Gute Konjunkturlage

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Die Industrie erfährt ihre Hauptimpulse aus dem Auslandsgeschäft. Foto: Jörg Vorholt

Die Unternehmen im Bezirk der IHK zu Essen melden eine gute Konjunkturlage. Knapp drei von zehn Unternehmen in den Städten Essen, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen bewerten die aktuelle geschäftliche Lage mit „gut“.

Auch beim Blick in die Zukunft zeigen sich die Unternehmen verhalten optimistisch. Der Konjunkturklimaindex in der MEO-Region klettert daher spürbar um sieben auf nunmehr 111 Punkte nach oben.
„Auch wenn sich einige große Unternehmen gerade in einer angespannten Lage befinden, so stützt die breite Basis des Mittelstandes die wirtschaftliche Entwicklung in der MEO-Region“, erklärt die stellvertrtende IHK-Hauptgeschäftsführerin Veronika Lühl. Treiber der erfreulichen Entwicklung sind vor allem die gute Binnennachfrage, stärkere öffentliche Investitionen und niedrigere Energie- und Rohstoffkosten. Das ist das Ergebnis der Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer zu Essen. Es fließt in den 96. Ruhrlagebericht der fünf Ruhrgebiets-IHKs ein.
Besonders gut zeigt sich die Lage im Dienstleistungssektor. Dieser setzt seine insgesamt positive Entwicklung fort. Ein Drittel der befragten Unternehmen beurteilt die allgemeine Geschäftslage zum Jahresbeginn 2016 als gut. Nur jeder Elfte gibt ein negatives Urteil ab. Auch ihre Rolle als Jobmotor kann die Dienstleistungswirtschaft bewahren: Während zwei Drittel die Belegschaften konstant halten werden, planen 22 Prozent mit wachsenden Mitarbeiterzahlen.

Erfreuliche Lage beim Handel


Die Geschäftslage des Handels stellt sich zu Jahresbeginn als erfreulich dar. So legte der Anteil der Händler, die über eine gute Geschäftslage berichten, mit aktuell 32 Prozent gegenüber dem Herbst um knapp zehn Prozentpunkte zu. Dabei rechnet der Handel insgesamt mit einer deutlich anziehenden Investitionsneigung (36 Prozent). Dies ist der größte Anteil in den letzten fünf Jahren.
Bei den Industriebetrieben zeigt sich eine eher durchwachsene Stimmung: 22 Prozent sind mit der derzeitigen Lage zufrieden. Mit 20 Prozent beurteilt ein etwa gleich großer Anteil seine Situation als schlecht. Bei der Benennung der Unsicherheitsfaktoren haben die Arbeitskosten in den letzten Jahren deutlich zugenommen. „Die Arbeitskosten stellen für die Industriebetriebe aktuell den Risikofaktor Nr. 1 dar. Gerade für die im internationalen Wettbewerb stehenden Unternehmen ist dies ein deutliches Problem“, stellt Lühl fest.
Denn: Die Hauptimpulse der Industrie kommen derzeit nicht aus dem Heimatmarkt, sondern aus dem Auslandsgeschäft. Trotz einer abnehmenden Dynamik werde sich der Export in den nächsten Monaten positiv entwickeln.
Der nachlassende Schwung könne laut IHK unter anderem mit einer langsamer wachsenden Wirtschaft Chinas und der Schwäche einiger Schwellenländer erklärt werden. Stabilisierend wirke dagegen die Entwicklung im Euroraum. „Dieser ist mit Abstand die wichtigste Zielregion für die Unternehmen aus der MEO-Region. Fast zwei Drittel der Unternehmen, die im Ausland investieren, planen dies in der Eurozone vorzunehmen“, so die stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführerin.
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