Alstadener Kanuten überzeugen auf den Deutschen Meisterschaften

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Deutsche Meisterschaft für Svenja Hardy- 14jährige lässt Konkurrenz stehen


1 Titel, 3 Dritte sowie eine Reihe weiterer Finalplatzierungen für den AKC Oberhausen

Mit 7 Sportlern und 3 Betreuern nahm der Alstadener Kanu Club an den Deutschen Meisterschaften im Kanurennsport auf der Olympiaregattabahn in München an insgesamt 19 Rennen über Vor-, Zwischen und Endläufe teil. Bei hochsommerlichen Temperaturen von bis zu 34 Grad konnten 1 Deutscher Meistertitel, 3 dritte Plätze sowie in fast allen Rennen eine Finalteilnahme erreicht und die Arbeit des AKC Oberhausen im Kanu- Nachwuchsbereich bestätigt werden.

Erfolgreichste Alstadener Sportlerin war die 14jährige Svenja Hardy. Bereits zu Beginn der Veranstaltung in den 1000m und 500m Einerkajak- Vorläufen zeigte sich, dass hier bei der Medaillenvergabe mitgeredet wird. Im Kanumehrkampf der Schülerinnen AK14 lag Svenja dann nach Abschluss des Athletik-Teils sowie der 100m Sprintstrecke im Kajak auf Rang 3. Im A-Finale des abschließenden 1000m Einerkajaks belegte Svenja dann ebenfalls einen hervorragenden 3. Platz und die Medaille war sicher geglaubt. Die Ernüchterung erreichte die 14jährige dann gut 40 Minuten vor dem 500m Einerkajak-Finale. Durch die Ergebnisse des 1000m Rennens verschoben sich die Platzierungen noch einmal geringfügig- und Svenja lag mit 0,2 Punkten Rückstand auf Rang 4. Nervenstärke bewies die 14jährige dann allerdings, als sie diesen Rückschlag wegsteckte, am Start der 500m Distanz ein Feuerwerk abbrannte, sich über die Streckenlänge behauptete und die Bronzemedaille sicherte. Mit dem Selbstbewusstsein aus der 500m und 1000m Distanz startete Svenja dann in die 2000m Einerkajak- Langstrecke. Hier fuhr die 14jährige dann nach einem schnellen Start kraftsparend auf der Seitenwelle der führenden Sportlerin aus Neubrandenburg. 400m vor dem Ziel setzte sich Svenja dann in einem langgezogenem Schlussspurt ab, dem die Konkurrenz nichts entgegen zu stellen hatte. Sieg und Deutsche Meisterschaft für den AKC Oberhausen.
Überraschend gute Ergebnisse lieferte auch Svenja Juncker in den Rennen der Damen Junioren. In den Mannschaftsbooten des KV NRW im Zweierkajak und Viererkajak über die 200m Strecke eingesetzt, sicherte sich Svenja die Bronzemedaille im Viererkajak. Ein hervorragendes Rennen lieferte die 18jährige im Einerkajak der Damen Junioren über die 1000m Distanz. Nach einem nicht erwarteten 2. Platz im Vorlauf zog Svenja direkt in den Endlauf über die 1000m Strecke ein. Hier erzielte sie einen mehr als achtbaren 7. Platz. Auf der 5000m Langstrecke setzte sich Svenja am Start direkt in die Spitzengruppe des aus rd. 30 Booten bestehenden Feldes. Dem hohen Streckentempo konnte sie jedoch nicht folgen. Im Anschluss an die erste Wende fuhr sich Svenja dann wieder in die aus 7 Booten bestehende Verfolgergruppe hinein und attackierte auf den folgenden 3000m immer wieder, um den Anschluss an die Spitze wieder herzustellen. Diesem hohen Streckentempo musste Svenja dann nach einem starken rennen Tribut zollen und beendete das Rennen im Schlussspurt als 12.

Nach den bisherigen Saisonergebnissen waren in der Klasse der männlichen Jugend Philipp Hardy und Tobias Heuser mit großen Erwartungen in den Wettkampf gestartet. Hier lief zu Beginn auch alles nach Plan. In den Einerkajaks über 1000m wurden die Finals erreicht, in den Mannschaftsbooten die Zwischenläufe bzw. im Viererkajak für den KV NRW direkt das Finale. Am Freitagvormittag begann dann für die beiden Oberhausener ein Wechselbad der Gefühle, als erst Tobias Heuser im Einerkajak und anschließend der Zweierkajak über die 500m Distanz im Zwischenlauf scheiterten. Darauf folgte ein hervorragend gefahrenes 500m Einerkajak- Finale von Philipp Hardy. Nach einem perfekt erwischten Start bei 150m auf Rang 3 liegend musste sich der 16jährige der Konkurrenz jedoch geschlagen geben und beendete das Rennen als 5. . Im 1000m Zweierkajak- Semifinale am Samstagmorgen um 07:48 Uhr überraschten Hardy und Heuser die Konkurrenz dann anscheinend noch im Schlaf und fuhren mit einem Sieg ins Finale ein. Für den Nachmittag standen dann die Finals im Einerkajak über die 1000m, im Zweierkajak über die 1000m und im Viererkajak über die 500m an. Im A-Finale über die 1000m fuhr Tobias Heuser einen guten Start heraus, konnte über die Strecke gut mithalten und belegte abschließend Rang 7. Im B-Finale startete Philipp Hardy lediglich in das Rennen hinein und fuhr dieses dann zugunsten der nachfolgenden Mannschaftsboote nur lang zu Ende. Den Zweierkajak über die 1000m Strecke gingen Heuser und Hardy dann aggressiv an und lagen nach 200m an zweiter Position. Auf der Länge der Strecke mussten sich die beiden Alstadener dann dem hohen Streckentempo der Boote aus Bayern und den ostdeutschen Bundesländern beugen und sicherten sich in 3:40min einen guten 5. Platz. Nachdem die hier im Vorfeld angepeilte Medaille nicht erreicht wurde, stand nunmehr mit dem K4 über 500m das Meisterboot des Vorjahres an. Das dieses jedoch kein Selbstläufer war und nicht optimal harmonierte wurde bereits im Vorfeld der DM deutlich. Die Hoffnung war, dass sich dies im Rennen bei höheren Schlagfrequenzen von alleine einstellt. Nach einem furiosen Start und Position 2 in der Nachstartphase sah es erst auch ganz danach aus. Nach dem Umschalten auf den längeren Streckenschlag machten die konkurrierenden Boote jedoch Meter um Meter gut, so dass am Ende ein absehbarer aber trotzdem enttäuschender 5. Rang übrig blieb. Die am Samstag folgende Langstrecke im 5000m Zweierkajak sollte es nun richten. Vom Start weg bei dem führenden bayerischen Boot auf der Seitenwelle mitfahrend verpassten Heuser und Hardy in der ersten Wende jedoch den Wendensprint und zum ersten Mal den Anschluss an die Führungsgruppe. Nachdem sie sich wieder herangefahren hatten, konnten sie in der 2. Von 4 Wenden das hohe Tempo der Führungsgruppe nicht halten. Im Endergebnis belegten Heuser und Hardy Rang 5.
In den Rennen der männlichen Schüler A schaffte es Niklas Heuser, sich mit einem starken Zwischenlauf in das 1000m Einerkajak A-Finale des Kanumehrkampfes der AK13 hineinzufahren. Hier belegte er nach einem guten Rennen den 5. Platz. Im Gesamtergebnis des Kanumehrkampfes belegte Niklas Rang 10. Als NRW- Landesmeister in die Langstrecke hinein gestartet, wurde Niklas zu Beginn des Rennens in eine Karambolage aus 5 Booten verwickelt und musste kurzfristig das Paddeln einstellen. Nachdem er das Rennen wieder aufgenommen hatte, kämpfte er sich aus dem letzten Drittel des Feldes sukzessive weiter vor und beendete das Rennen als 14.
In der Zweierkajak- Langstrecke der weiblichen Jugend über die 5000m Strecke waren Nina Zivny und Natalie Mengede als einziges reines Vereinsboot gestartet. Hier belegten die beiden 15jährigen ebenfalls einen guten 14. Rang

Die Ergebnisse im Einzelnen:
Schülerinnen A: K1 1000m KMK 3. Platz Svenja Hardy; K1 500m 3. Platz Svenja Hardy; K1 2000m 1. Platz (DM) Svenja Hardy; Kanumehrkampf Gesamtergebnis AK 14 4.Platz Svenja Hardy
Schüler A: K1 1000m KMK 5. Platz Niklas Heuser; K1 2000m 14. Platz Niklas Heuser, Kanumehrkampf Gesamtergebnis AK 13 10. Platz Niklas Heuser
männliche Jugend: K1 1000m A-Finale 7. Platz Tobias Heuser; K1 1000m B-Finale 9.Platz Philipp Hardy; K1 500m 5.Platz Philipp Hardy; K2 1000m 5.Platz Philipp Hardy-Tobias Heuser; K4 500m (NRW) 5. Platz Niklas Petri (Essen)-Jan Löhr (Köln)-Tobias Heuser-Philipp Hardy; K2 5000m 5. Platz Philipp Hardy- Tobias Heuser
weibliche Jugend: K2 5000m 14. Platz Nina Zivny- Natalie Mengede
Damen Junioren: K1 1000m 7. Platz Svenja Juncker, K4 200m 3. Platz Svenja Juncker; K1 5000m 12. Platz Svenja Juncker
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