Tag der Pflege

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Vorurteile gegen Pflegeberufe abbauen und für die Tätigkeit werben, das war das Ziel der Veranstaltung „Berufserkundung – Tag der Pflege“, zu der die Initiative Pflegeberufe Oberhausen (IPO) rund 250 Schüler in die Stadtteilbibliothek Sterkrade eingeladen hatte.

Vorgestellt wurden die Gesundheitsberufe Kranken- und Altenpfleger. An den verschiedensten Stationen, die in der Bibliothek an der Wilhelmstraße aufgebaut worden waren, wurde den jungen Menschen das Berufsfeld, mithilfe von Praxisübungen, vorgestellt.
Der Umgang mit Hilfsmitteln (zum Beispiel Rollstühle), Reanimationsübungen, Blutdruckmessungen und Rollenspiele zum Thema Demenz wurden zur Veranschaulichung des Berufes für die Schüler durchgeführt. Angeleitet durch Auszubildende, die bereits eine Lehre in einem pflegerischen Beruf angetreten haben, durften die Schüler der verschiedensten weiterführenden Schulen selbst an den Übungen teilnehmen. Vorträge über den Beruf und Aufstiegschancen in dieser Branche rundeten das Informationsangebot an diesem Tag ab. Pflegeschülerin Celina Schlee, die an diesem Morgen als Scout für die Schüler im Einsatz war, schwärmte geradezu von ihrer Ausbildung: „Der Kontakt zu den Menschen gefällt mir sehr an meinem Beruf. Zudem ist es auf der Krankenpflegeschule in Duisburg super. Unsere Lehrer sind total sozial eingestellt. So etwas wie bei uns findet man sicherlich nirgendwo sonst.“

Aufstiegschancen im Beruf


Und auch Schülerin Ilayda (15), die sich an diesem Morgen über den Beruf informiert, ist von der Veranstaltung angetan: „Kinderkrankenschwester ist mein Berufswunsch. Die vielen Informationen werde ich mit nach Hause nehmen.“
Informationstage wie dieser seien allerdings auch notwendig. Denn der Bedarf an Fachkräften sei äußerst hoch. „Aus diesem Grund bewerben wir den Beruf seit dem Jahr 2012 sehr stark. Aufgrund der Werbung können wir jetzt 25 Prozent mehr Auszubildende verzeichnen.
Doch Pflegeberufe haben nach wie vor ein schlechtes Image“, erklärt Nese Özcelik vom Oberhausener Büro für Chancengleichheit. Vorurteile über einen zu geringen Verdienst oder unregelmäßige Arbeitszeiten würden junge Menschen häufig davon abhalten, einen Pflegeberuf zu ergreifen. „Das stimmt so nicht. In Vollzeit liegt der Verdienst in der Pflege in der oberen Skala und auch die Arbeitszeiten lassen sich gut planen“, so Özcelik weiter.

Sehr gute Jobaussichten


Was viele junge Menschen zudem nicht wüssten, sei die Tatsache, dass viele bereits nach der Ausbildung sofort eine Festanstellung bekommen würden. Voraussetzung für den Beruf sei allerdings ein Hauptschulabschluss mit Qualifikation. Wer sich nach der Schulzeit nicht sicher sei, ob ein Beruf in der Pflege das Richtige ist, habe zudem die Möglichkeit, über ein soziales Jahr in die Tätigkeit reinzuschnuppern. „Der Beruf bietet zudem viele Aufstiegschancen. Wer zum Beispiel Pflegewissenschaften studiert, hat zum Beispiel die Möglichkeit, die Leitung eines Altenheimes zu übernehmen“, erklärt Nese Özcelik.
Und wo kann man sich zukünftig über den Beruf des Pflegers informieren? Özcelik: „Unter anderem am 8. Oktober auf der Seniorenmesse im Bero-Einkaufszentrum. Da werden wir mit Infoständen mit von der Partie sein.“
Text: Verena Reimann, Fotos: Rüdiger Marquitan
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