das Missverhältnis

Anzeige
Besonders in deutschen Großstädten und Ballungsräumen
wie bspw. im Ruhrgebiet, wäre es von den Bedingungen
her, was das Angebot der öffentlichen Verkehrsmittel und
deren Vernetzung angeht, schon heute möglich, ein etwas
gesunderes Verhältnis, als das derzeitige, zwischen Individual- und öffentlichen Verkehr herzustellen. Alle Maßnahmen, alle Schritte (Park + Ride, Sondertarife, oder Verbunds Angebote etc.) die bisher angeboten, eingeleitet/unternommen wurden, werden leider nicht in diesem Maße angenommen, wie erhofft,
bzw. wie es für Mensch und Umwelt wünschenswert wäre!

Städte- und Verkehrsplaner haben schon lange das Problem
erkannt und versuchen mit all ihnen zur Verfügung stehenden
Mittel diesem tagtäglichen Chaos entgegen zu steuern.
Wie es aber scheint, kann man hierbei, langfristig nicht
auf die Einsicht derer zählen, die mit ihren Fahrzeugen
- oft extrem übermotorisiert – tagtäglich die Innenstädte
und die Ballungsräume, somit den Lebensraum vieler von uns, verpesten und verstopfen…

Wenn sich dieses Problem, mit dem sich nicht nur deutsche
Städte und Ballungsräume konfrontiert sehen,
auf Sicht gesehen, unter anderem auch durch freiwilligen
Verzicht der oben erwähnten Verkehrsteilnehmer nicht lösen lässt,
muss, wie schon immer bei ähnlichen Problemen der
Vergangenheit, mit gesetzlichen Maßnahmen gegengesteuert werden.

Dann aber, so hat uns die Geschichte bisher gelehrt, ist das
Geschrei derer, die es ggf hätten verhindern können; am aller,
aller lautesten…
_________________________________________________________

Weil es gerade zum Thema passt, hier eine kurze Geschichte aus dem Ruhr-Pott! Die Essener-Straße, zwischen Bottrop und Essen, die auf Essener Stadtgebiet zur Bottroper-Straße wird, ist ca. 9 Km lang. Dieser Verbindungsweg, als einer von vielen zwischen beiden Städten, ist viel befahren, und wird, sowohl von Bussen als auch vom Individualverkehr, sprich von Fahrzeugen aller Art genutzt. Vor ein paar Tagen saß ich mal wieder im Bus, unterwegs von Essen nach Bottrop. Zum Feierabendverkehr war dieser Straßenverlauf sehr stark frequentiert und der Bus brauchte fast eine halbe Stunde bis Bottrop Mitte.

Gezählt habe ich sie natürlich nicht, aber vom Bauchgefühl her waren zu diesem Zeitpunkt drei Busse und ca. 250 bis 350 PKW in beiden Richtungen unterwegs.Hochgerechnet, befanden sich in den Bussen etwa 180 Fahrgäste – in den - nehmen wir mal an - 300 Autos befanden sich etwa 370 bis 400 Personen. (nach einer Studie sitzt in dreiviertel aller Autos, die auf deutschen Strasse unterwegs sind nur eine Person)

Nehmen wir weiter an, dass von den 400 Personen etwa dreiviertel, also 300 Personen, statt mit dem eigenen Auto zu fahren einen Bus in Anspruch genommen hätten, wären zu diesem Zeitpunkt zwar 5 (fünf) Busse mehr, aber dafür etwa 200 bis 250 PKW weniger unterwegs gewesen… Argumente wie dieses, "ja aber auch Busse fahren mit Diesel", hinken und ich bezeichne sie als faule Ausreden - denn, viele der modernen Stadtbusse, jedenfalls hier im Ruhrgebiet, fahren bereits mit neuer Technik (Rußfilter, Hybrid und Elektro)!

Das hier NUR MAL SO ZUM NACHDENKEN...

http://www.handelsblatt.com/auto/nachrichten/verke...
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.