Blau-Gelb auf Etappenfahrt in den englischen Westen

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Rainer Gutsmann (re.) und seine Moerser Radsportfreunde vor dem Hotel in Oldham/Manchester.
 
Die Radheros mit den Guides vom Cycling Club in Knowsley

In 4 Tagen mit dem Rad nach Liverpool

Das Fernweh treibt sie voran. Aber auch mal den Linksverkehr und die Highlands von England kennen zu lernen, darauf waren Rainer Gutsmann vom RSV Blau-Gelb 1928 Oberhausen e.V. und seine Radsportfreunde aus Moers gespannt. Gemeinsam mit Birgit Müller, Peter Breslauer, Harald Hau und Klaus Wolf hat er in der vergangenen Jahren schon die eine oder andere Tour, auch über Deutschlands Grenzen hinaus, unternommen. So wollten die Fünf auf ihren Rennrädern in den Westen von England aufbrechen. Nach vier Etappen sollte es dann am Zielort nicht „Prost“ sondern „Cheers“ heißen.
Die geplanten 440 Kilometer nach Knowsley waren eine vergleichsweise kleine Tour über
’s-Hertogenbosch und Rotterdam in Holland. Dort ging es auf die Fähre und über den Ärmelkanal zur ostenglischen Stadt Hull. Von dort nach Manchester und eben Knowsley bei Liverpool. Übernachtet wurde in Hotels, was schon seit langer Zeit organisiert war. Das radelnde Quintett wurde von Werner Greppler mit einem Kleintransporter begleitet. An Bord: Ersatzteile, Gepäck, Verpflegung und ziemlich viele Wasserflaschen.
Bei einigen Übungsrunden (die schon mal bis Venlo gingen) hat sich die Equipe fein aufeinander abgestimmt, denn es ist wichtig sich zu kennen und aufeinander verlassen zu können. Bei Spitzengeschwindigkeiten von mitunter 40 km/h fordert der Belgische Kreisel hohe Aufmerksamkeit und fahrerisches Können. Dabei wechseln sich die Fahrer an der Spitze ab, so dass jeder zwischendurch im Windschatten Kräfte sparen kann.
Verabschiedet wurde das Radteam in Moers von Bürgermeister Christoph Fleischhauer. Als „Botschafter der Stadt“ sollten die Pedaleure in Knowsley dann vom dortigen Bürgermeister Frank Walsh so wie Mitgliedern des örtlichen Cycling Clubs empfangen werden. Die Auswirkungen des Brexit hatten sich schon im Vorfeld positiv auf die Reise ausgewirkt, gab es doch dadurch ein paar Euros mehr für die Reisekasse.

In den 4 Tagen legten die Radler knapp 500 Kilometer zurück und saßen dabei 24 Stunden auf dem Sattel. Alle sind wohlbehalten angekommen, obwohl die Tour mit knapp 2.500 Höhenmetern recht anspruchsvoll war. Am schlimmsten war der dritte Tag mit schlechten Straßenverhältnissen, gefährlichen Abfahrten, Regen, Hagel und Kälte im Nationalpark Peak District. In Cronton, einem Bezirk von Knowsley wurden sie vom ansässigen Radsportverein empfangen und zum Velodrom begleitet. Nach einigen Runden im Velodrom tauschten Gastgeber und Gäste Geschenke aus. Abgerundet wurde die Ankunft im Sportcenter mit einer kleinen Feier für die Ankömmlinge.

Den Abend und den Tag der Abreise verbrachten die engagierten Radler in Liverpool. Dort besuchten sie das Beatles-Museum und die Anfield Road, Heimat des FC Liverpool. Die Rückfahrt mit dem Begleitfahrzeug durch England in Richtung Hull verlief reibungslos, wobei der Abschied in der Altstadt fast zu lange gedauert hat. Als letztes Fahrzeug fuhr der Kleinbus auf die Fähre.
Trotz Brexit waren sich die Sportler einig, dass sie eine gelungene Tour für den europäischen Gedanken hinter sich haben. Auf den vier Etappen durch Deutschland, die Niederlande und England hatten die Sportler lediglich einen „Plattfuß“ und einen Speichenbruch zu verzeichnen.

Weitere Infos im Netz unter Blau-Gelb Oberhausen
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