Podiumsdiskussion: Von RWE-Aktien zum Mieterstrom

Wann? 14.09.2016 19:00 Uhr

Wo? Bernaduskapelle, Dorstener Str. 188A, 46145 Oberhausen DE
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Oberhausen: Bernaduskapelle | Wann: Mittwoch, 14.09.2016 um 19.00 Uhr
Wo: Bernardus-Kapelle, Dorstener Str. 188A, 46145 Oberhausen
Mit:
- Bärbel Höhn, MdB (Bündnis 90 / Die Grünen)
- Klaus Mindrup, MdB (SPD)
- Sabine Lauxen (Beigeordnete Dez. Umwelt, Gesundheit, ökologische Stadtentwicklung und –planung)
- Peter Loef (BürgerEnergieGenossenschaft Ruhr-West)
Moderation: Norbert Axt (Vorsitzender des Oberhausener Umweltausschusses)

RWE, Mieterstrom und Klimaschutz: Wie hängen diese Punkte zusammen?

Fakt ist: RWE ist in großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Durch ihr Festhalten an der in Groß-kraftwerken produzierten Energie mit fossilen und atomaren Brennstoffen scheint es so, dass RWE die Zeichen der Zeit verschlafen hat. Sichtbares Zeichen sind die Verluste des Konzerns, deren Aktien sich mittlerweile zu einer Risikokapitalanlage entwickeln haben. Und die Prognosen sind düster. Unkalkulierbare Risiken - Stichwort Kosten des Atomausstieges, Folgekosten des Braun¬kohleabbaus und hohe Pensionslasten – lassen kaum eine positive Prognose zu.

Die Stadt Oberhausen wird sich daher konkret fragen müssen, ob sie sich nun schnellstens von ihrem Aktienpaket trennt. Das bisherige Argument, die ausgezahlten Dividenden auf die Aktien, trage zur Finanzierung des Nahverkehrsunternehmen STOAG bei, wird nicht mehr ziehen. Erstmals wurden keine Dividenden ausgezahlt und in vielen Städten wird diskutiert, die Aktien zu verkaufen.
Auf dem Klimagipfel in Paris haben sich die Industrieländer völkerrechtlich verpflichtet, ihre klima-schädlichen Emissionen bis 2050 auf fast „Null“ zu reduzieren.
Bärbel Höhn (MdB, Grüne) wird sich mit den RWE-Perspektiven ausführlich auseinander-setzen.

Was ersetzt die Energiegewinnung in Kohlekraftwerken?

In den letzten Jahren ist die dezentrale Stromerzeugung durch Wind- und Wasserkraft, aber auch durch Fotovoltaikanlagen auf dem Vormarsch. Von der Vergütung des eingespeisten Stroms haben bisher vor allen Eigenheimbesitzer und Eigentümer großer Dachflächen profitiert. Die Novelle des Erneuerbare-Energie-Gesetzes eröffnet eine Möglichkeit, dass Mieter über den direkten Verbrauch der auf den Dächern ihrer Wohnhäuser produzierten Ökostroms durch geringere Kosten profitieren und ihren Beitrag zur Energiewende beitragen können.


Das Zauberwort heißt „MIETERSTROM“

Mit Klaus Mintrup (MdB, SPD) und Peter Loef (Vorstandsvorsitzender der BürgerEnergie-Genossenschaft Ruhr-West, BEG-RW) werden zwei Vertreter praktische Beispiele vorstellen, wie auch Mieter künftig von der Eigenproduktion CO2-freien Stroms profitieren können. Befürworter des Mieterstroms haben erreicht, dass im Frühjahr 2017 eine entsprechende Verordnung erlassen werden soll. Diese gilt es positiv zu gestalten. Peter Loef wird konkrete Projekte aus Mülheim vor¬stellen, wo BürgerInnen durch die Gründung einer Genossenschaft die Produktion und Vermarktung von Strom in die eigene Hand nehmen.
Sabine Lauxen (Oberhausener Bau- und Planungsdezernentin und zuständig für Umwelt und ökologische Stadtentwicklung) schließlich sieht in den neu aufgelegten Stadtentwicklungs-konzepte für Osterfeld und Sterkrade große Chancen für quartiersbezogene Modelle der CO2-freien Stromerzeugung. Mit den Klimaschutzmanagerinnen hat sie die Möglichkeit, Beispiele und Modellvorhaben für eigengenutzte Energieerzeugung zu entwickeln.

Damit schließt sich der Kreis

Bürgerinnen und Bürger können eintreten für den Klimaschutz und gleichzeitig Kosten sparen. Sie leisten damit auch einen Beitrag zur Beschneidung der Macht der Energiekonzerne, die weiterhin kein Interesse an einer ökologisch orientierten, dezentralen Energieerzeugung haben.
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