Die gute Form - Kreative Nachwuchstischler

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Drei der vier Preisträger, Lukas Geiger fehlte: Johannes Roder, Patrick Ebert und Oliver Hopp (v.l.). Foto: Carsten Walden
 

Oberhausen. Der Gestaltungswettbewerb „Die gute Form“ fördert Design-Ideen. Das Zusammentreffen von handwerklicher und gestalterischer Spitzenleistung demonstrieren junge Gesellen des Tischlerhandwerks aus den Städten Oberhausen und Mülheim an der Ruhr. Kreative Tischlerarbeiten stehen im Mittelpunkt einer Ausstellung, die noch bis zum 20. Juli in der Hauptstelle der Stadtsparkasse Oberhausen auf der Marktstraße 97 in der City von Alt-Oberhausen zu sehen ist.

Anlass der Ausstellung ist der Designwettbewerb „Die Gute Form – Tischler gestalten ihr Gesellenstück“, den die Tischler-Innung Oberhausen-Mülheim an der Ruhr durchführt.
Die Arbeiten, erstellt im Rahmen der diesjährigen Gesellenprüfung, wurden zuvor von einer fachkundigen Jury unter die Lupe genommen und mit besonderen Preisen für die besten Stücke prämiert. Dabei stand dieses Mal im Gegensatz zur Gesellenprüfung jedoch nicht mehr die Frage nach den handwerklichen Fertigkeiten im Vordergrund, sondern die Gestaltung und Formgebung.
Der Wettbewerb zählt für das Oberhausener und Mülheimer Tischlerhandwerk zu den Höhepunkten des Jahres und trägt der großen Bedeutung der Formgebung in diesem Handwerkszweig Rechnung. Ziel ist es, bei den angehenden Tischler-Gesellinnen und Tischler-Gesellen schon während der Ausbildungszeit Phantasie und Gestaltungskraft anzuregen und die Herstellung gut gestalteter Gesellenstücke zu fördern.
Geboren wurde die Idee zu diesem Wettbewerb vor rund 30 Jahren von einigen Gestaltungsfachleuten des nordrhein-westfälischen Tischlerhandwerks. Ihrer Initiative ist es zu verdanken, dass zeitgemäßes Design – im Tischlerhandwerk traditionell stark verankert – in der Ausbildung eines qualifizierten Nachwuchses einen besonderen Stellenwert erhalten hat. Nicht zu vergessen ist jedoch auch, dass der vom Landesinnungsverband geförderte Wettbewerb inzwischen hohe öffentliche Beachtung gefunden hat. Dies gilt für Oberhausen und Mülheim an der Ruhr ebenso wie für ganz Nordrhein-Westfalen.

Landeswettbewerb im November

Der Innungssieger qualifiziert sich für den Ende November stattfindenden Landeswettbewerb, an dem die ersten Preisträger aller nordrhein-westfälischen Tischlerinnungen, die parallel zur Gesellenprüfung den Wettbewerb „Die Gute Form“ durchgeführt haben, teilnehmen werden. Die Zahl der Innungen, die nach eigenem Ermessen den Wettbewerb veranstalten, hat dabei im Laufe der Jahre ständig zugenommen.
Neben den Urkunden wird den ersten drei Preisträgern jeweils, nach der Platzierung gestaffelt, ein Geldpreis überreicht. Außerdem können von der Jury weitere Belobigungen ausgesprochen werden. Darüber hinaus werden auch die Ausbildungsbetriebe der Preisträger für ihre Anstrengungen um eine ansprechende und zeitgemäße Form und Gestalt geehrt.
Die Preisträger 2017 lauten wie folgt:
1. Platz: Patrick Ebert, Backgammonkoffer Nußbaum, Ausbildungsbetrieb Schreinerei Uwe Kempkes, Oberhausen;
2. Platz: Lukas Geiger, Barschrank Eiche massiv, Ausbildungsbetrieb Tischlerei Mombour, Mülheim an der Ruhr;
3. Platz: Oliver Hopp, Sideboard Eiche mit Graseinlagen, Ausbildungsbetrieb Schreinerei Uwe Kempkes, Oberhausen;
Belobigung: Johannes Roder, Vitrine Eiche, Ausbildungsbetrieb Schreinerei Rother, Oberhausen.
Im Rahmen des Wettbewerbs lobt die Firma Carl Osmann GmbH einen Sonderpreis aus, der ebenfalls an Patrick Ebert ging.
Die Ehrung der Preisträger wurde vorgenommen vom Obermeister der Tischler-Innung Oberhausen, Gerd-Hermann Mombour.
Die Bewertungskommission bildete in diesem Jahr Elia Albrecht-Mainz, Oberhausen Bürgermeisterin; Margarete Wietelmann, Mülheim an der Ruhr Bürgermeisterin; Bernhard Uppenkamp, Oberhausen Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Oberhausen; Jürgen Fischer, Oberhausen Inhaber der Firma Carl Osmann GmbH; Benjamin Schaff, Mülheim an der Ruhr Tischlermeister, sowie Michael Dahms, Oberhausen, Architekt.
Fotos: Carsten Walden
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