Prinzenkürung von Peter III

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Mehr als 1.000 Besucher waren gekommen, um die Inthronisation Peters III mit zu erleben. Viele Kürungen sind in den vergangenen Jahrzehnten vorgenommen worden - doch die von „Löwenprinz“ Peter Birkhäuser war bestimmt eine der besten.

Seit Samstagabend wissen zumindest die Besucher der Prinzenkürung in der Luise-Albertz-Halle, wie es unter einem Schottenrock aussehen kann. Stephan Brings, Bassist der kölschen Rockband „Brings“ ließ seine rotkarierte Bekleidung per Luftzug nach oben wehen - sehr zur Begeisterung des gesamten Publikums.
Doch das stand eh schon auf den Stühlen. Als Eisbrecher gebucht, spielten die fünf Domstädter ihre bekannten Karnevalshits: „Nur nicht aus Liebe weinen“, „Superjeile Zick“, „Halleluja“ und nicht zuletzt „Denn ich bin nur nekölsche Jung“. Immer begleitet vom textsicheren Chor der versammelten Karnevalsgemeinschaft im Saal.

Brings rocken das Haus


Von Beginn an hatten die Akteure auf der Bühne die Gäste im Griff. Ein kurzweiliges, abwechslungsreiches Programm hielt den Stimmungspegel immer oben. Kein Wunder: Neben „Brings“ trat die kölsche Garde „Seiner Tollität Luftflotte“ auf, blies Trompetenclown Bruce Capusta in sein Instrument, zeigten die Oberhausener Garden im Gemeinschaftstanz einmal mehr ihr Können, nahm Comedy-Star Bernd Stelter das aktuelle Weltgeschehen aufs Korn und entführte ex Big-Brother-Container-Bewohner Jürgen Milski das Publikum musikalisch nach Mallorca.
Selbst im offiziellen Teil, der in der Regel immer etwas müde um die Ecke kommt, war’s in diesem Jahr interessant: Hauptausschusspräsident Heiner Dehorn, der der Tollität Kette, Mütze und - ein Novum - blaue Federn überreichte, bemühte ein wenig die Statistik: Peter Birkhäuser ist der 66. Karnevalsprinz seit Kriegsende, der 53., der in der Luise-Albertz-Halle gekürt worden ist und der 20., den Heiner Dehorn höchstselbst auf den Narrenthron setzte. Soll heißen: Oberhausen blickt auch schon auf eine längere Karnevalstradition zurück.

Prinz strahlt heller als die Scheinwerfer

Überhaupt ist Peter Birkhäuser ein Prinz zum Hinsehen. Sein Prinzenwams strahlte ob der vielen Pailletten und Strasssteine fast heller als die Scheinwerfer im Saal. Seine Paginnen Patricia, Emma und Petra trugen geschmackvolle dunkelblaue Samtkleider mit großen, weißen Kragen und Minister und Hofmarschall kamen in Uniformen ungarischer Husaren daher.
Und auch die Prinzengarde, die Kinder- und Seniorengarde der Styrumer Löwen, waren kostümtechnisch und auch tänzerisch Hingucker. Unter der Leitung ihrer Trainerin Petra Lück haben die Mädchen einen Showtanz einstudiert, der komplett unter das Motto „Löwe“ gestellt worden war. Die prächtigen, oppulenten Showkostüme und die zur Dschungelmusik passende Choreographie sind wirklich sehenswert.

Wieder ein singender Prinz


Fast fünf Stunden dauerte das Spektakel. Und jetzt ist die Zeit gekommen, auf die Peter Birkhäuser so lange gewartet hatte: „Jetzt geht es endlich los!“, freute sich die frischgekürte Tollität. Und sogleich ließ er seine Stimme erklingen.
Denn auch das scheint in Oberhausen seit einiger Zeit Tradition zu sein: Stadtprinzen wollen singen. Doch auch hier ist zu bemerken: Peter gehört stimmlich schon in die obere Kategorie. Fazit: Ein rundherum geglückter Karnevalsauftakt. (von Karin Dubbert)
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