Kristina Kirscht ist Feuerwehrfrau aus Leidenschaft

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Ob auf dem Löschzug oder im Rettungswagen, Brandmeisterin und Rettungssanitäterin Kristina Kirscht ist sichtlich in ihrem Element. Als eine von fünf Frauen steht sie tagtäglich bei der Oberhausener Feuerwehr ihren Mann und erklärt: „Das ist mein Traumberuf. Hier auf der Feuerwache möchte ich alt werden.“

Ob Verkehrsunfälle, Gefahrguteinsätze oder eine Katze im Baum, als Feuerwehrfrau ist Kristina Kirscht nicht nur zur Stelle, wenn es in Oberhausen brennt.
Rund zehn Einsätze verbucht sie pro Schicht. „Dabei wird immer gewechselt, vier Schichten bin ich mit dem Rettungswagen im Einsatz, dann geht es sieben Schichten auf den Löschzug“, erklärt die junge Frau.
Und auch die Tatsache, dass in Wechselschichten, an Wochenenden und Feiertagen gearbeitet wird, kann der 26-Jährigen den Beruf nicht madig machen. „Ich hatte auch an Heiligabend Dienst. Das war gar kein Problem, wir haben auf der Wache gekocht und gefeiert“, berichtet die Feuerwehrfrau. Dabei sei der Weg zum Traumberuf anfangs nicht leicht gewesen. Ihr Vater, der selbst bei der Feuerwehr ist, sei anfangs alles andere als begeistert von den Plänen seiner Tochter gewesen.

Der Beruf fasziniert seit Kindertagen


Auch ihre Mutter habe die Idee nicht toll gefunden. Nach der Schule absolvierte Kristina Kirscht daher zunächst eine Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten. Nicht aus den Augen verlor sie dabei aber ihren großen Traum. Nach der Lehre und zwei weiteren Jahren im Beruf bewarb sie sich schließlich doch bei der Feuerwehr. „Ich wusste, dass eine abgeschlossene Lehre Voraussetzung für die Einstellung ist“, berichtet Kristina Kirscht.
Und sie zeigte Biss. Sie bestand den Einstellungstest und begann ihren Grundlehrgang, den sie im Jahr 2013 erfolgreich abschließen konnte. Seit dieser Zeit ist sie für die Oberhausener Bevölkerung im Einsatz. Dabei habe sie schon die ein oder andere heikle Schicht absolviert. „Im Sommer zum Beispiel mussten wir mit Vollkörperschutz bei 39 Grad Gefahrgut sichern. Aus einem Kesselwagen war brennbare Flüssigkeit ausgelaufen“, berichtet die Feuerwehrfrau.
Manchmal würde sie allerdings bei Einsätzen auch schmunzeln. „Wir mussten neulich eine ältere Dame aus dem oberen Stockwerk tragen. Die Frau war die ganze Zeit besorgt, ob ich das auch schaffen würde“, berichtet Kristina Kirscht amüsiert.
Für ihre Zukunft hat die Feuerwehrfrau noch jede Menge Pläne. Gerne würde sie sich zur Notfallsanitäterin oder langfristig zur Gruppenführerin ausbilden lassen. Doch wie kam es eigentlich zu dem Berufswunsch? Kristina Kirscht: „Der Beruf fasziniert mich seit Kindertagen. Mein Vater arbeitet ja auch bei der Feuerwehr, daher kenne ich die Wache hier schon seit Langem. Er hat mich quasi mit dem ‚Virus‘ infiziert. Und obwohl er anfangs gegen meine Pläne war, heute ist er mächtig stolz auf mich.“
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