Behandlung nur gegen Bares? – LINKE-Aktion wirbt für solidarische Gesundheitsversicherung

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DIE LINKE wirbt auf dem Friedensplatz für ihr Konzept eines solidarischen Gesundheitswesens
Mit einer kreativen Aktion warb DIE LINKE im Bundestag am Dienstag, 25.08.2015 in Oberhausen für ihr Konzept eines solidarischen Gesundheitswesens. Auf dem Friedensplatz platzierte die LINKSFRAKTION vier Krankenhausbetten, an deren Kopfenden Parkuhren die Betrachter zur Zahlung horrender Liegegebühren aufforderten. Viele erstaunte Passanten suchten das Gespräch mit den Politikerinnen, die mit der Aktion die Kommerzialisierung des Gesundheitssektors veranschaulichten. Ihre Fragen konnten die Menschen auch beim Spaziergang mitsamt Krankenbett über die Marktstraße an Niema Movassat richten, Bundestagsabgeordneten der Partei DIE LINKE in Oberhausen, sowie deren Oberbürgermeisterkandidaten Norbert Müller und Ratsmitglied Martin Goeke richten.

„Es geht heute leider nicht mehr um Menschen und ihre optimale Versorgung. Die Jagd nach Gewinnen und der gnadenlose Wettbewerb dominieren unseren Gesundheitsbereich mehr und mehr”, analysierte Movassat die Lage der Krankenversorgung. Aus Patientinnen und Patienten würden Kundinnen und Kunden, Gesundheit werde zur Ware, das Gesundheitssystem ein eigener Markt, kritisierte die Gesundheitsexpertin. Diese Entwicklung sei das Resultat von politischen Entscheidungen der Bundesregierungen der vergangenen Jahrzehnte, so der Abgeordnete weiter. „Doch unser Konzept beweist: Es geht auch anders. Die soziale und gerechte Alternative bietet eine solidarische Bürgerinnen- und Bürgerversicherung. Darin ist jeder hier lebende Mensch versichert. Eine umfassende Gesundheitsversorgung für alle und eine Pflege, die sich am Bedarf der Menschen orientiert, ist möglich und finanzierbar.”
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Siegfried Räbiger aus Oberhausen | 27.08.2015 | 12:41  
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