Giftköder am Biotop

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Maja

Hundebesitzer, die mit ihren Lieblingen am Biotop in der Nähe des Ruhrparks in Alstaden in Oberhausen spazieren gehen, sollten in der nächsten Zeit höchste Wachsamkeit und Vorsicht walten lassen - oder noch besser: ihre Tiere zumindest vorübergehend an die Leine nehmen und darauf achten, dass die Tiere nichts vom Boden fressen. Es sind offenbar Giftköder ausgelegt worden.

WA-Leserin Petra Strücker informierte die Redaktion als betroffene Hundebesitzerin. Aber um das Ergebnis vorweg zu nehmen: dem vier Monate alten Schäferhundwelpen Maja, der einen Teil eines Giftköders gefressen hat, ging es zumindest am Tag des Anrufes den Umständen entsprechend gut. Doch das ist nur der schnellen Reaktion seines Frauchens zu verdanken. Petra Strücker und ihre drei Töchter haben gesehen, wie Maja mit einer Frikadelle im Maul aus dem Schilf gestürmt kam, die mit kleinen blauen Körnern versetzt war.

Brechmittel per Spritze


Wie sich später herausstellte, war es Schneckenkorn. Die erste Reaktion der Familie war, dem Hund seine Beute zu entreißen. Das gelang auch größten Teils. Wie viel Maja allerdings schon geschluckt hatte, das wussten die Besitzer nicht. Der junge Schäferhund ist dann sofort in die Tierklinik nach Duisburg transportiert worden, wo ihm mittels einer Spritze ein Brechmittel verabreicht worden war, der dann auch den Rest des Köders wieder aus dem Magen beförderte. Jetzt ist Maja wieder zuhause, muss jedoch alle zwei Stunden ein Medikament einnehmen und mindestens 48 Stunden beobachtet werden.
Für Familie Strücker und gerade die drei Töchter war das Erlebnis ein schwerer Schock: „Endlich“, so Petra Strücker, „waren wir mal alle zusammen und wollten einen gemeinsamen Spaziergang unternehmen. Es war so schön, bis der Hund die Frikadelle fand. Wer macht so was?“
Petra Strücker hatte zumindest darüber nachgedacht, bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten, wegen Tierquälerei und wegen Vergehens gegen das Tierschutzgesetz. Weitere Fälle dieser Art, auch aus anderen Teilen des Stadtgebietes sind der Polizei allerdings bisher nicht bekannt. von Karin Dubbert
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