Nachbarn auf (lange) Zeit

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Oberhausen: Landwehrsporthalle | Seit zwei Monaten sind bis zu 160 männliche Flüchtlinge in der Notunterkunft Landwehrsporthalle untergebracht, von derzeit insgesamt 2.700 in Oberhausen. Wirtschaftszelte stehen auf dem Neubaugebiet Rechenacker. Die Nachbarn wurden gleichsam über Nacht von der zuständigen Abteilung zu einem Informationsgespräch eingeladen. Ca. 50 Bürger nahmen das kurzfristige Angebot an. Vielleicht fanden andere den Weg in den Rechenacker durch die fehlerhafte Ankündigung nicht.

Der zuständige Referatsleiter, Bereich 3-2 Soziales, Herr Bohnes begrüßte zur knapp zweistündigen Versammlung. Die Veranstaltung war für Eingeladene und Einlader informativ, zeigte aber auch die beiderseitige Hilflosigkeit auf.

Der Lärm der provisorischen Heizung ist mehrere hundert Meter weit zu hören und stört bereits jetzt die Nachtruhe. Eine direkte Anbindung an das nebenstehende Pellet Heizkraftwerk würde den Lärm unterbinden und wäre kostensparender. Die Anregung der Bürger war den Verantwortlichen scheinbar noch nicht in den Sinn gekommen.

Statt auf die fehlenden Sozialarbeiter zu warten, sollte das Budget dem Betreiber DRK Objektgebunden auf Nachweis übergeben werden. So kann vielleicht verhindert werden, dass der engagierte Leiter vor Ort wegen Überlastung ausfällt.

Es ist zu hoffen, dass der persönliche Referent des Oberbürgermeisters die Verbesserungen anstoßen kann. Ob die Verwaltung zukünftig mehr Transparenz, Offenheit und frühzeitige Information zeigt, bleibt abzuwarten.

Die Flüchtlinge werden uns über Jahre erhalten bleiben. Das notwendige Vordenken eines vorsichtigen Kaufmannes kann / muss von Herrn Schranz nun eingefordert werden.
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