Schüler der Gesamtschule Olfen besichtigen mit ihren spanischen Gastschülern Bio-Hühnerhof

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Besuch aus Spanien auf dem Olfener Bio-Hühnerhof: Das Bauern-Ehepaar Mehring (r.) erklärt den Schülern die Biohaltung ihrer Hühner. Mit dabei Spanischlehrer Martin Wurzel und Verena Kopper (li.) sowie Lehrer Jesus Martin Cardoso aus Alméria (M.). Foto: Werner Zempelin
Von gackernden Hühnern (und zwei Hähnen) umringt, staunten die sechs Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Olfen zusammen mit ihren spanischen Gastschülern nicht schlecht – bei dem bunten Treiben auf dem Olfener Biohof Mehring konnten sie auch das innovative Hühner-Mobil kennenlernen, während für die andere Gruppe eine Floßfahrt auf der Stever angesagt war.

Heike Mehring und ihr Mann Tobias haben sich dazu entschlossen, ihren Hof nach und nach „auf Bio“ umzustellen. Seit Februar sind sie stolze Besitzer eines fahrbaren Hühnerhauses, das alle paar Wochen an anderer Stelle auf den Wiesen platziert wird.

Neugierig, aber auch ein bisschen ängstlich kamen die Schüler zum ersten Mal in ihrem Leben so nahe mit (den „glücklichen“) Hühnern in Kontakt. Die Bioeier von den 225 Hennen werden meist per Automat am Hof selbst vermarktet, ein Teil ist auch in Bioläden zu finden.

Im Rahmen des mit EU-Geldern geförderten Comenius-Austauschs der Gesamtschule Olfen mit der Gesamtschule I.E.S. Argar aus der andalusischen Provinzhauptstadt Almería besuchen seit dem 6. Juni zwölf spanische Schülerinnen und Schüler für zehn Tage die Wolfhelmschule in Olfen und machen Ausflüge in das ganze Münsterland. Das auf zwei Jahre angelegte Comenius-Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, die ökologische Landwirtschaft im Münsterland und im andalusischen Almería miteinander zu vergleichen, wobei es sich um zwei Klimazonen handelt, die kaum unterschiedlicher sein könnten.

Im Laufe des Besuchs an der Wolfhelmschule wollen die spanischen Schülerinnen und Schüler den deutschen Schulalltag an einer Gesamtschule kennen lernen und durch Exkursionen zu münsterländischen Biohöfen einen ersten Einblick in die hiesige ökologische Landwirtschaft erhalten. Zum Abschied wird am 15. Juni ein kleines Fest stattfinden, bei dem gemeinsam münsterländisch-andalusisch gekocht und gegrillt wird, natürlich mit Zutaten aus kontrolliert ökologischer Landwirtschaft.
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