Neue Nutzung für HDO und Gartendom

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Die Unterzeichnung der Absichtserklärung am Montag. Foto: OGM

Im November 2013 wurden die ersten Gespräche zwischen der OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH und der Berufsförderungswerk der Bauindustrie NRW gGmbH (BFW gGmbH) zum möglichen Erwerb der beiden Osterfelder Immobilien HDO und Gartendom geführt. Auf der diesjährigen internationalen Immobilien Messe „EXPO Real“ in München wurden die Gespräche am Stand der Metropole Ruhr erfolgreich fortgesetzt.

Die OGM und die BFW gGmbH bekundeten dort ihre geschäftlichen Absichten und verständigten sich auf eine schriftlich verfasste Absichtserklärung, den sogenannten „Letter of Intent“.
Die BFW gGmbH, Tochtergesellschaft des Bauindustrieverbandes Nordrhein-Westfalen, ist eine gemeinnützige Einrichtung für die überbetriebliche Ausbildung von Auszubildenden und der Weiterbildung in den Bauberufen. Sie betreibt zurzeit drei Ausbildungszentren in Essen, Hamm und Kerpen.
Das Ausbildungszentrum am Standort in Essen befindet sich seit rund 90 Jahren in Essen-Borbeck. Rund 200 Berufsanfänger pro Ausbildungsjahr werden dort während ihrer dreijährigen Ausbildung bis zu 37 Wochen ausgebildet, in einem Gästehaus untergebracht und durch die eigene Großküche verpflegt. Auch aufgrund des Alters wäre eine Komplettertüchtigung der Immobilie erforderlich, die dem heutigen Bedarf und den Anforderungen an einen zeitgemäßen Ausbildungsstandard gerecht werden würde.
„Eine Vorstudie zur grundsätzlichen Eignung des HDO- und Gartendomgeländes durch einen externen Sachverständigen hat ergeben, dass diese Immobilie durch entsprechende Anpassungs- und Ertüchtigungsmaßnahmen unseren zukünftigen Bedarf hinsichtlich Funk­tionalität, Qualität und Ansprüche an die Lage optimal erfüllen kann“, so Dr.-Ing. Bernd Garstka, Geschäftsführer der BFW gGmbH, zur Entscheidung für die Flächen in Osterfeld.
Dr. Garstka weiter: „Insbesondere die gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln und die Lage des Standortes, die aufgrund der Internatsunterbringung des überwiegenden Anteils der Auszubildenden auch die Bedürfnisse einer angemessenen Freizeitgestaltung erfüllt, sprechen für Oberhausen.“
„Der Rat der Stadt Oberhausen hatte im September 2013 ausdrücklich den, zu diesem Zeitpunkt, möglich gewordenen Ankauf des HDO und des Gartendoms durch die OGM begrüßt“, erinnert Oberbürgermeister Klaus Wehling „und somit eine richtungsweisende Entscheidung für den jetzt anstehenden Verkauf der Immobilien getroffen.“
„Mit dem Verkauf der Immobilien HDO und Gartendom an der Vestischen Straße in Osterfeld an die Berufsförderungswerk der Bauindustrie NRW gGmbH und dem, an dieser Stelle entstehenden Ausbildungszentrum, wird langfristig und nachhaltig in die traditionellen Säulen der Ausbildungsberufe im Bauhandwerk investiert. Diese Investition ist ein absoluter Gewinn für Osterfeld und die Stadt Oberhausen“, Wehling weiter.
„Wir hatten bewusst darauf verzichtet, das HDO abzureißen. Wir wollten immer einen Investor für beide Immobilien, also für den Gartendom und das HDO, finden. Und wir haben auch immer signalisiert, dass wir den Bauindustrieverband mit offenen Armen empfangen würden. Dieser Plan ist bislang voll aufgegangen“, so die OGM Geschäftsführer Horst Kalthoff und Hartmut Schmidt.

Belebung für den Ortsteil


„Wir haben, nicht ohne vorher genau über Chancen und Risiken nachgedacht zu haben, vor zwei Jahren die beiden Problemimmobilien HDO und Gartendom gekauft“, fasst der OGM Aufsichtsratsvorsitzende Stefan Zimkeit zusammen. Unsere Absicht war es, die beiden Immobilien, über einen Eigentümerwechsel, auf dem Immobilienmarkt wieder ins Gespräch zu bringen. Das ist uns gelungen. Mit dem Bauindustrieverband NRW haben wir einen zuverlässigen Investor gefunden, der mit dem Bau des Ausbildungszentrums dazu beiträgt, dass junge Menschen nach Oberhausen Osterfeld kommen und den Stadtteil beleben werden“, erläutert Zimkeit abschließend.
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