Flüchtlinge unsere Chance

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Berlin: Bundestag | 60 Millionen Flüchtlinge sind derzeit weltweit unterwegs. Der Nahe Osten und (Nord)afrika sind auf der Flucht. Allein 12 Millionen sind in Syrien, dem Irak entwurzelt. 2 Millionen Flüchtlinge hat die Türkei bereits aufgenommen. Der türkische Ministerpräsident Davutoglu sieht eine christliche Festung Europa (FAZ 7.9.15 Seite 8). Für Europa sei es an der Zeit, beim Thema Einwanderung gemeinsam zu handeln. Großbritannien lässt derzeit 300.000 Personen einwandern, will dies jedoch reduzieren auf 100.000. Deutschland benötigt eine jährliche Zuwanderung von 800.000 Personen, um die Zukunft zu meistern. Keiner weiß, mit wie viel Flüchtlingen in Europa, den 28 Ländern, dieses und die nächste Jahre zu rechnen ist. Wenn man weiß, dass eine Milliarde Menschen mit einem Dollar pro Tag auskommen müssen, kann das Ausmaß der Not erahnt werden.

Der vorbereitet EU-Schlüssel für die Sitzung am Mittwoch, 9.9.15, sieht eine Verteilung wie folgt vor:
Je 40 % am Bruttoinlandsprodukt, der Bevölkerungszahl
Je 10 % an der Arbeitslosigkeit, den bereits aufgenommenen Flüchtlingen.
Danach müsste Deutschland 26,26% und Frankreich 20,03 % der Flüchtlinge übernehmen.

Die Flüchtlinge aufzunehmen ist eine Sache, die Ursachen anzugehen eine andere. Ist es nicht zu kurz gedacht, dass nur die IS die eigentliche Fluchtursache ist. Zu bedenken ist, dass Deutschland seit Jahren die meisten Waffen in die Welt liefert. Waffen vor denen die Menschen, soweit sie können, fliehen. Der überstürzte Abzug der USA aus dem Irak hat ein Vakuum geschaffen, welches die IS nutzte und das Kalifat ausrief. Nun steht der Islamische Staat (IS) vor Damaskus und die Mittelschicht sieht keine Perspektive im Lande und hofft gut ausgebildet und anerkannt in Deutschland Arbeit und Heimat zu finden.

Die Ausgabe der Welt am Sonntag 6.9.1515 beschäftigt sich mit der Flüchtlingsproblematik in mehreren Artikeln. Die Überschrift lautet: „Die Helfer und der hilflose Staat“ Die Sprachlosigkeit, das Aussitzen, das Wegducken und Warten muss ein Ende haben. Die schwarze Null im Bundeshaushalt von Merkel und Schäuble darf nicht das Handeln bestimmen. Die 6 Mrd. für 800 .000.000 aus 2015 und den Jahren davor werden in 2016 nicht ausreichen.

Interessant ist Frage der CDU CSU Politiker (Ilse Aigner, Carsten Linnemann, Mike Mohring) „Was hält unser Land künftig zusammen?“ Es werden Probleme aufgelistet, aber mögliche und notwendige Entscheidungen werden bewusst vermieden. Kein Wort zu einem Einwanderungsgesetz aber von Belastungsgrenzen, die nicht näher beschrieben werden, damit werden indirekt Vorurteile heraufbeschwören, das Gegenteil einer Willkommenskultur.

Wir alle müssen aufpassen, dass die Parteien sich nicht auf Kosten der Flüchtlinge profilieren mit der Ansprache an niedrige Instinkte, wie „das Boot ist voll“,"Belastungsgrenzen", "nicht das Sozialamt der Welt" oder "Angst ums Abendland". Daraus wird in anderen EU-Staaten: Keine oder nur Christen aufnehmen.

Den Steigbügelhaltern des Rechtspopulismus bei uns, wie Pegida, Pro NRW, AfD etc. müssen wir, neben unserer Hilfsbereitschaft, Paroli bieten. Der Antisemitismus von einst, darf nicht in antimuslimische Ressentiments ein Auferstehen erfahren.

Nutzen wir die Zeit jetzt dagegen zu steuern. Die Sprachlosigkeit der Politiker muss ein Ende haben. Wir brauchen ein Einwanderungsgesetz zum Schutze unserer Zukunft mit der Hilfe der Migranten.
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3 Kommentare
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Dieter Neumann aus Hagen | 08.09.2015 | 14:47  
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Reinhard Gebauer aus Oberhausen | 08.09.2015 | 15:11  
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Siegfried Räbiger aus Oberhausen | 08.09.2015 | 17:06  
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