RWO: Sieg zum Fest verschenkt

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Oberhausen: Oberhausen Stadion Niederrhein | Von MARC KEITERLING
In gewisser Weise ist es der logische Abschluss eines weiteren völlig verpfuschten Jahres für RW Oberhausen. Am Donnerstagabend verlor RWO das vierte Ligaspiel in Folge. Der mögliche Sieg wurde beim 1:2 gegen Schalke II in den letzten fünf Minuten passend zum bevorstehenden Fest verschenkt.
Das Unheil zeichnete sich jedoch bereits vorher ab. Schon in der 27. Minute wurde S04-Verteidiger Erdmann des Feldes verwiesen, 26 Minuten später brachte Mike Terranova aus dem Gewühl heraus Oberhausen in Führung.
In der Folge zogen sich die Gastgeber dann weit zurück und überließen den dezimierten Gästen weitgehend die Initiative, anstatt die Entscheidung zu suchen. Die Wurzel des folgenden Übels.
Zu diesem Übel trug auch unbeabsichtigt Trainer Peter Kunkel bei. Der tauschte in der 79. Minute Karoj Sindi für Sebastian Mützel ein. Jener Sindi war es dann, der in der 88. Minute offenbar übermotiviert einen glasklaren Handelfmeter verursachte, mit dem Schalke den Auswärtsdreier klar machte. Statt seiner theatralischen Beschwerden beim Schiedsrichter nach Spielschluss hätte er besser Reue gezeigt.
„Es ist unfassbar, dass wir so ein Spiel noch verlieren. Wir haben es durch zwei individuelle Fehler verloren, zunächst auf der rechten Seite vor dem 1:1, dann auf links vor dem 1:2. Es hilft alles nichts, wir stehen wieder mit leeren Händen da“, bilanzierte ein bitter enttäuschter Kunkel später.
Laut anderen Medien will er nun die Verpflichtung weiterer Spieler fordern. Ein vermutlich sinnfreies Unterfangen, legt man die Tatsache zugrunde, dass vom Vorstand zunächst weiterhin an der Deckung des Etats der laufenden Saison gearbeitet werden muss. Dass angesichts des in Gänze katastrophal verlaufenden Jahres 2012 mit dem zweiten Abstieg in Serie und dem Abrutschen in die Abstiegsregion der vierten Liga weitere Sponsoren schwer zu begeistern sein werden, liegt auf der Hand. „Nach Weihnachten werden wir direkt in die Rückrundenvorbereitung einsteigen und alles dafür tun, erfolgreicher zu spielen. Unser Ziel bleibt weiterhin Platz acht bis zwölf und das werden wir auch erreichen“, schloss Kunkel am Donnerstag. Ob er in diese Prognose bereits seinen Wunsch nach neuen Spielern eingeschlossen hat, ist nicht bekannt.
Alle Fotos: Carsten Walden
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