Zu Gast: Flüchtlingsbeauftragte bei den GRÜNEN

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v.l.n.r.: Andreas Blanke (GRÜNER Fraktionsvize), Annette Gleibs (Flüchtlingsbeauftragte der Stadt Oberhausen), Steffi Opitz (sozialpol. Sprecherin der GRÜNEN)
Annette Gleibs, die Flüchtlingsbeauftragte der Stadt Oberhausen, besuchte für ein Gespräch am 2. Mai die GRÜNE Ratsfraktion.
„Die Fortschreibung des ‚Handlungskonzepts Flüchtlinge in Oberhausen‘ ist ein Prozess, den wir stetig politisch begleiten“, so Steffi Opitz, sozialpolitische Sprecherin der GRÜNEN. „Da liegt es auf der Hand, dass uns interessiert, wie sich die Arbeit der Flüchtlingsbeauftragten nach dem ersten halben Jahr ihres Antritts gestaltet.“

Anschaulich beschrieb Annette Gleibs der Fraktion ihre Aufgaben, dabei ließ sie erkennen, welche viel Zeit in Anspruch nehmen und für welche bisher weniger übrigblieb.
„Ich bin unter anderen die zentrale Ansprechpartnerin für externe und interne Belange, so dass bei mir beispielsweise etliche Rechtsfragen ankommen, die Menschen stellen, die mit Geflüchteten zu tun haben. Auch Bürgerbeschwerden gehören dazu – glücklicherweise gab es bisher davon nicht allzu viele.“ Insgesamt stellt sie fest, dass die Stadtgesellschaft ein großes Informationsbedürfnis zum Themenfeld Flüchtlinge hat; ein schönes Zeichen für ein hohes Engagement.
Aktuell liegt ihr Arbeitsschwerpunkt bei der Klärung von bestehenden beziehungsweise benötigten Bedarfen, Einsatzfeldern und Projekten. Die für sie anstehende Konzeption zum Gewaltschutz für Geflüchtete, welche die GRÜNEN mit der Koalition voranbrachten, begrüßt sie, nicht zuletzt da diese in Oberhausen eher präventiven, denn deeskalierenden Charakter hat.

Die Flüchtlingsbeauftragte machte auch auf die Notwendigkeit der Alltagsbegleitung von Geflüchteten, die in privaten Wohnraum leben, aufmerksam. Dies gelänge gut durch Patenschaften, die in Oberhausen allerdings noch anwachsen sollten. „Wir setzen uns für die Initiierung einer Kampagne ein, die darauf abzielt“, erklärt Fraktionsvize Andreas Blanke. „Zur Integration gehört Kommunikation. Wenn diese in einem zwischenmenschlich freundlichen Klima stattfindet, umso besser.“

Steffi Opitz betont, dass der Fraktion daran gelegen ist, durch intensive inhaltliche Kooperation mit der Flüchtlingsbeauftragten das Handlungskonzept für Flüchtlinge voranzubringen und fortzuschreiben. Dazu gehört für die Sozialpolitikerin auch die Klärung, wie in Oberhausen Geflüchtete, die sich noch im Asylverfahren befinden, in die Arbeitswelt integriert werden. „Es ist gut, dass nun Gemeinwohlarbeit Geflüchteten angeboten wird. Uns ist aber wichtig, dass sich diese nicht auf die Reinigung der Unterkünfte begrenzen soll. Daher sehen wir, die zurzeit noch in Prüfung befindliche Einbindung von Trägern als unerlässlich.“ Das sei ein praktischer Ansatz, geflüchtete Menschen freiwillig in Beschäftigung zu bringen.
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