DIE LINKE.LISTE kritisiert Defizite beim Entwicklungsplan zur frühkindlichen Bildung

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Petra Marx, Ratsmitglied für DIE LINKE.LISTE, erläutert: „Als es im November 2010 um die Rahmenbedingungen der Tagespflege ging, hat die Linksfraktion deutlich gemacht, dass die frühzeitige Förderung von Kindern und die Schaffung von entsprechenden Kindertageseinrichtungen eine gesellschaftliche Aufgabe und Verantwortung ist und nicht ins Private abgedrängt werden darf. Was wir heute erleben ist genau das Gegenteil: vor drei Jahren hatten wir eine U3-Betreuungsquote von 33%, die heute auf 35,95% angestiegen ist. Von einem Erfolg bei der Umsetzung des Rechtsanspruchs auf eine U3-Betreuung kann keine Rede sein, insbesondere dann nicht, wenn davon mehr als 70% der U3–Kinder über die Kindertagespflege versorgt werden.“

Die Verwaltung setzte blauäugig auf das con_sens-Gutachten und deren Prognose über die demographische Entwicklung und der Rat beschloss 2013 auf Vorlage dieses Gutachtens 1. die Einnahmesteigerung durch Erhöhung des Kostenbeitrags für die Kindertagesbetreuung und 2. die Ausgabensenkung durch angemessene Entgelte für Tagespflegepersonen. Zeitgleich wurden Ü3-Plätze reduziert.

„Es ist also nicht verwunderlich, wenn die Presse kürzlich titelte, Oberhausen brauche mehr Kitas. Bei allem Respekt vor den Tagesmüttern- und Vätern, Entwicklung und Frühförderung ist Aufgabe der kommunalen Daseinsfürsorge und somit staatliche Aufgabe. Zudem werden Tagesmütter und -Väter für die Aufgabe, welche die Kommune nur unzureichend wahrnimmt, nicht angemessen entlohnt, sie werden in die Selbständigkeit gedrängt und tragen somit auch das Risiko der Selbständigkeit in jeglicher Form. Für die Kommune ist dies eine preiswerte Lösung. Daher fordern wir, dass die U3-Betreuung nicht weiter in Kindertagespflegeeinrichtungen ausgedehnt wird, denn die im Entwicklungsplan aufgezeigten Aufgaben, wie u.a. Sprachförderbedarf, Sicherung des Kindeswohls, gesunde Ernährung und die frühkindliche Bildung, sind hohe Anforderungen an alle Akteure, und damit vor allem kommunale Aufgabe. Die vorhandenen "Pflegenester" müssen bei dieser Aufgabe stärker unterstützt werden“, kommentiert Marx.
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