Dreiste Brandstifter

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Es war Mittwochmorgen um drei Uhr, als das Telefon bei Helga Dehorn klingelte. Feueralarm. Der Pavillon vor ihrer Gaststätte, dem Uerige Treff am Friedensplatz, brannte.

Erst am Tag zuvor hatte die Polizei die Kriminalitätsstatistik 2015 vorgestellt, jetzt waren Brandstifter so dreist, quasi direkt gegenüber des Polizeipräsidiums ein gefährliches Feuer zu legen.
Eine Polizeistreife entdeckte gegen drei Uhr die Flammen. Die Beamten riefen zum einen die Feuerwehr, zum anderen begannen sie selbst mit Schaum das Feuer zu löschen. Die eingetroffene Feuerwehr schützte dann das Haus. Glück im Unglück, die Scheiben, die die Gaststätte vom Pavillon trennen, hielten dem Druck stand, so dass weder Qualm noch Funken mit verheerenden Folgen in die Gaststätte selbst gelangen konnten. Die Scheiben zeigen starke Risse auf und müssen erneuert werden.
Die Ausstattung des Pavillons, Schirm, Ständer, Tische, Stühle und Begrenzungen sind schwer beschädigt, für das meiste gilt Totalschaden. Auf rund 5.000 Euro schätzt Helga Dehorn den Schaden und erklärt, dass die im freien stehenden Dinge nicht versichert werden können, da sie als "beweglich" gelten.
Dass es sich um vorsätzliche Brandstiftung handelt, scheint unstrittig. Die Gegenstände sind schwer entzündbar, die entstandenen Schäden kann man nicht mit einem Feuerzeug verursachen. Nicht auszudenken, was hätte passieren können, hätten die Flammen auf das Wohnhaus übergegriffen. Dass die Täter sich trauen, einen Brand an einem solchen offenen Platz - wenn auch mitten in der Nacht - zu legen, zeigt aus Sicht von Helga Dehorn, wie wichtig es ist, dass die Bürger hinsehen, was in ihrer Nachbarschaft passiert. Womit sie auf einer Linie mit der Oberhausener Polizei liegt. Die setzt seit Jahren darauf, die Bürger zu sensibilisieren, im Zweifelsfalls die Polizei zu rufen. Immerhin 90 Einbrecher konnten so im Jahr 2015 gefasst werden. Ein Rekordwert. (Text und Foto Jörg vorholt)
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