Senioren Nordrhein-Meisterschaften: Tackenberger kommen richtig in Fahrt. Es hagelt Bestleistungen, DM-Qualifikationen und Medaillen

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Am Samstag fanden bei strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen die offenen Nordrhein-Meisterschaften der Senioren statt. Mit dabei waren auch vier Tackenberger Leichtathleten, die mit hervorragenden Leistungen auf sich aufmerksam machen konnten.

Melanie Niesner (W30) trat gleich in vier Disziplinen an. Trotz des frühen Starts über 100m, was ihr nicht sehr liegt, blieb sie nach verhaltenen ersten 30 Metern durch die sehr schnelle zweite Rennhälfte nur 5 Hundertstelsekunden über ihrer Saisonbestleistung und wurde in 13,37s Nordrhein-Meisterin.
Davon wachgerüttelt steigerte sie im anschließenden Weitsprung ihre Saisonbestleistung deutlich auf 4,84m. Das bedeutete Platz 2. Lediglich 2 Zentimeter fehlten Ihr zum Meister-Titel.

Sichtlich angespannt war sie vor ihrem 800m-Lauf. Sie setzte sich trotzdem direkt zu Anfang an die Spitze des Feldes und gab das Tempo vor. Erst in der zweiten Runde verlor sie die Führungsposition, kämpfte sich aber schließlich in 2:33,75 min zu einer neuen Bestzeit und Platz 1.
Sich nach einem solchen Wettkampfprogramm auch noch zum Abschluss den Konkurrentinnen über 200m zu stellen, erfordert Courage. Daher ist es auch noch umso höher zu bewerten, dass Melanie in Saisonbestleistung (27,21 s) auf Platz zwei vorlief.
Damit bewies sie einmal mehr ihre herausragende Form und Wettkampfhärte.

Stefan Schuchardt kehrte an die Wettkampfstätte zurück, in der er 2003 seinen vorerst letzten Wettkampf auf der Bahn bestritten hatte, bevor er durch zahlreiche Verletzungen ausgebremst wurde. Damals wie auch an diesem Samstag startete Stefan über die 200m. Seinen schon traditionell schlechten Start machte er noch in der Kurve wieder gut und kam als zweiter auf die Zielgerade, jedoch konnte Stefan das hohe Tempo auf den letzten 50 Metern nicht ganz durchhalten und landete schließlich auf dem dritten Rang. Jedoch stellte er mit der Zeit (25,24s) nicht nur eine neue persönliche Bestleistung in der Altersklasse M35 auf, sondern unterbot die Qualifikations-Norm für die Deutschen Senioren-Meisterschaften (25,5s) klar.
Stefan beendete den Wettkampftag noch mit dem 400m-Lauf. Nach einem technisch bedingten Fehlstart ging es dann doch flott los. Bereits nach 200m ist Stefan auf die beiden vor ihm laufenden aufgeschlossen, zeitgleich wurde er zwar innen überlaufen, biss die Zähne aber letztlich zusammen und lief in 55,43s als zweiter ins Ziel. Er konnte somit seine M35-Bestleistung aus Gladbeck um mehr als eine halbe Sekunde verbessern und bestätigte die Qualifikationsvorgabe für die Deutschen Senioren-Meisterschaften erneut.
Nach dem Wettkampf sagte er: „ Ich bin mit der Zeit über 200m zwar nicht ganz zufrieden, aber ich freue mich sehr die Quali geschafft zu haben. Die Bestzeit über 400m bedeutet mir etwas mehr. Besonders, weil ich gerade jetzt nicht mit einer solchen Steigerung gerechnet habe.“

Birgit Schwers begann mit dem Weitsprung. Trotz drei ungültiger Versuche und Windverhältnissen die im wahrsten Sinne des Wortes immer gegen sie waren, gelang ihr bei 1,3m Gegenwind mit 3,70m der Sprung auf Platz 2 und einer Saisonbestleistung.
Auch Birgit trat über die Stadionrunde an. Es war ein schnelles Rennen, in dem Birgit auf der Zielgerade den Kampf um den dritten Platz knapp verlor und Viertplatzierte wurde. Sie konnte aber dennoch sehr zufrieden sein, denn sie verbesserte ihre Saisonbestleistung auf 1:13,28 min um über eine halbe Sekunde.
Im Speerwurf steigerte sich Birgit auf 25,70m. Das reichte für Platz 5 und eine weitere Saisonbestleistung.

Ute Peters, die eigentlich gerne über 800m angetreten wäre, dies aber aufgrund ihrer Arbeitszeiten nicht konnte, startete alternativ auf der für sie ungewohnt langen Mittelstrecke 1500m in einem Feld gemischter Altersklassen. Erwartungsgemäß setzten sich die jüngeren Läuferinnen in der Führungsgruppe ab. Ute ließ sich davon aber nicht beeindrucken und lief souverän in Bestzeit (7:11,49 min) auf Platz 4. Auch trotz Ihres Schlussspurts auf den letzten 100m kam sie leider nicht mehr ganz an die Drittplatzierte heran. Dennoch stellte sie unter Beweis, dass man auf verschiedenen Strecken mit ihr rechnen muss.

(Anbei liegende Fotos: Daniel Kraski)
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