Chef Ingendorn: „Das beste Team, das ich je hatte!“

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Das Team 2013 erreicht am Ende einen guten vierten Tabellenplatz
 
Kai Berner mit der besten Saison in seiner jungen Karriere

Niederlage gegen Siegerland bringt KTTO/TC 69 am Ende den vierten Tabellenplatz

Der Wettkampf gegen die Siegerländer KV ist in wenigen Worten zusammengefasst:
Zu viele Fehler durch die Turner des KTTO/TC 69 an den ersten drei Geräten und eine sehr stark aufturnende Mannschaft aus dem Siegerland führten verdient zu der deutlichen Niederlage von 56:24 Scorepoints.
„Fünf von unseren ersten zwölf Übungen wurden verturnt und damit kannst Du gegen die Siegerländer nichts mehr machen,“ gestand sich Ingendorn die frühe Entscheidung des Wettkampfes schon nach den ersten drei Geräten ein.
Die Siegerländer, so wie auch die Oberhausener Turner wollten den Zuschauern nochmals ein tolles Turnerlebnis bieten und die gut gefüllte HBG- Halle sollte dies auch erleben dürfen. Beide Teams packten nochmals die ein oder andere Schwierigkeit mehr rein in ihre Übungen, doch auf Seiten des KTT Oberhausen sollte sich dies nicht auszahlen. Die Turner aus dem Siegerland unterstrichen mit einer sehr starken Wettkampfleistung zu recht ihre Platzierung in der Tabelle und konnten nach dem Sieg über das KTTO/TC 69 gebührend ihre Meisterfeier starten. Sie werden nun am 08. Dezember beim Aufstiegswettkampf in Hamm zur 1. Bundesliga auf die Turner des FC Bayern München treffen.

Am Ende einer Saison, nach dem absolvieren von sieben Meisterschaftskämpfen mit teilweise langen Anreisewegen zu den Wettkämpfen, schließt das KTTO/ TC 69 die Saison auf dem vierten Tabellenplatz ab. Damit konnte man sich nach unten hin in der Tabelle einen großen Abstand erarbeiten und nach oben fehlte nicht mehr viel. Vier Siege und drei Niederlagen, sowie eine sehr gute Bilanz in den Geräteerfolgen, nehmen die Turner aus den Tiefen des Ruhrgebiets mit in die Vorbereitung für die kommende Saison.

Ein Fazit der Saison

Nun gilt es zu schauen, wo die Stärken des Teams lagen und wo sicherlich noch ein wenig Handlungsbedarf besteht.

Positiv

Eine ganz große Stärke des Teams ist der Zusammenhalt. In einem Team, dass ein Durchschnittsalter von ca. 24 Jahren aufweist und in dem sich alle schon seit der Jugend an kennen, wird das Motto „Das Team ist die Nr.1“ nicht nur laut gerufen, sondern auch gelebt. Auch eine enorme Erfahrung, trotz des noch nicht so hohen Durchschnittsalters ist eine Stärke. Alle haben nun schon mehrere Jahre Ligaerfahrung gesammelt und können auf die jeweilige Wettkampfsituation entsprechend reagieren. Mit Matthias Bramkamp hat das Team einen routinierten Sechskämpfer, der an allen Geräten weiß, was er zu machen hat um mannschaftsdienlich zu turnen. Bramkamp ist bis auf Pauschenpferd nicht der Turner, der immer die höchsten Ausgangswerte präsentiert, aber ein sicherer Turner mit wenigen Ausführungsfehlern. André Sauerborn und Kai Berner reihen sich was die Geräteeinsätze angeht knapp hinter Bramkamp ein. Berner turnte die bisher beste Saison in seiner Karriere und es ist immer noch eine gute Form- und Entwicklungskurve zu beobachten. Sauerborn ist ebenfalls eine wichtige Stütze im Team, der jedoch aufgrund anhaltender Schulterproblemen nicht an den Ringen zum Einsatz kommen konnte. Die beiden Gerätespezialisten Mirco Osting und Andree Röhse füllten die restlichen Plätze an den Geräten und ergänzten das Team adäquat.
„Es ist das Beste Team, das ich je hatte.“ Resümierte Cheftrainer Siegfried Ingendorn im Anschluss des letzten Wettkampfes gegen Siegerland „Alle meine Turner haben noch Potenzial um ihre Übungen ausbauen zu können. Und wenn ich noch ein paar Jahre fit bleibe, werden sie es auch ausschöpfen können.“
Eine ganz wichtige und beruhigende Situation ist die Gewissheit, dass in den kommenden Jahren immer wieder Turner aus dem erfolgreichen, eigenen Nachwuchskader zur Ligamannschaft dazu stoßen werden. „Solange ich Trainer bin, werde ich an meinem Ziel arbeiten, die Liga einmal nur mit eigenen Turnern zu turnen, ohne Unterstützung ausländischer Athleten. Das ist meine Motivation immer noch jeden Tag motiviert und engagiert zum Training zu fahren“ hat Ingendorn schon ein Ziel für die kommenden Jahre ins Auge gefasst.

Noch Potenzial

Doch woran muss noch gearbeitet werden. Sicherlich ist die Konstanz vor allem in der zweiten Saisonhälfte zu verbessern. Oftmals sind Übungen im entscheidenden Moment nicht so gelaufen, wie sie hätten laufen sollen. Beispielhaft wäre hier die Heimniederlage gegen Leopoldshöhe zu nennen, bei dem man einen guten Vorsprung noch aus eigener Kraft hergab und den Wettkampf verlor. Neben den herausragenden Geräten Boden und Seitpferd, muss aber in dem kommenden Jahr ein Augenmerk auf Ringe, Barren und Reck gelegt werden. Vor allem im Ligavergleich an den Ringen ist das KTTO/ TC 69 zu oft ins Hintertreffen geraten. Am Barren muss speziell an der angesprochenen Konstanz gearbeitet werden. Auch die Turner aus den Niederlanden und Belgien, die eine wichtige Position im Team einnehmen, müssen in schwierigen Situationen weniger Fehler machen. Alle Turner aus dem Zentrum in Den Bosch zeigen ein hohes Niveau in ihren Übungen und passen auch menschlich hervorragend ins Team, doch in den entscheidenden Situationen in dieser Saison patzten sie. So geschah es gegen Leopoldshöhe, Grünstadt und zuletzt an den ersten beiden Geräten gegen die Siegerländer KV. „Das sind super Jungs und unsere Kooperation läuft ohne Probleme. Sie versuchen für das Team ihr ganzes Können zu zeigen, doch manchmal ist es eben ein Tick zu viel.“ Sieht Sydnee Ingendorn die jungen Turner aus den Niederlanden manchmal etwas übermotiviert.

Abschluss in Luxemburg

Für die Bundesligaturner steht in diesem Jahr noch das internationale Mannschaftsturnier in Luxemburg auf dem Wettkampfplan, wo ein Team, gebildet aus den Bundesligaathleten zusammen mit den beiden Nachwuchturnern Luca Padalewski und Michael Donsbach, versuchen wird den Erfolg aus dem letzten Jahr zu wiederhilen. Damals erturnte sich das Team Platz zwei und Bramkamp, sowie Padalewski gewannen den Einzeltitel in ihrer Altersklasse.
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