Einreiseverbot für türkische Musikgruppe „Grup Yorum“ ist willkürlich und antidemokratisch

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Am 14. November will die türkische Musikgruppe „Grup Yorum“ ein Konzert in Oberhausen geben. Die Bundesregierung verweigert ihr aber die Visa. Hierzu erklärt der Oberhausener Bundestagsabgeordnete Niema Movassat (DIE LINKE), der am Samstag beim Konzert eine Grußbotschaft überbringen wird:

„Das Verhalten der deutschen Behörden ist empörend und nicht akzeptabel. Mit ihrem Verhalten versuchen die Behörden die Teilnahme der Gruppe an dem für diesen Samstag in Oberhausen geplanten Konzert »Ein Herz, eine Stimme gegen Rassismus« zu verhindern.

Obwohl die Gruppe zuvor mehrere Konzerte in Deutschland gespielt hat, wurden ihre Visumanträge nun abgelehnt. Diese willkürliche Entscheidung ist eine bewusste, politisch motivierte Entscheidung. Die Vermutung liegt nahe, dass es ihre linke Gesinnung ist, die ihnen nun Ärger einbringt. Auch ein Zusammenhang mit dem Merkel-Besuch in der Türkei ist anzunehmen. Ansonsten lässt sich schwer erklären, warum die Musiker erst im Juni nach Deutschland einreisen durften und jetzt plötzlich nicht.

In den jüngsten Verhandlungen zwischen der deutschen und der türkischen Regierung in Sachen Flüchtlingsabwehr sicherte Bundeskanzlerin Merkel der AKP-Regierung neben Finanzhilfen und Visaerleichterungen auch eine stärkere Unterstützung von Ankaras ‚Antiterroroperationen‘ zu. Letztere richten sich seit langem gegen die gesamte Opposition im Land und werden von Menschenrechtsgruppen als willkürlich kritisiert. Immer wieder ist auch Grup Yorum von Verhaftungen und Konzertverboten betroffen.

Grup Yorum will sich von dieser Praxis nicht einschüchtern lassen. Das Konzert wird stattfinden!“
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