Protest der Krankenhäuser

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Protest gegen Krankenhausreform.

Oberhausen. Das Katholische Klinikum Oberhausen beteiligte sich jetzt an seinen drei Oberhausener Standorten St. Clemens-Hospital, St. Josef-Hospital und St. Marien-Hospital am bundesweiten Aktionstag der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) gegen die von der Bundesregierung geplante Krankenhausreform.

Um die Ablehnung der Reformpläne zum Ausdruck zu bringen, protestierten Beschäftigte der drei Einrichtungen in einer „Aktiven Mittagspause“. Eine 31-köpfige Delegation aus Oberhausen machte sich auf den Weg nach Berlin, um die zentrale Protestaktion der DKG vor dem Brandenburger Tor zu unterstützen.

Zentraler Protest in Berlin


Über 350 Mitarbeiter des Klinikums setzten an den jeweiligen Standorten im Rahmen der deutschlandweiten Protestaktion ein deutliches Zeichen. „Uns fehlt die Luft zum Atmen. Krankenhausreform: So nicht!“ war auf den Bannern der Mitarbeiter zu lesen. Das Aufsteigen lassen der Luftballons mit der Botschaft „Krankenhausreform - so nicht“ versinnbildlichte die Gefühlslage der Mitarbeiter, die hier symbolisch ihrem Ärger „Luft“ machten. Auch Geschäftsführer Michael Boos griff dieses Bild in seiner Rede im Innenhof des St. Clemens-Hospitals auf: „Wir hängen in der Luft. Die Krankenhäuser verkraften keine weiteren Kürzungen. Das wirkt sich vor allem auf die Beschäftigten und die Patienten aus. Mehr Qualität durch weniger Geld und Personal. Diese Rechnung kann nicht aufgehen.“

Steigender Behandlungsbedarf


Die anhaltend schwierige Lage vieler Krankenhäuser, die hohen Belastungen des Personals, die Personalengpässe vielerorts, Sanierungsstau infolge unzureichender Investitionsmittel und immer weiter steigender Behandlungsbedarf, insbesondere in den Notfallambulanzen – das sind die zentralen Probleme, mit denen Krankenhäuser in Deutschland und auch das Katholische Klinikum in Oberhausen zu kämpfen haben und zu deren Lösung die Krankenhausreform beitragen müsse. „Der Entwurf sieht jedoch weitere Belastungen und Kürzungen vor, anstatt die Finanzierung des Personals in den Krankenhäusern zu sichern“, ärgert sich der Geschäftsführer. Das erzeuge vor allem bei den Beschäftigten zu Recht Unverständnis.
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