Smart Cities im Cyberwar

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Berlin: Bundeskanzleramt |

Versteckt heißt es am 15.9.15 in der Tageszeitung (NRZ/WAZ). „Die zweitägige Kabinettsklausur zur Digitalisierungstechnik wurde wegen der dramatischen Flüchtlingslage abgesagt.“ Was sich hinter den Schlagworten verbirgt, arbeitet Florian Rötzer in 22 Kapiteln verständlich und nachvollziehbar auf. Dieses Buch ist im Westendverlag am 31.08.15 mit 256 Seiten für 14,99 € erschienen. Ein Grundlagenbuch, welches aufzeigt: Wir alle müssen uns schnellstens mit der Materie der bereits allgegenwärtigen Digitalisierung beschäftigen.

Die Vielschichtigkeit erschließt sich allmählich und ist bereits allgegenwärtig. Alle die den Thriller „Black out“ von Elsberg mit dem europäischen Stromausfall durch manipulierte Smartmeters bereits gelesen haben oder durch das Buch darauf hingewiesen werden, erhalten weiteren Einblicke. Es gibt praktisch kein System, das nicht gehackt, gestört, manipuliert und lahmgelegt werden kann. In jedem Haushalt existieren Internet und Smartphones, wir arbeiten nicht nur in Europa in einer total vernetzten (Arbeits-)welt. Florian Rötzer zeigt, wie vielschichtig eine nationale Katastrophe entstehen kann, weil alles miteinander zusammenhängt. Wer kann und darf mit dem Thema umgehen, erinnert sei an Snowden und die Geheimdienste. Mikroelektronik ist eine unverzichtbare Voraussetzung für die Energiewende, Industrie 4.0 und andere intelligente Zukunftslösungen von Smart Home bis zu Smart City. Umso wichtiger ist es, die Mikroelektronik als Basistechnologie Nummer 1 im Rahmen einer europäischen Industriepolitik strategisch zu stärken.

Überall auf der Welt wachsen die Städte und werden zu Megacities, es entstehen dicht vernetzte urbane Korridore. Militärstrategen bereiten sich auf militärische Interventionen in Megacities vor, deren Ausmaße und Komplexität alle Kriegsgebiete in den Schatten stellen, für die Streitkräfte strategisch und technisch gerüstet sind. Wichtiger wird dabei auch zunehmend die Dimension des Cyberwar. Je „smarter“ ein Land oder eine Stadt, je digitaler die Infrastruktur, je größer das Internet der Dinge, je mehr Daten und Prozesse in die Cloud, also in Rechenzentren, ausgelagert werden, desto anfälliger werden sie auch für Cyberangriffe und Cyberwar. Der Krieg erstreckt sich auch auf Staaten.

Der Autor bleibt nicht im theoretischen Raum, er zeigt an konkreten Beispielen der letzten Zeit die Zusammenhänge auf, insbesondere die Gefahr durch militärische und zivile Drohnen. Jedes Kapitel wäre es wert näher untersucht und diskutiert zu werden. Die Fußnoten animieren zur weiteren Recherche, wie das Handbuch der Nato für die Nationale Cybersicherheit aus 2012.

Welchen Preis sind wir bereit zu zahlen. Die Frage auch an die, die zur Zeit nur das Positive der jederzeitigen Informationsverfügbarkeit sehen.
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Heiko Müller aus Dortmund-City | 19.09.2015 | 12:57  
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