Befristungen bei der Deutschen Post AG eindämmen

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Niema Movassat (MdB, DIE LINKE)
"Das unbefristete Arbeitsverhältnis muss bei der Deutschen Post AG wieder die Regel werden", fordert Niema Movassat, Oberhausener Bundestagsabgeordneter der Partei DIE LINKE, anlässlich eines Schreibens der ver.di Betriebsgruppe Brief aus Duisburg. Dem Schreiben zufolge hat die Zahl sachgrundloser Befristungen bei der Post stark zugenommen und liegt in Oberhausen weit über dem Bundesdurchschnitt. Movassat weiter:

"Immer mehr Beschäftigte werden bei der Deutschen Post AG mit einem befristeten Arbeitsvertrag abgespeist. Die Gewerkschaft ver.di schreibt, dass im Wahlkreis Oberhausen/Dinslaken 24,7 Prozent aller Beschäftigen dauerhaft oder als Aushilfen mit einem befristeten Arbeitsvertrag arbeiten müssen. Bundesweit liegt die Befristungsquote bei 17 Prozent. Selbst bei einem Unternehmen mit saisonal geprägten Geschäft verlassen die Zahlen alle Sphären, die nachvollziehbar sind. Diese Zahlen sind vor den Hintergrund steigender Umsätze des Unternehmens in den letzten Jahren ein Skandal.

Vor allem junge Menschen sind hiervon betroffen. Sie können ihr Leben nicht auf einer verlässlichen Grundlage planen. Befristungen höhlen zudem Arbeitnehmerrechte aus: Der Kündigungsschutz gilt nicht, die Rechte des Betriebsrats werden eingeschränkt und Beschäftigten, die den Mund aufmachen, wird der Vertrag einfach nicht verlängert.

Im Juli hat DIE LINKE zwei Anträge in den Deutschen Bundestag eingebracht, um die sachgrundlose Befristung abzuschaffen und das unbefristete Arbeitsverhältnis zur Regel zu machen. Beide Anträge wurden von der Großen Koalition abgelehnt. So viel zum Wahlversprechen der SPD die sachgrundlose Befristung im Falle einer Regierungsübernahme abzuschaffen!

Auch Leiharbeit und Werkverträge müssen strikt reguliert werden, um zu verhindern, dass Arbeitgeber in andere prekäre Beschäftigungsformen ausweichen. Nur sichere unbefristete Arbeit ist auch gute Arbeit.

Von der Deutschen Post AG fordere ich ein Ende der expansiven Befristungspolitik und eine dauerhafte Anstellung für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gerade jetzt zur Weihnachtszeit, in der die Post wieder auf viele Aushilfen und Personen mit befristeten Arbeitsverhältnissen setzt, wäre dies ein Zeichen der Wertschätzung menschlicher Arbeit.“
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Niema Movassat aus Essen-Nord | 05.12.2014 | 12:17  
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