Sebastian Kienle wird IRONMAN-Weltmeister - Frodeno auf Platz 3

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Sebastian Kienle im Sommer mit Nordtriathleten Jens-Oliver Meier (li.) und Patrick Kodjayan (re.)
Kailua-Kona (Vereinigte Staaten): Ali'i Drive | Wer sich innerhalb des Jahres bei einer der IRONMAN-Langdistanzen qualifiziert hatte, durfte am Sonntag bei der Ironman-Weltmeisterschaft in Kailua Kona auf Hawaii antreten. Dieser Triathlon-Wettkampf besteht aus 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und abschließendem Marathon über 42,2 km und ist die Königsdisziplin des Triathlonsports.

Wie immer hatten die Deutschen mehrere heiße Eisen im Feuer. Die heißesten waren der Olympiagewinner von 2008 über die Kurzdistanz (1,5/40/10), der gebürtige Kölner Jan Frodeno, und Sebastian Kienle, der dieses Jahr schon den Europameistertitel in Frankfurt gewinnen konnte.

Frodeno startete erwartungsgemäß mit starker Leistung beim Schwimmen in der Meeresbucht vor Kona und verpasste nur um Haaresbreite den Titel des 'First Man out of Water'. Der Hawaii-Debütant machte nach dem Wechsel als Führender zusammen mit dem Lemgoer Maik Twelsiek auf dem Rad mächtig Druck; da war Kienle noch im Wasser: mit 3:43 min Rückstand ging der stärkste Radfahrer im Feld auf die Strecke. Und er schloss mehr und mehr auf. Während Frodeno in Führung liegend wegen einer Radpanne 6 Minuten verlohr, arbeitete sich der Badener an den Konkurrenten entlang nach vorne. Bei Kilometer 140 war es dann soweit: wie schon im vergangenen Jahr setzte sich Kienle an die Spitze des Feldes.

Bei dem Wechsel auf den Marathon hatte er sich bereits einen kompfortablen Vorsprung von fast 8 Minuten herausgearbeitet. Damit lag er aber noch immer in Schlagdistanz der starken Läufer, allen voran in der von Vorjahresgewinner Frederik van Lierde.

Doch Kienle machte keine Fehler. Anfänglich erschöpft wirkend lief er hochkonzentriert sein Rennen wie ein Uhrwerk herunter.

Erst auf dem Ali'i Drive, also erst 500 Meter vor dem Ziel, nach dem ersten Blick nach hinten seit 42 Kilometern, riss er die Arme hoch und ließ sich von der Begeisterung der Zuschauer ins Ziel tragen.
Nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Juni, nach dem Gewinn der Eutopameisterschaft in Frankfurt im Juli wird Sebastian Kienle IRONMAN-Weltmeister und trägt nach einer Marathonzeit von 2:54:37 Std. die Deutsche Flagge über die Ziellinie. Noch nie in der Geschichte des Triathlon wurde der amtierende Europameister auch Weltmeister; mit 30 Jahren erklimmt damit Sebastian Kienle in Kailua Kona/Hawaii den Tron des Triathlon-Olymp.

Jan Frodeno, der noch eine Zeitstrafe hinnehmen musste, konnte nach einer fantastischen Aufholjagd beim Laufen noch den dritten Platz erkämpfen.

Deutschland ist Weltmeister. Nach 2006 auch endlich wieder im Triathlon.
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