Neue Wege gehen

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Lädt mit einer Werbeanzeige die Gläubigen zum Weihnachts-Gottesdienst ein: Propst Christoph Wichmann. (Foto: Rüdiger Marquitan)
Frischer Wind weht seit gut einem Jahr in der Pfarrei Sankt Pankratius in Osterfeld. Denn seit der 38-jährige Christoph Wichmann dort Propst ist, scheint es, dass die Zeichen auf Neuerungen in der sonst eher starren katholischen Kirche stehen. Und auch für Weihnachten hat sich der junge Geistliche, gemeinsam mit seinem Team, etwas Extravagantes einfallen lassen. Mit einer pfiffigen Werbeanzeige für die bevorstehenden Weihnachts-Gottesdienste möchte er im Wochen-Anzeiger bewusst Aufsehen erregen.
„Die Idee dazu stammt aus den USA. Dort habe ich vor einiger Zeit für drei Monate gelebt und fand Werbung für Gottesdienste und Gemeinden nicht schlecht“, berichtet Propst Wichmann. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten sei es nämlich ganz normal, für seine Gemeinde Anzeigen zu schalten. In der Arbeitsgruppe „Kommunikation“ der Pfarrei sei dann die Idee des Propstes aufgegriffen worden. „Weihnachten wird in den Kirchen ja schließlich auch einiges aufgefahren und man kann dort jede Menge erleben“, so der Geistliche. Vom Krippenspiel für Kinder bis zur klassischen Christmette wird für jede Altersgruppe der passende Gottesdienst an den Weihnachtstagen angeboten. Nicht zu vergessen sei dabei auch das musikalische Rahmenprogramm, welches es in den einzelnen Gemeinden an den Feiertagen geben würde.
Geworben wird in der Anzeige für alle sechs Kirchen der Pfarrei Sankt Pankratius. „Wichtig ist mir, dass wir auch die Menschen ansprechen, die vielleicht nur einmal im Jahr in die Kirche kommen. Ich möchte, dass da keine falsche Scheu entsteht“, erklärt Propst Wichmann.
Eigens für die Weihnachtstage hat die Arbeitsgruppe eine Sonderseite im Internet erstellt, auf der sämtliche Gottesdienste mit Anfahrtsbeschreibungen für die einzelnen Gemeinden eingestellt wurden.
„Wir wollen einen guten Dienst am Menschen erbringen. Schließlich ist auch ein Gottesdienst eine Art Dienstleistung. Im Englischen heißt dieser ja sogar Service“, so der 38-Jährige.
Neben dem klassischen Weihnachtsgottesdienst können Besucher und Kunstfreunde erstmals einen rund drei Meter hohen Engel der Oberhausener Künstlerin Simone Kamm in Sankt Pankratius bestaunen. Lichtdurchflutet soll dieser, neben der klassischen Krippe, für die richtige Atmosphäre in der Kirche zur Weihnachtszeit sorgen. Doch bei aller Werbung, Musik und Kunst, die zentrale­ Botschaft von Weihnachten soll selbstverständlich im Mittelpunkt stehen. Propst Christoph Wichmann: „Das größte Geschenk ist, dass Gott Mensch wird. Das möchten wir natürlich vermitteln und darauf auch neugierig machen.“

Weitere Infos erhalten Interessenten im Internet auf: www.pep-osterfeld.de/weihnachten.
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