Gut für die Umwelt

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So könnte es eventuell aussehen. Foto: privat

Im März beabsichtigen die Fernwärmeversorgung Niederrhein, die Energieversorgung Oberhausen und die STEAG Fernwärme, die Projektgesellschaft Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr GmbH zu gründen

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Die Fernwärmeschienen Niederrhein und Ruhr könnten bereits 2019 miteinander verbunden sein und so die Wärmeversorgung der Region von Moers bis Herne langfristig CO2-einsparend und allein aus Bezugsquellen vor Ort sichern. Dies ist durch die Nutzung von industrieller Abwärme, Kraft-Wärme-Kopplung, Wärme aus regenerativen Energien und Müllverbrennungsanlagen möglich.
Dafür planen die Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH, die Energieversorgung Oberhausen AG und die STEAG Fernwärme GmbH den Bau einer rund 25 Kilometer langen Verbindungsleitung.
Die Landesregierung hat es bereits im Koalitionsvertrag verankert: „Als ein Leitprojekt sollen die Fernwärmeschienen Niederrhein und Ruhr im Dialog mit den Kommunen verbunden werden“.
Nachdem im Mai 2013 eine vom Land NRW beauftragte Machbarkeitsstudie die Sinnhaftigkeit eines solchen Projektes bestätigte, unterzeichneten die Geschäftsführer der Fernwärmeversorgung Niederrhein, der EVO und der STEAG Fernwärme im Juli 2013 eine Absichtserklärung, um dieses Projekt mit Unterstützung des Landes NRW zu verfolgen.

Nächste Planphase beginnt im März


Im März sollen die Planungen zum Bau einer Verbindung der Fernwärmeschienen Niederrhein und Ruhr mit der Gründung der Projektgesellschaft Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr GmbH (FWSRR) in die nächste Phase gehen.
Mit der Schiene können größere CO2-freie Abwärmemengen und KWK-Mengen allen Projektpartnern zur Verfügung gestellt werden. Damit leistet die Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr einen wesentlichen Beitrag zu den CO2- und KWK-Zielen des Landes NRW.
Bernd Homberg, technischer Vorstand der evo, sieht viele Vorteile in der „Schiene“: „Vier starke Gründe sprechen für das Projekt: Versorgungssicherheit, Preisstabilität, Klimaschutz und Zukunftsverantwortung. Die beiden erstgenannten Aspekte sind für die Verbraucher besonders wichtig. Im größeren Verbund sind wir in der Lage, günstige Wärmequellen stärker auszulasten und vorhandene Erzeugungsanlagen zu vernetzen. Fernwärme bietet nicht nur eine Alternative zu Nachtspeicherheizungen, Öl oder Erdgas, sondern schafft eine noch größere Preisstabilität für unsere Kunden.“
Die Vernetzung vieler unterschiedlicher Wärmequellen führe auch geradewegs, so Bernd Homberg, zu den Aspekten Klimaschutz und Zukunftsverantwortung. „Mit der Umsetzung des Infrastrukturprojekts würde der Einsatz von kostengünstiger und ökologischer Wärme gefördert.“
Die Verbindung soll vom bestehenden Teil im Süden Bottrops bis zur Fernwärmeschiene Niederrhein im Duisburger Norden verlaufen. Der genaue Trassenverlauf ist derzeit noch in der Planung. Ein erster Entwurf sieht vor, rund 60 Prozent des Leitungssystems oberirdisch und 40 Prozent unterirdisch zu verlegen. Der Trassenverlauf wird überwiegend über Grundstücke öffentlicher und industrieller Eigentümer geführt.
Die Gründung der Projektgesellschaft könnte im März erfolgen. Der Genehmigungsantrag soll im ersten Quartal 2016 bei der Bezirksregierung eingereicht werden. Wenn die Gesellschafter der Projektgesellschaft wie geplant im ersten Quartal 2017 einen positiven Baubeschluss fassen können, könnten erste Teilprojekte nach einer Bauzeit von zwei Jahren in Betrieb gehen.
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