Es bröckelt im Concordiahaus

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Foto: Peter Hadasch

Bereits vor knapp einem Monat kam das Thema erstmals an die Öffentlichkeit, der bauliche Zustand des Oberhausener Concordiahauses am Kreisverkehr Concordiastraße.

In einem Brief an den Oberbürgermeister und die Fraktionen hatten Mitarbeiter im Herbst über die Zustände im Haus geklagt. Es war die Rede von Schimmel im Keller, defekten Heizungen, verschmutzen Treppen und verschlissenen Teppichböden.
Personaldezernent Jürgen Schmidt antwortete, dass ein externes Gutachten keine Werte ermittelt habe, welche die zulässigen Toleranzwerte überschreiten würden. Niemand müsse sich daher auch Sorgen um seine Gesundheit machen. Dennoch nehme man die Sorgen ernst und wolle nun zunächst den Keller aufräumen und den Schimmel gründlich beseitigen. Man habe mittlerweile für die notwendige Durchlüftung der betroffenen Räume gesorgt.

Durchlüftung jetzt hergestellt


Die OGM ergänzt: Toiletten und Flure werden täglich gereinigt, die Büros wöchentlich. So geschieht es bei allen städtischen Verwaltungseinrichtungen.
Der Oberhausener CDU reichen diese Absichtserklärungen aber nicht aus. Inzwischen liegen der CDU Bilder aus dem Inneren des Gebäudes vorn, die große Sorgen um die Mitarbeiter ausgelöst haben. „Der Hilferuf des als völlig marode geschilderten Gebäudes war in seiner Deutlichkeit schon irritierend genug“, erklärte der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Werner Nakot. „Die Fotos aber sind in der Tat beunruhigend.“ Um für Aufklärung zu sorgen, habe seine Partei deshalb einen Bericht zu dem Thema in der nächsten Sitzung des Hauptausschusses am 2. Februar eingefordert.
Laut Nakot ist es für Oberhausen nicht neu, dass sich städtische Mitarbeiter über eklatante hygienische Mängel beklagen. „Die Befürchtungen die Stadt lasse diesmal das Gebäude bewusst verfallen, weil längst andere Lösungen für Jugendamt und soziale Dienste geplant seien, klingen nicht unplausibel“, erklärte Nakot weiter. „Aber die Menschen haben Angst um ihre Gesundheit. Da soll die OGM auch mit offenen Karten spielen. Wenn man umziehen will, soll man das auch offen sagen.“

CDU fordert Aufklärung


Im Hauptausschuss will die CDU jetzt erst einmal über den Stand der Sanierungen informiert werden. Der Hinweis, dass sich niemand wegen des Zustandes des Gebäudes Sorgen machen müsse, klinge laut CDU angesichts der Bilder aus dem Inneren fast schon zynisch. Auch möchte Nakot erfahren, ob die „erhebliche Brandgefahr“ im Aktenkeller, von der die Belegschaft gesprochen habe, tatsächlich existiert hat oder vielleicht sogar immer noch existiere.
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