Kehrtwende bei der Unterbringung von Flüchtlingen dringend notwendig

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Niema Movassat (MdB, DIE LINKE)
Zu den katastrophalen Zuständen im Flüchtlingswohnheim an der Weierstraße erklärt der Oberhausener Bundestagsabgeordnete Niema Movassat (DIE LINKE):

„Die von der Ratsfraktion DIE LINKE.LISTE beschriebenen Zustände und Fotos machen mich fassungslos. Dass die Stadt in den Wohnunterkünften keine ordnungsgemäßen hygienischen Bedingungen gewährleisten kann, ist beschämend. Die Stadtspitze hat bei ihrer gesetzlichen Vorgabe nach menschenwürdiger Unterbringung von Flüchtlingen eindeutig versagt. Rot-Grün und nun die Koalitionsgemeinschaft haben es versäumt rechtzeitig die Vorbereitungen für eine humane Unterbringung der Asylsuchenden zu schaffen. Stattdessen hat man bis zur letzten Sekunde gewartet und dann in aller Hast improvisiert, als sich absehen ließ, dass eine größere Anzahl an Flüchtlingen nach Oberhausen kommen wird. Auch die neu aufgestellten Wohncontainer an der Weierstraße verdeutlichen das Dilemma. Diese sind keine menschenwürdige Unterbringung und bezeugen das fehlende Gesamtkonzept für den Umgang mit Flüchtlingen.

Es muss schleunigst eine grundsätzliche Kehrtwende bei der Unterbringung Asylsuchender in Oberhausen geben. Kurzfristig muss die Stadt alle Hebel in Bewegung setzen, um die unhaltbaren Zustände an der Weierstraße auszumerzen. Grundsätzlich ist aber die dezentrale Unterbringung in eigenen Wohnungen verteilt über die Stadt und damit eine möglichst selbstbestimmte Lebensführung und die möglichst weitgehende Eingliederung in den normalen Lebensalltag vor Ort das, was ein wirklich menschenwürdiger und zeitgemäßer Umgang mit Flüchtlingen erfordert.“
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