Keine Entwarnung für das Schutzgebiet Sterkrader Wald – erhebliche Eingriffe in die Natur geplant

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„Die Ausbaupläne des Autobahnkreuzes A2/A3/A516 dürfen nicht zu Lasten der Natur und der Lebensqualität der Anwohner gehen.“ Das war die Forderung von Naturschutzverbänden in Oberhausen, der sich mehr als 4000 Bürger mit ihren Unterschriften angeschlossen haben.

Im Stadtrat wurde am 13.02.2017 beschlossen, dass alle Varianten zum Autobahnausbau neu geprüft werden sollen, um der Sterkrader Wald zu erhalten.
Die Verhandlungen zwischen Bürgerinitiative und Verkehrsministerium in Düsseldorf haben zum Ergebnis die Planung der modifizierten Variante 4, die ökologisch schlechteste aber gleichzeitig die billigste Ausbauvariante.

Die Naturschutzverbände wurden in diese Verhandlungen nicht einbezogen.

Die Modifizierung der Variante 4 bezieht sich vor allem auf den südwestlichen Teil des Kreuzes, dessen Anwohner sich in der Bürgerinitative Dunkelschlag zusammengetan haben und die nun für ihre unmittelbaren Interessen einen Erfolg sehen.

Für das Naturschutzgebiet Sterkrader Wald gibt es leider keine Entwarnung, denn hier sind erhebliche Eingriffe geplant. BUND, NABU und LNU fordern deshalb weiterhin:

• Erhalt des Naturschutz- und Landschaftsschutzgebietes Sterkrader Wald.
• Vor der Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens zum Ausbau des Autobahnkreuzes wird die Verwaltung aufgefordert, in intensiven Verhandlungen mit der Landesstraßenbauverwaltung die Umsetzung der Forderungen nach Umwelt- und Naturschutz zu erreichen. Dazu gehört auch die längst überfällige Errichtung von Lärmschutzmaßnahmen entlang der Autobahn im Bereich von
Schmachtendorf und Königshardt.
• Alle Planungsvarianten müssen in Hinsicht auf einen möglichst geringen Eingriff in Natur und Umwelt neu geprüft werden.
• Kostengesichtspunkte dürfen bei dieser Prüfung nicht im Vordergrund stehen.
• Umwelt- und Naturschutzverbände sind bei diesen Überprüfungen intensiv mit einzubeziehen.
• Alle notwendigen Ausgleichsmaßnahmen und Ersatzpflanzungen müssen auf Oberhausener
Stadtgebiet realisiert werden.

Die gesetzlich anerkannten Naturschutzverbände BUND, NABU und LNU werden weiterhin auf den Schutz des Sterkrader Waldes dringen und ihre Stellungnahmen in das noch bevorstehende Planfeststellungsverfahren einbringen.
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