Emscher führt Wassermassen ohne Probleme ab

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Foto: Archiv/Peter Hadasch

Die Niederschläge am Wochenende haben auch in der Emscher zu einem Anstieg des Pegels geführt. Wie bei der Emscher typisch, stieg der Wasserstand jedoch nur kurz steil an, um dann genauso schnell wieder zu fallen. Insgesamt führte die Emscher damit die Wassermassen schnell und unproblematisch ab.

Die Niederschlagsauswertung der Emschergenossenschaft für den vergangenen Monat hat derweil ergeben, dass im Januar rund 101 mm Regen gefallen sind - das sind im Vergleich mit dem 120-jährigen Durchschnitt 48 Prozent mehr als in einem Januar üblich (68 mm).

Am Emscher-Pegel im Bereich Oberhausen-Königstraße stieg der Wasserstand im Gewässer in der Nacht auf Sonntag von knapp 2,85 m auf fast fünf Meter! Zum Vergleich: Der übliche Wasserabfluss liegt normalerweise bei 2,74 m. Von einem echten Hochwasser war die Emscher dennoch entfernt, dieses gilt an dieser Stelle erst ab 5,80 m als erreicht. Am Sonntag sank der Pegel wieder, erreichte am Montagmorgen aber noch einmal knapp 4,55 Meter, seitdem sinkt der Wasserstand erneut.

Pegel online einsehbar


Die meisten Pegel in den Einzugsgebieten der „Flussmanager“ Emschergenossenschaft und Lippeverband sind auch online einsehbar: dazu erst auf www.eglv.de gehen, dann oben auf den Link Service und anschließend auf „Pegelstand“ klicken. Über eine Gebietskarte können die Pegel an Emscher und Lippe angeklickt werden, über Teilgebietskarten (unten rechts auf der Internetseite) können weitere Pegel in den Gebieten Östliche Emscher, Mittlere Emscher, Westliche Emscher, Östliche Lippe und Westliche Lippe erreicht werden.

Weg an der Flugstraße nicht gesperrt


Eine gute Nachricht für Radfahrer und Spaziergänger: Die Emschergenossenschaft wird den Weg an der Flugstraße, der durch den Holtener Bruch führt, erst einmal doch nicht sperren. Im Rahmen der Baustelleneinrichtung hat die Emschergenossenschaft den Flächenbedarf dahingehend optimiert, dass der westliche Bereich der Flugstraße nicht eingezäunt werden muss – damit entfällt die weiträumige Umleitung über die Kürfürstenstraße.

Gleichwohl erstellt die Emschergenossenschaft wie geplant in den kommenden vier Wochen eine Umleitung des Radweges im östlichen Teil des Holtener Bruches – unmittelbar an der Baustelle des neuen Pumpwerks für den Abwasserkanal Emscher. Diese fällt jedoch weniger weiträumig aus.

Die Baumaßnahme


Im Holtener Bruch baut die Emschergenossenschaft in den kommenden Jahren ein neues Pumpwerk für den Abwasserkanal Emscher, ein neues Pumpwerk für den Abwasserkanal Handbach sowie die drei Kilometer lange Fortsetzung des Abwasserkanals Emscher, die vom Holtener Bruch bis zum Klärwerk Emschermündung in Dinslaken führt.

Darüber hinaus entsteht im Holtener Bruch später noch eine Auenlandschaft – ein sogenannter ökologischer Schwerpunkt, an dem die dann vom Abwasser befreite und revitalisierte Emscher mehr Raum zur naturnahen Entwicklung erhält. Bis 2020 soll diese Generationenaufgabe des Emscher-Umbaus abgeschlossen sein. Die Emschergenossenschaft investiert dafür über einen Zeitraum von fast 30 Jahren rund 4,5 Milliarden Euro.
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