann die Suche. Am nächsten Tag wurde der Junge tot gefunden. Kurz darauf erklärte ein Polizist aus Bottrop, in der Nähe wohne ein junger Mann, der früher einschlägig aufgefallen sei. Am Abend besuchten Ermittler das Elternhaus Otrembas. Der Sohn war nicht da. Noch in der Nacht stellte sich der Serienvergewaltiger in Begleitung eines Rechtsanwalts.
Tatverlauf aus den Ermittlungsakten:
Am Abend des 29. Januar 1989 war Otremba zu Hause. Spätabends trank er eine Flasche »Frühstückskorn«, danach schlief er ein. Am 30. Januar stand Otremba um 5:30 Uhr auf. Er trank bis gegen 11 Uhr Asbach mit Cola. Um 13 Uhr verließ er das Haus. Auf dem Fahrrad fuhr er in den Stadtpark. Otremba erzählte den Ermittlern, er habe »nach Jungs gesucht, denen ich auf die Hose schauen kann«. Er folgt zwei Frauen mit ihren Söhnen, beide etwa zehn Jahre alt. Otremba hat ein Messer bei sich, Klingenlänge 14 Zentimeter. Und vier Müllsäcke. Otremba geht zum Friedhof, wo er seinen letzten Job hatte. Hier trifft er zufällig Jürgen-Marcel. Der Junge will Steine suchen. »Ich kann dir zeigen, wo man was Spannendes findet«, sagt Otremba. Jürgen-Marcel geht mit. Sie gehen die Schienen entlang, nähern sich der Eisenbahnbrücke. Otremba stürzt sich auf das Kind.
Nach der Tat bleibt er auf dem Jungen liegen. Otremba erzählt, das Kind habe zuvor gefleht: »Sie können mein ganzes Geld haben, aber bitte tun Sie mir nichts.« Dann habe Jürgen-Marcel geweint, sagt Otremba. Warum hat er das Kind ermordet? Der Junge habe gesagt, er leide an Aids. »Da bin ich wütend geworden«, sagt Otremba.
Zum Täter:
Täter heißt Lothar Otremba, damals 23, einschlägig vorbestraft. Otremba hat tiefe Aknenarben und einen schwarzen Schnauzbart. Sein damaliges Gewicht: 81 Kilo. Körperbau: muskulös. Seit seinem 14. Lebensjahr hat er mindestens 13 Kinder missbraucht, alle aus der Gegend. Den Sohn vom Schuldirektor hat er genommen. Den Jungen vom Metzger. Und ein paar Kinder aus einem Heim die Straße runter. Ein Serientäter. Zum Schluss war Otremba Gärtner auf dem städtischen Friedhof, eine ABM-Stelle. Er lebte in einer Bergarbeitersiedlung bei seinen Eltern, keine zehn Minuten vom Tatort entfernt.
Lothar Otremba wurde am 29. Juni 1965 geboren. Er wuchs in Bottrop auf. Im Wald hinter der Grundschule fing es an. Hier zwang Otremba kleine Jungs, Pfennige in die Hosentaschen zu stecken. Dann holte er die Pfennige raus und ließ dabei seine Hände über die Körper gleiten. Später blieb es nicht beim Befingern. Otremba machte eine Ausbildung als Tankwart. Und trank regelmäßig. Im Stadtpark holte er damals seinen Schwanz raus. Zwischen Dezember 1980 und März 1981 konnten ihm fünf Missbrauchsfälle nachgewiesen werden. Im Gerichtsverfahren kurze Zeit später stellte ein Gutachter fest: »Die soziale Prognose des Jugendlichen erscheint vorläufig als ungünstig. Sein Alkoholgenuss verstärkt die Gefahr, dass er bei einer Wiederholungstat die Kinder nicht nur durch Verführung zur Perversität erheblich schädigt, sondern eventuell zusätzlich durch gewalttätige Handlungen, die dem Zweck dienen, eine Entdeckung und erneute Bestrafung zu verhindern.« Otremba war da 16 Jahre alt.
Eine Karriere in geschlossenen Psychiatrien begann. Zwischendurch kurze Aufenthalte in Freiheit. Zeit für neue Verbrechen. 1985 missbraucht er innerhalb von drei Monaten sechs Kinder. Am Fernmeldeturm Katzenbruch zerrt er einen Jungen vom Fahrrad und flüstert ihm ins Ohr: »Willst du bluten?« Dann schlägt er ihm ins Gesicht. Und vergewaltigt ihn.
Am 4. Februar 1987 urteilt das Jugendschöffengericht II am Amtsgericht Duisburg: »Otremba ist eine ständige Gefahr für die Allgemeinheit.« Das Gericht lässt den Serientäter auf unbestimmte Zeit in einer psychiatrischen Anstalt wegschließen. Trotzdem kann Otremba zwei Jahre später Jürgen-Marcel umbringen. Warum? Die Antwort findet man beim Rechtsanwalt Paul Scheidt aus Bottrop. Der Jurist bestellte im Auftrag von Otrembas Mutter im Oktober 1987 einen Gutachter, der eine »günstige Prognose« sah. Die früheren Taten, alles nur Irrungen der Pubertät. Und weiter: »Ich bin der Ansicht, dass es zu verantworten ist, Herrn Otremba zu entlassen.« Es gab Gegenstimmen. Der behandelnde Arzt in der Klinik Eickelborn riet dringend von einer Entlassung ab: »Es sind weitere einschlägige Taten zu erwarten.« Es spielte keine Rolle mehr. Am 27. Januar 1988 verfügte das Landgericht Duisburg die Entlassung des Serientäters.
Erst nach dem Mord erzählte Otremba einer forensischen Gutachterin von seinen Träumen. Von Jungs in engen Badehosen, von abgerissenen Hoden und solchen Dingen.
Inzwischen wohnt Rechtsanwalt Scheidt nicht mehr in Bottrop. Sein Nachfolger in der Kanzlei sagt, er sei nach La Palma ausgewandert. Ruhestand genießen.


PS :Hatte diesen Artikel schon Mal drin hatte ihn aber wieder rausgenommen weil ich auf meinen Bilder ein Wasserzeichen hatte.
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2 Kommentare
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Hans Peter Schulzke aus Bottrop | 01.01.2015 | 02:59  
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Martin Grundmann aus Oberhausen | 02.01.2015 | 07:14  
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