Chemikeulen Südfrüchte

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Nach Anfassen von Bananen die Hände waschen! Die Schalen konventionell angebauter Bananen enthalten viele Pestizide, ergab ein Test. Bananen mit Bio-Labels schnitten gut ab.  Bananen gelten als die Chemiekeulen unter den Lebensmitteln.

Wir Deutschen sind Europameister im Bananen essen: Im Schnitt "verputzt" jeder gut 100 Bananen im Jahr, das sind zwölf Kilo. «Öko-Test» bestätigt im neuesten Heft, nachdem Bananen von 22 Anbietern auf 600 verschiedene Pflanzenschutzmittel getestet wurden, Bananen sind eine Chemikeule. Wenig überraschend fanden die Tester in allen Bananen aus konventionellem Anbau Pestizide.

«Sehr gut» nur für Bio-Ware
«Sehr Gut» oder «Gut» abgeschnitten haben nur die zwölf Bio-Produkte verschiedener Marken, die fast alle frei von Rückständen waren. Die Testnote «Sehr Gut» wurde für die Bio-Bananen von fünf Anbietern vergeben, darunter auch solche von Discounter-Ketten. Die bekannte «Chiquita-Banane» schnitt wegen erhöhter Pestizidbelastung mit «Mangelhaft» ab, drei Proben erhielten gar ein «Ungenügend».

In fast allen konventionellen Produkten wurde wenigstens eines der Pestizide Imazalil und Bifenthrin gefunden, die laut «Öko-Test» nach dem europäischen Gefahrenstoffrecht als möglicherweise krebserregend gelten.

Das meiste Gift vermutlich in der Schale
Da die Bananen mit Schale getestet wurden, befände sich ein «vermutlich ein erheblicher Teil der Pestizide in und auf der Schale», schreiben die Autoren.
Von Verbraucherzentralen wird daher empfohlen, behandelte Früchte wie Orangen, Zitronen und Bananen zu schälen und die Schale auch nicht als Dekoration für Lebensmittel nutzen.
  
Ganzen Test lesen:
«22 Bananenmarken im Test», Öko-Test 01/2018 (kostenpflichtig)
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