Silber für Joshua Abuaku

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Mit persönlicher Bestzeit von 51,46 Sekunden über 400 m Hürden sichert sich Joshua Abuaku die Silbermedaille.

Herzlichen Glückwunsch.

DLV Nachricht von Silke Morrissey

Joshua Abuaku stürmt zu Überraschungs-Silber

400 Meter Hürden Finale

Es stürmte und wehte auf der Gegengeraden und einer stürmte lange voran: Joshua Abuaku bestritt wie im Halbfinale ein mutiges und offensives Rennen und wurde damit am Sonntag bei den U20-Europameisterschaften in Eskilstuna (Schweden) mit Silber über 400 Meter Hürden belohnt.
Das Halbfinale hatte Selbstvertrauen gegeben. Als Sieger war Joshua Abuaku (LAV Oberhausen) da mit neuer Bestleistung (51,72 sec) und großem Vorsprung als Erster über die Ziellinie gerannt. Ein Moment, in dem ihm seine Medaillenchance im Finale bewusst wurde. Das belastete ihn nicht, das setzte noch mal neue Kräfte frei.

Die Runde der besten Acht ging er ebenso offensiv an, erst eingangs der Zielgeraden konnte der favorisierte Franzose Victor Coroller (50,53 sec) vorbei und schließlich davon ziehen. Abuaku ließ an der letzten Hürde noch den Österreicher Dominik Hufnagl (51,74 sec) stehen und stürmte in neuer Bestzeit von 51,46 Sekunden über die Ziellinie.
"Konnte Tempo durchziehen"
„Mega-cool“, strahlte der frischgebackene Vize-Europameister anschließend, auch wenn er nach zwei Rennen mit Bestzeiten feststellen musste: „Das war heute anstrengender als gestern!“ Noch stärker sei der Wind auf der Gegengeraden gewesen, „aber ich konnte das Tempo trotzdem durchziehen.“ Auf der Zielgeraden habe er dann schon gemerkt, dass er auf einem Medaillenrang liegt. Da war aber zunächst noch der Österreicher vor ihm. „Da dachte ich mir: Komm, ziehste einfach noch mal an.“

Worauf er seine jüngste Leistungssteigerung zurückführt? „Ich habe einfach gut und viel trainiert“, lachte der Schützling von Coach Heinz-Werner Wilke. Damit, dass dieses Training ihm eine Medaille bei der U20-EM bescheren könnte, hatte er aber nicht gerechnet. „Vor letzter Woche habe ich daran gar nicht gedacht!“ bestätigte er, bevor er sich in Richtung Tribüne verabschiedete, um sich dort die Gratulation seiner Eltern abzuholen.


Joshua Abuaku auf Erfolgskurs

Auszüge aus den DLV Nachrichten

400 Meter Hürden Vorlauf

Die drei Hürdenläuferinnen hatten vorgelegt, die deutschen Jungs zogen wenig später nach: Joshua Abuaku (LAV Oberhausen; 52,22 sec) und Michael Adolf (DJK Ingolstadt; 53,18 sec) sorgten am Donnerstag dafür, dass alle deutschen Starter im Halbfinale über 400 Meter Hürden stehen.

Joshua Abuaku zog trotz der ungewohnten Bahn zwei ein schnelles Rennen durch, in dem er bis auf 25 Hunderststel an seine Bestzeit herankam. „Ich habe mich schon beim Warmmachen super gefühlt“, sagte er, nachdem er als Zweiter über die Ziellinie gestürmt war. Die Zeit trotz engem Kurvenradius und böigem Wind gebe Selbstvertrauen. „Das war schwer“, bestätigte Michael Adolf hinsichtlich der Windverhältnisse, „da hat’s mit dem Rhythmus nicht immer perfekt geklappt.“ Er habe sich aber nicht voll verausgabt, und so blickt er wie sein Disziplinkollege optimistisch auf die nächste Runde am Samstagnachmittag.

Die lautesten Ansprüche auf einen Finalplatz hat am Freitag der Brite Jack Lawrie angemeldet, der in 51,91 Sekunden die beste Vorlauf-Zeit erzielte – eine Marke, die auch beide DLV-Athleten drauf haben.

400 Meter Hürden Halbfinals
Joshua Abuaku stürmt in Bestzeit zum Sieg
Was für ein Rennen von Joshua Abuaku! Unbeeindruckt vom starken Wind rannte der Athlet des LAV Oberhausen vom ersten Schritt an der Konkurrenz auf und davon. Schon nach 200 Metern hatte er einen deutlichen Vorsprung, und wer dachte, er könne das nicht durchziehen, der irrte: In neuer Bestzeit von 51,72 Sekunden stürmte er als Erster mit fünf Zehntel Vorsprung auf den Zweiten ins Ziel - schneller war am Samstag keiner. „Ich habe mich so richtig gut gefühlt, konnte das Tempo richtig gut durchziehen“, strahlte er. Fürs Finale fühlte er sich trotz des schnellen Halbfinals gut gerüstet: „Auf den letzten 100 Metern ist noch mehr drin.“

Im dritten Halbfinale lag lange auch Michael Adolf (DJK Ingolstadt) gut auf Kurs. Dann aber stürzte er an der vorletzten Hürde. Aus war der Traum vom Finale, der für den 18-Jährigen bei der Junioren-Gala in Mannheim mit neuer Bestzeit von 51,77 Sekunden realistisch geworden war. Er konnte aber wieder aufstehen und brachte unter dem aufmunternden Applaus der Haupttribüne das Rennen noch zu Ende.

Wir drücken ihm ganz kräftig die Daumen, sagte der 1. Vorsitzende des Oberhausener Turnvereins Josef Ziegenfuß, dessen Mitglied Joshua ist, am Samstag. Wie man sieht, es hat gewirkt.
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