Erntezeit im Friedensdorf

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Oberhausen: Friedensdorf |

Dinslaken. Zunächst galt es, die 10-köpfige Kindergruppe „Garten-fest“ zu machen und so hüpften vorgestern (16.10.) 20 Kinderfüße in Gummistiefel und schlüpften ebenso viele Hände in Arbeitshandschuhe. Schaufeln und Spaten standen schon am Beet bereit. Im Friedensdorf war es Zeit, zu ernten.

Möhren, Knoblauch, Äpfel und Pflaumen wurden vom Baum geholt, vom Boden aufgelesen oder aus der Erde ausgebuddelt – woran die Kinder sichtlich Spaß hatten. Neben der körperlichen Arbeit tauschten sich Angolaner, Afghanen und Tadschiken darüber aus, wie die länglichen, orangefarbenen oder die grünen runden Leckereien in ihren jeweiligen Landessprachen heißen. Nach erfolgreicher Ernte geht es nun darum, die geernteten Früchte und Gemüse zu verarbeiten – zum Beispiel zu Kompott und Marmelade. Die meisten Möhren sind bereits als Rohkost in den Kindermägen gelandet.

Während der kleine Nutzgarten des Friedensdorfes gut hinter der Lagerhalle versteckt ist, sind die zahlreichen imposanten Sonnenblumen und anderen Gewächse, die das Gelände an der Rua Hiroshima verschönern, gut sichtbar. Ehrenamtler Klaus Hoffmann hat sich dafür wochenlang ins Zeug, oder besser ins Beet, gelegt und dem Oberhausener Friedensdorf ein ansprechendes Gesicht gegeben, über das sich Kinder, Mitarbeiter und Besucher gleichermaßen freuen.

Neu eingepflanzt wurden gestern auch einige Buchsbäume, die von der ehrenamtlichen Helferin Dorothea Kruse gespendet worden waren, die sich mit viel Liebe und Engagement um den Nutzgarten des Friedensdorfes kümmert. Die erfolgreiche Ernte des gestrigen Tages ist also in besonderem Maße ihrem grünen Daumen zu verdanken.
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