Der Koppenburgs Mühlenbach in Oberhausen Osterfeld bis zur Quelle Bottrop Teil 1

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Koppenburgsmühlenbach Künstliche Quelle
 
Koppenburgsmühlenbach
Die Haupt-Quelle des Baches befindet sich Nahe Im Brinkmannsfeld 40 an der Kita. Teil 2

Der Bachverlauf ist ca. 2,5 Kilometer lang und ist ab der Koppenburgstr kanalisiert und mündet wie alle Bäche in der Emscher.

Etwas upgedatet den Artikel. Vielleicht weiß der eine oder andere mehr darüber und hat noch ein altes Foto über den Bach damals. Meine Oma hatte mir noch von der Überschwemmung 1938 erzählt. Über die Katastrophe kommt ein anderer Bericht.

Etwas Geschichte zu dem Bach.

Der Bach trennte lange Zeit die Bauernschaften Osterfeld und Vonderort.
Das Kirchspiel Osterfeld bestand seit je aus zwei Bauernschaften, getrennt durch Koppenburgs Mühlenbach. Er durchfloss die Mitte des Dorfes und trat bei starken Regenfällen zu allgemeinem Ärger über die Ufer. Die benachbarte Straße, wenn sie diese Bezeichnung überhaupt verdiente, verschwand in den Fluten. Seit der französischen Herrschaft in Osterfeld (1802-1813) war er nicht mehr gereinigt worden. So verschlammte er zusehends, bis Tourneau, seit 1821 Bürgermeister von Bottrop/Osterfeld, mit starker Hand eingriff und die Reinigung des Baches durchsetzte. Zugleich ließ er ihn verbreitern.

Den Namen hat der Bach durch eine Mühle. Berichte aus dem 16 Jahrhundert weisen darauf hin.....

Etliche Jahre in den letzten Jahrhunderten trat das Wasser über den Mühlenbach.

Es war auch nicht immer sauber. Durch die Überflutungen bildet sich rechts und links davon Unrat.

Ungefähr 1830 wurde der Bach und das Umfeld gereinigt. Auch den Bach ließ man verbreitern.

Der Verlauf des Baches wurde ca.um 1875 wegen dem Bau der Rheinischen Eisenbahn von Oberhausen nach Quakenbrück umgelegt.

Die Koppenburgs-Mühle wurde 1938 abgerissen. Das Wassermühlrad wurde durch die Flut am 30.8 1938 zerstört und später musste man sie abreißen bedingt durch die Überschwemmung. Der Schaden war zu groß.

1954 wurde der Mühlbach kanalisiert so dass es nicht nochmal zu solchen Überschwemmungen kommen kann.

Heute:

Östlich von Koppenburgs Mühlenbach ist durch Bergsenkungen ein Flachwasserteich entstanden, in dem sich Röhrichte aus Schilf und Rohrkolben sowie Weidengebüsche entwickelt haben.

Etwas weiter befindet sich ein Biotop nahe der Kleingartenanlage "Am Mühlenbach"


Kirchspiel bezeichnet ursprünglich einen Pfarrbezirk (Parochie), in dem die Ortschaften einer bestimmten Pfarrkirche und deren Pfarrer zugeordnet sind.[1] Nach dem Etymologischen Wörterbuch der deutschen Sprache ist ein Kirchspiel ein Bezirk, in dem ein Pfarrer predigen und die kirchlichen Amtspflichten ausüben darf

Wilhelm Tourneau (* in Duisburg; † 1857 in Sterkrade) war von 1816 bis 1853 Bürgermeister und Amtmann von Kirchhellen und von 1821 bis 1851 auch von Bottrop und Osterfeld. Tourneau entstammte einer französisch-protestantischen Emigrantenfamilie und nahm als freiwilliger Jäger an den Befreiungskriegen gegen Napoléon teil. Er hatte neun Kinder.
Bis 1816 war Tourneau Sekretär bei Freiherr von Wenghe, woraufhin er dessen Amt als Bürgermeister übernahm. Ab 1821 stand Tourneau auch Bottrop und Osterfeld als Stadtoberhaupt vor. Bereits kurz nach Amtsantritt verlegte er den Sitz der Bürgermeisterei von der Burg Vondern nach Bottrop, das sich unter seiner Führung zu einer blühenden Landgemeinde entwickelte. Zu seinen wichtigsten Leistungen gehört die Aufwertung der Infrastruktur vor Ort, namentlich verbesserte er das Straßen- und Wegenetz, schuf die erste Postverbindung zwischen Bottrop und Osterfeld, sorgte für den Ausbau der alten Schule und erbaute die Boyer neu. Tourneau setzte sich auch für die Gebietsvergrößerung der Städte ein, so wurde etwa 1819 auf seine Initiative hin die Bauernschaft Ekel Kirchhellen zugesprochen. Zudem legte er die Chroniken der Gemeinden Bottrops und Osterfelds an. 1832 vereinte Tourneau Osterfeld, Kirchhellen und Bottrop zu einer Bürgermeisterei, aus welcher 1843 die Landgemeinde Bottrop entstand. Ab 1839 forcierte er außerdem Kohleschürfungen auf dem Gebiet der drei Städte. Diese führten jedoch erst nach dem Ende seiner Amtszeit zu einem Ergebnis. 1851 löste ihn sein Privatsekretär Morgenstern als Bürgermeister von Bottrop und Osterfeld ab, 1853 gab er auch sein Amt in Kirchhellen auf. Tourneaus Familie zog daraufhin von Bottrop nach Sterkrade, wo er 1857 verstarb.

Landesherren
13. Jhdt-1802 Kurfürstentum Köln, Herzogtum Westfalen, Vest Recklinghausen
1802-11 Herzogtum Arenberg, Vest Recklinghausen
1811-1813 Kaiserreich Frankreich, Großherzogtum Berg, Rheindepartement, Arrondissement Essen, Kanton Dorsten, Mairie Bottrop
1813-1815 Preußisches Gouvernement Weser-Rhein
1815 Königreich Preußen, Provinz Westfalen, Regierungsbezirk Münster, Kreis Recklinghausen, ab 1929 Rheinprovinz, Stadtkreis Oberhausen
1946 Land Nordrhein-Westfalen, 1975 Kreis Paderborn


Einwohner Osterfelds.
1811: 556 Einwohner (E.), 1824: 632 E., 1845: 775 E., 1850: 1.083 E., 1875: 3.008 E., 1880: 3.946 E., 1891: 5.385 E., 1900: 12.177 E., 1910: 26.819 E., 1921:32.850E., 1925:32.592 E., 1929:31.787E., 1950 : 35.634 Einwohner.

Überschwemmung 1938 kurzer Auszug der Überschwemmung: An diesem Tag regnete es in solchen Mengen 77 l pro qm das es zur Katastrophe kam.
Soviel Regen gab es noch nie in Osterfeld. Einige Jahre zuvor war es auch schon so stark 66l.
Es hat nicht nur Osterfeld unter Wasser gesetzt. Die Reinersmühle in Sterkrade ist eingebrochen,Sommerbad Alsbachtal überschwemmt, am Buschhausener Bahnhof wurde mehrere 100m Bahndamm unterspült,100te von Häusern waren unter Wasser, Mauern stürzten ein, der Reinersbach wurde zum reißenden Fluss usw…..

Literatur:
Wikipedia
Der Kickenberg
Kusenberg:Osterfeld ein Heimatgeschichte
Generalanzeiger 1938
4
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1 Kommentar
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Eckhard Schlaup aus Gladbeck | 28.04.2015 | 22:12  
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