Das Sterkrader Stadtwappen

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Sterkrader Wappen.Wappen und Flagge Blasonierung: In Silber (Weiß) gespalten, vorn mit drei blauen Balken belegt und hinten geteilt durch einen blauen Balken, auf dem ein schwarzer Rabe sitzt. Das Oberwappen besteht aus einer roten Mauerkrone mit 3 Türmen.
 
Kopien der Wappen auf der Klosterstraße

Das Sterkrader Stadtwappen. Eine kurze Geschichte.



Der Weg zum Stadtwappen bedurfte mehrere Anläufe bis es schließlich beim dritten Mal klappte. Die Voraussetzung für eine Stadt besaß die noch Bürgermeisterei Sterkrade schon es lebten zu dem Zeitpunkt Über 38 000 Menschen in dem noch Dorf, es gab eine Straßenbahnlinie nach Oberhausen, ein Realgymnasium, und das Kanalsystem wurde ausgebaut alle wichtige Ausgangspunkte sind vorhanden. Bürgermeister Eugen zur Nieden schaffte es mit Empfehlung des ehemaligen Sterkrader Stadtverordneten und mächtigen Ruhrbarone GHH-Chefs Paul Reusch die Stadtrechte zu erlangen. Am 17. März 1913 wurden der Bürgermeisterei Sterkrade die Stadtrechte zugesprochen. Nach Beschluss der Sterkrader Stadtverordnetenversammlung wurde das Stadtwappen am 4. Juni 1913 angenommen. Gleichzeitig wurden als Stadtfarben blau und weiß bestimmt.
Wie man weiß hielte das Stadtrecht nur 16 Jahre. Am 01.08.1929 wurde Sterkrade im Zuge der kommunalen Neugliederung im Ruhrgebiet mit Osterfeld und (Alt-)Oberhausen zur neuen Großstadt Oberhausen (Rheinland) vereinigt.
Was der jungen Stadt jetzt fehlte war ein Wappen, das sie als siegelführende Körperschaft benötigte.
Es lag keine eigene Skizze vor für ein Wappen. Schnell gedachte man sich an die Wappentafel die am Abteigebäude des Sterkrader Zisterzienser Kloster angebracht war und zwar stammten sie von zwei Äbtissinnen.
Auf dem geteilten Schild ist vom Betrachter aus gesehen recht (heraldisch links und damit sekundär) im silbernen Feld ein blauer Querbalken, auf dem ein Rabe sitzt. Es ist das Familienwappen der Mutter aus dem Geschlecht der Hönnepel auf Burg Empel bei Rees, ein altes clevisches Rittergeschlecht. Links vom Betrachter ausgesehen (heraldisch rechts und damit dominant) ist das Familienwappen des Vaters aus dem Geschlecht der Dücker gen. Nunnum, das drei blaue Querbalken im silbernen Feld zeigt. Die Farbe “Blau” rührt von dem Halbedelstein Lapislazuli her. Um das Wappenschild rankt sich das Oberwappen mit Helmzier.
Dieses Wappen mit der Jahreszahl 1678 und das Wappenbild der 26. Äbtissin, Antonetta Berna(r)dina von Wrede, von 1751 bis 1788 Äbtissin in Sterkrade, waren bis zum Abbruch des letzten Abteigebäudes 1969 dort angebracht. Die Originalsteine befinden sich heute am linken hinteren Pfeiler in der St. Clemenskirche und Nachbildungen an der östlichen Seite des Schwesternhauses an der Klosterstraße.
Das Wappen der 26. Äbtissin mit der Jahreszahl 1772 zeigt zwei aufgerichtete Löwen, die mit ihren Vorderpfoten das Wappenschild halten, das ein mit fünf Rosen besteckter Kranz ziert.
1913 nahm die Stadt Sterkrade offiziell das Wappen der Äbtissin Catharina von Nunnum gen. Dücker als Stadtwappen an. Hinzu kam über dem Schild zeitgemäß eine Mauerkrone. Diese beiden Wappen reichte man ein und schon in der Stadtverordnetenversammlung am 4. Juni 1913 entschied man sich der Rat für das Wappen der Anna Catherina von Nunnum, der Äbtissin mit der längsten Residenzzeit in Sterkrade, 42 Jahre! Es handelt sich hier um das Allianzwappen (Hochzeitswappen) der Eltern der Äbtissin.
Für den 28. und 29. Juni, gleichzeitig mit dem 25-jährigen Regierungsjubiläum Kaiser Wilhelm II., wurde die Stadterhebungsfeier als lokalpatriotisches Ereignis angesetzt.
Der Fahnenentwurf wurde von der Bonner Fahnenfabrik vorgestellt, die auch die ersten Sterkrader Stadtfahnen pünktlich zu den Feierlichkeiten lieferte.
Die Zeitungen von damals schrieben: „Die Stadt war in ein Flaggenmeer gehüllt. Die Häuser waren bengalisch beleuchtet. Endlos war der Fackelzug der ortsansässigen Vereine, der sich durch die bekränzten Straßen bewegte. In Sälen und Zelten wurde vaterländisch überschwänglich gefeiert. Am Rathaus wehte die 2 X 3 Meter große neue Sterkrader Stadtfahne.“
Die Stadtfahne wurde von den Sterkrader Bürgern gerne angenommen und bei späteren Feiern schwelgte Sterkrade in blau und weiß.

Als erster Sportverein trug die Fußballabteilung von St. Clemens, der Aloysiusverein Sterkrade, das Sterkrader Wappen in blau und weiß auf ihrem Trikot. Heute ist das Wappen stadtbezogen nur noch an der Seitenwand des Sterkrader Rathauses und am Freiherr-vom-Stein Gymnasium zu sehen. Einige Sterkrader Firmen und Vereine zeigen den Sterkrader Raben im Wappen in ihren Briefköpfen und Mitteilungen.

Die aus Ruhrstein angefertigten Originalwappen existieren immer noch, bis zum Abriss der letzten alten Klostergebäude 1969 waren die Wappentafeln dort am First angebracht. Heute finden wir sie, zum Schutz vor weiterer Korrosion, im Vorraum der St. Clemenskirche auf der linken Seite.
Bis zum Abriss der letzten alten Klostergebäude 1969 waren die Wappentafeln dort am Giebel angebracht. Die Kopien der Wappen befinden sich draußen am Marienhaus auf der Klosterstraße.

Über Jahrhunderte prägte das Kloster Sterkrade das Leben rund um Sterkrade.
Auf dem großen Markt wo heute die St Clemenskirche wurde das Kloster Sterkrade im Jahr 1240 als Filiale des Klosters Duissern in Duissern gestiftet. Die Gründung ging von den adeligen Familie von Hillen und von Holten aus. Sie haben das Kloster auch wirtschaftlich gefördert. Jahrhundertelang existierte das Kloster 1809 wurde es durch Napoleonischen Besetzung aufgehoben. Im Jahr 1816 wurden die Klostergüter vom preußischen Staat verkauft. Auf dem Besitz entwickelte sich die Gute-Hoffnungs-Hütte Oberhausen.

Wappen und Flagge Blasonierung: In Silber (Weiß) gespalten, vorn mit drei blauen Balken belegt und hinten geteilt durch einen blauen Balken, auf dem ein schwarzer Rabe sitzt. Das Oberwappen besteht aus einer roten Mauerkrone mit 3 Türmen.

Quellen: Alfred Lindemann.
https://de.wikipedia.org/wiki/Sterkrade,
http://www.derwesten.de/staedte/oberhausen/die-ahn...

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