Der Alsbach in Oberhausen Sterkrade

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Unser Volkspark Sterkrade dieser Teich wird vom Albach gespeist.
   
Am dem Volkspark fließt er kanalisiert unteridisch bis in den Hauptkanal Sterkrade.
Der Alsbach in Oberhausen Sterkrade
Heute möchte ich gerne etwas über den Alsbach in unserer Stadt Oberhausen berichten.Es ist auch diesmal vieles Geschichtliches dabei rund um den Alsbach.
So hat man eine kleine Vorstellung darüber was er für einen Stellenwert für Sterkrade hatte und hat.

Der Alsbach ist ein Fließgewässer im Flusssystem der Emscher. Sein Durchlaufgebiet 3,8 km lang und befindet sich im Oberhausener Stadtbezirk Sterkrade.
Die Quelle des Alsbach liegt nahe der Hartmannstraße im Stadtteil Königshardt. Der größte Teil seines Laufes führt durch das nach ihm benannte Alsfeld und ist in das Landschaftsschutzgebiet „Alsbachtal und Volkspark Sterkrade“ eingebettet. Im nördlich der Sterkrader Innenstadt gelegenen Volkspark speist der Alsbach den dortigen Teich, wird am Westrand des Parks unterirdisch weitergeführt und jenseits der Bahnstrecke Oberhausen–Arnhem in Höhe der Von-Trotha-Straße in den Sterkrader Hauptkanal eingeleitet und dieser mündet in Emscher.
Vielleicht hat der eine oder andere Mal Lust entlang des Grüngürtels zu bachen (einen Spaziergang) oder Fahrradtour zu machen. Hier kann man mal abschalten vom Alltagsstress.
Man muss nicht immer weit fahren um ein bisschen Natur zu genießen. Unsere Stadt Oberhausen hat einiges in dieser Hinsicht zu bieten. Viel Spaß beim erkunden dieses Baches oder des Alsbachtal.
Das Alsbachtal gilt als das älteste Siedlungsgebiet im Sterkrader Raum. Davon zeugt ein fränkisches Gräberfeld aus der Merowingerzeit, das 1921 bei Bauarbeiten im Bereich Weseler Straße / Oskarstraße zufällig gefunden und 1936 durch Ausgrabungen erschlossen wurde.
Das 1927 eröffnete städtische Freibad „Alsbachtal“ wurde im Jahr 2009 geschlossen.

Im Artikel wird auch das Regenrückhaltebecken erwähnt es sollte damals und heute das Gelände in Königshardt schützen und sorgt für "Verschönerung" des Landschaftsbildes im Alsbachtal.
Er diente damals bis 2009 auch dazu das, das Freibad Alsbachtal nicht „überflutet“ wird.
Das Rückhaltebecken war früher ein Löschteich einer Ziegelei dir dort ansässig war. Der Löschteich war in früheren Jahren mit dem Alsbach verbunden bis zur Stilllegung der Ziegelei. Das Projekt „Route des Regenwassers”, wurde ins Leben gerufen es arbeiten unter anderen mit an diesem Konzept Baudezernent Peter Klunk, Bürgermeisterin Elia Albrecht-Mainz, Umweltausschussvorsitzende Anne Janßen und Sterkrades Bezirksbürgermeister Dieter Janßen. Ziel ist es, bis zum Jahr 2020 15 Prozent des Regenwassers im Einzugsgebiet der Emscher von der hier vorherrschenden Mischwasserkanalisation abzukoppeln. Das Projekt in Königshardt ist etwa 1,25 Millionen Euro teuer, die Emschergenossenschaft ist mit rund 100 000 Euro beteiligt, den Rest zahlt die Stadt. Die Verbindung wurde dann instand gesetzt ein 60 Meter langen Graben und das neue Rückhaltebecken hat ein Gesamtvolumen von mehr als 1300 Kubikmetern. Läuft es über, wird, über den Graben in Form eines Troges der Alsbach bedient. Das Rückhaltebecken wird von dem Regen gespeist, der auf ein über 1,5 Hektar großes Gelände zwischen Erzberger- und Jägerstraße fällt.
Das Regenrückhaltebecken hat eine wichtige Funktion im Naturschutzgebiet Alsbachtal

Erklärungen einiger Wörter die im Artikel vorkommen.

Unter dem Begriff Grüngürtel wird ein durchgängiges System aus Grün- und Freiflächen verstanden, die ein Siedlungsgebiet, ein Dorf oder eine Stadt kreisförmig umschließen. Üblicherweise sind derartige Grüngürtel besonders geschützt und auch durch entsprechende Flächenwidmung oder Flächennutzungspläne rechtlich abgesichert.
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Fließgewässer ist in der Hydrologie ein Sammelbegriff für alle oberirdisch fließenden Gewässer, also Wasserläufe des Binnenlandes mit ständig oder zeitweilig fließendem Wasser. Es handelt sich um offene Gewässer. Die Einstufung von fließendem Grundwasser als „unterirdisches Fließgewässer“ ist umstritten.
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Die Merowinger (seltener Merovinger) waren das älteste Königsgeschlecht der Franken vom frühen 5. Jahrhundert bis 751. Sie wurden vom Geschlecht der Karolinger verdrängt. Nach ihnen wird die historische Epoche des Übergangs von der Spätantike zum Frühmittelalter im gallisch-germanischen Raum Merowingerzeit genannt.
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Der Hauptkanal Sterkrade ist ein Gewässer im Flusssystem Emscher, das sich mit einer Gesamtlänge von annähernd 5,4 km durch den Oberhausener Stadtbezirk Sterkrade zieht.
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Regenrückhaltebecken (RRB), ein künstlich angelegtes Becken, das dazu dient, größere Mengen Niederschlagswasser zu speichern.
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Das Sommerbad Alsbachtal wie alles begann.
In der Mitte der 20er Jahre hatte die Stadt Sterkrade große Probleme, ihre Arbeitslosen zu beschäftigen. Unter einigen anderen Projekten ließ Sterkrade ein Kinderheilbad und Sommerschwimmbad im unwegsamen Sumpf- und Quellgebiet des Alsbachtales errichten. Als Bauland war dieses Gelände zu der Zeit nicht geeignet. Am 12. Juni 1927 wurde, wie die Zeitung damals schrieb, “Der Jungbrunnen der Industrie“ als Schmuckstück der Sterkrader Grünanlagen eingeweiht. In der Bauphase waren an manchen Tagen bis zu 300 Männer beschäftigt, die hier ihre Arbeitslosenunterstützung abarbeiteten. Das Ausschachten des 25x100 m und bis zu 3,50 m tiefen Schwimmbeckens erwies sich wegen des schlammigen Bodens als äußerst schwierig. Hinzu kam die Kultivierung eines schon oberhalb vorhandenen Teiches als Vorwärmbecken. Nach der Fertigstellung zeigte sich ein riesiger Erholungspark. Liegewiesen mit frisch gepflanzten Bäumen, vor Kopf ein stattliches Wirtschaftsgebäude mit Bedienstetenwohnungen und eine Cafeteria mit einer großen Freiterrasse. An der rechten Seite eine langgestreckte Halle mit Umkleide- und Sanitärräumen, streng getrennt nach den Geschlechtern. Auf einem 130x40 m abgegrenzten Seitengelände ist das städtische Kinderheilbad errichtet worden. Eingebettet in diese gärtnerische Oase ist das 100x25 m große Schwimmbecken mit einer abschließenden Sprungkuhle für einen 5 m Sprungturm. Die vordere Hälfte war den Nichtschwimmern zugedacht, wogegen in der anderen die Schwimmer sich tummelten. Zunächst wurde das Wasser des Alsbaches in einem Sammel- und Wärmevorbecken mit geringer Tiefe aufgefangen. Hierdurch wurde das klare, naturreine Bachwasser vorgewärmt und gleichzeitig der mitgeführte Lehm und Sand zum Ablagern gebracht. Nach Durchlauf durch das Schwimmbecken gelangte das Wasser in das unterhalb gelegene Kinderplanschbecken und wurde von hier als Abflußwasser wieder in den Alsbach geleitet. Ende der 50er Jahre war diese Technik der Wasserzuführung wegen der Umwelteinflüsse nicht mehr möglich. Das Rheinisch-Westfälische Wasserwerk war nicht begeistert, eine dicke Rohrleitung ins Sommerbad zu legen. Wünschelrutengänger entdeckten in unmittelbarer Nähe des Beckens zwei tiefliegende Wasseradern. Ein 130 m tiefer Brunnen wurde gebohrt, so dass heute hygienisch einwandfreies Tiefenwasser aus einer mittleren Tiefe von 40 bis 50 m gehoben und später in die Abwasserkanalisation abgeleitet wird. Das Vorwärmbecken wurde zugeschüttet und als Parkplatz hergerichtet.
Mit der Saison 1980 zeigt sich das Schwimmbad Alsbachtal bis in das Jahr 2009. Ein Freizeitgelände mit ausgedehnten Rasenflächen, mit alten schattenspendenden Baumbeständen, das allen Ansprüchen unserer heutigen Vorstellungen entspricht. Ein Nichtschwimmerbecken, ein beheizbares Bewegungsbecken und ein Tiefenbecken von 25x50 m mit Sprunganlage geben ausreichend Freude am nassen Element. Das kristallklare Brunnenwasser wird in einer hochtechnisierten Filter- und Enteisungsanlage sozusagen entrostet und mit Sauerstoff angereichert. Schon mehrmals wurde eine Schließung des Bades aus Kostengründen in Erwägung gezogen und 2009 war es dann soweit.





Literatur:
Wikipedia
Waz
Alfred Lindemann
Seipp: Oberhausener Heimatbuch
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