Gleiche Bezahlung

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„Gleiches Geld für gleichwertige Arbeit!“ – so lautet die Forderung für den Equal Pay Day am 18. März. Frauen müssen bis zu diesem Datum arbeiten, um das durchschnittliche Jahreseinkommen zu verdienen, dass Männer bereits zum 31. Dezember des Vorjahres erreicht haben.



Vor dem „10. Equal Pay Day“ am 18. März fordern Georgis Schmidt und Ulrike Willing-Spielmann dazu auf, sich auch persönlich couragiert dafür einzusetzen, dass Frauen für ihre Leistung bei der Arbeit den gleichen Lohn wie Männer erhalten. Aktuell, so Schmidt, liege der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Frauen in Deutschland um 21 Prozent niedriger als der von Männern. Willing-Spielmann, die stellvertretende Vorsitzende der Oberhausener Frauen-Union, fordert deshalb dazu auf: „Machen sie mit, reden sie mit ihren Kolleginnen und Kollegen, beteiligen sie sich an Kampagnen von Gewerkschaften und kirchlichen Arbeitnehmerverbänden. Wir müssen dicke Bretter bohren, um unser Ziel des gleichen Lohnes erreichen zu können.“
Die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern hat sich in den vergangenen zehn Jahren nur um wenige Prozentpunkte verringert. Einen großen Fortschritt erkennen Schmidt und Willing-Spielmann allerdings darin, dass das Bundeskabinett Anfang Januar 2017 einen Gesetzesentwurf für mehr Entgelttransparenz verabschiedet hat. „Transparente Gehälter schaffen Augenhöhe“, so Willing-Spielmann, die anfügt: „Für Frauen und Männer und für unsere Wirtschaft insgesamt bringen Gleichberechtigung und faire Löhne nur Vorteile. Chancengleichheit stärkt die Zukunftsfähigkeit Deutschlands.“

Gleiche Besoldung im Schuldienst

Für die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) NRW Anlass, ihre Forderung „gleiche Besoldung für gleichwertige Arbeit“ für die Beschäftigten im Schuldienst zu bekräftigen und ihre Kampagne „JA13 – weil Grundschullehrerinnen es verdienen“ fortzusetzen.
„Nach wie vor lautet ein ungeschriebenes Gesetz in der Besoldung der Lehrämter „Kleine Kinder - kleines Geld, große Kinder - großes Geld“. Dort, wo besonders viele Frauen arbeiten, wie an den Grundschulen, werden sie niedriger besoldet. Damit muss Schluss sein. Wir wollen die Gehaltslücke schließen. Deshalb fordert die GEW eine Besoldung nach A 13Z für alle Lehrkräfte“, erklärte Beate Wilcken, Mitglied des Leitungsteams der GEW in Oberhausen anlässlich des Equal Pay Day.
Die Kampagne „JA13“ gilt nicht nur für Grundschullehrkräfte, sondern für Beamte und tarifbeschäftigte Lehrkräfte aller Schulformen, weil sich die ungleiche Besoldung nicht nur auf die Grundschulen, sondern auf alle Lehrkräfte in der Sekundarstufe I der anderen Schulformen erstreckt. Hier liegt das Einstiegsgehalt nach Berechnungen der GEW etwa 600 Euro unter dem Gehalt der Kollegen an Gymnasien und Berufskollegs.
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