Elektroschrott fachgerecht entsorgen

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Seit zehn Jahren dürfen Verbraucher ausgediente Elektrogeräte nicht mehr in den Hausmüll werfen. Foto: WBO

Jedes Jahr werden große Mengen an Elektroschrott produziert. Die Zahl steigt stetig. 2014 kamen nach einer Untersuchung der United Nations University weltweit 41,8 Millionen Tonnen zusammen, davon 1,8 Millionen Tonnen in Deutschland und davon wiederum 1421 Tonnen, die die WBO in Oberhausen registrierte. Das entspricht deutschlandweit einer Pro-Kopf-Quote von 21,7 Kilo.

In Oberhausen waren es 2014 weit unter dem Bundesdurchschnitt 6,79 Kilogramm pro Einwohner – Tendenz steigend. So sammelte die WBO im vergangenen Jahr insgesamt 1523 Tonnen Elektroschrott in unserer Stadt oder 7,22 Kilogramm pro Einwohner.
Nach Expertenangaben stellt Elektroschrott den am schnellsten wachsenden der weltweiten Müllströme und somit ein rasant wachsendes Problem dar. Experten gehen davon aus, dass die weltweiten Zahlen in den nächsten Jahren weiter ansteigen. Als Ursache nennt eine Studie der Vereinten Nationen die immer schnellere technische Entwicklung und eine damit sinkende Lebensspanne elektrischer Geräte.
Mit der steigenden Zahl an Elektroschrott gewinnt die Diskussion um eine fachgerechte Entsorgung an Aufmerksamkeit. Seit zehn Jahren dürfen Verbraucher ausgediente Elektrogeräte nicht mehr in den Hausmüll werfen. Trotzdem landen dort vor allem oft noch kleinere Gegenstände wie USB-Sticks, elektrische Zahnbürsten oder Lampen.

Blei und Quecksilber


Dass Altgeräte aber nicht einfach im Restmüll landen dürfen, hat gute Gründe. Bei der Herstellung von Elektrogeräten werden Schadstoffe wie Blei und Quecksilber verwendet, wodurch auch beim Ausschlachten der Altgeräte giftige Dämpfe und Staubpartikel freigesetzt werden, die der Umwelt und der Gesundheit schaden und Nieren- und Leberschäden hervorrufen oder die geistige Entwicklung beeinträchtigen können.
Allerdings befinden sich auch wertvolle Rohstoffe wie Kupfer, Aluminium oder Gold in den Altgeräten, die geborgen und wiederverwendet werden können. Handys zum Beispiel sind wahre Schatzkästchen, die Gold, Silber, Kupfer, Aluminium, Iridium und Germanium enthalten.

Hier können Altgeräte entsorgt werden


Um das Austreten der Schadstoffe zu vermeiden und möglichst viele dieser Rohstoffe zu recyceln, gibt es verschiedene Anlaufstellen, die Altgeräte entgegennehmen oder bei den Bürgern zu Hause einsammeln. Dazu zählen in Oberhausen für die Annahme von Großgeräten die Wirtschaftsbetriebe mit ihrem Wertstoffhof auf der Buschhausener Straße und dem Sperrmüll (telefonisch anfragbar unter 8256000).
Kleingeräte nimmt die WBO ebenfalls am Wertstoffhof wie auch am Schadstoffmobil an (Infos zu Terminen/Standorten unter: http://www.wbo-online.de ). Die Abgabe ist für Privatleute kostenlos.
Seit kurzem sind zusätzlich auch alle Elektrohändler ab einer Verkaufsfläche von 400 Quadratmetern verpflichtet, kostenfrei kleine Altgeräte, wie Handys, Bügeleisen oder Toaster, entgegen zu nehmen. Als Kleingeräte gelten dabei alle Elektrogeräte mit einer Kantenlänge von maximal 25 Zentimetern.
Beim Neukauf größerer Geräte müssen Händler nach dem 1:1-Prinzip ebenfalls die Altgeräte zurücknehmen.
Alle von der WBO eingesammelten oder angenommenen Altelektrogeräte werden in zertifizierten, von der EAR (Elektro-Altgeräte Register) genehmigten Anlagen behandelt. Das heißt, sie werden je nach Gerät entweder händisch oder aber maschinell in Einzelteile zerlegt, so dass Rohstoffe gewonnen und damit in den Kreislauf der Wiederverwertung gebracht werden können. „So können mehr Rohstoffe recycelt und die Umwelt geschont werden“, stellt WBO-Geschäftsführerin Maria Guthoff abschließend fest.
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Harald Traud aus Oberhausen | 08.12.2016 | 19:33  
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