Herber Rückschlag beim geplanten Olfener „Bürgerwindpark“ aufgrund eines neuen Gerichtsentscheids

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Lange Jahre stand in Olfen nur ein einziges Windrad, zwei neue (r.) sind gerade hinzugekommen.
Strom- und Gaspreise klettern unaufhörlich, Rohstoffe werden knapp und teuer. Deshalb lautet die Devise: Erneuerbare Energien müssen her! So denkt man zum Glück auch in der Steverstadt. Dabei ist die Erzeugung von Windenergie ein ganz wichtiger Teilbereich.

Da bisher in Olfen lange Jahre nur ein einziges Windrad stand, zwei neue sind gerade hinzugekommen, setzte man seitens der Verwaltung auf den Bau viel größerer Anlagen im Rahmen eines „Bürgerwindparks“ auf der früheren „Tabuzone“ um den ehemaligen militärischen Sperrbezirk, wo sich ein Munitionsdepot der Bundeswehr befand. Ein möglicher Windpark auf dem alten Depotgelände soll ein Projekt werden, an dem sich Bürger aus der Region mit beteiligen können.

Das Ziel der Stadt Olfen ist es, die Energieversorgung der Kommune nachhaltig durch die Umsetzung von Projekten mit regenerativen Energien umzugestalten. Neben der Nutzung der Windenergie steht auch Biogas auf dem Programm. Anlässlich der letzten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses musste Beigeordneter Wilhelm Sendermann allerdings von einem herben Rückschlag berichten, denn aufgrund eines neuen Gerichtsentscheids „werden wir auf dem Gelände kein 17, keine 12, wahrscheinlich keine sieben und keine sechs Anlagen haben“. Das liege zum Beispiel daran, dass „wir im Munitionsdepot den Uhu haben“.

Damit würde aber auch klar, „dass das Munitionsdepot-Gelände ganz wesentlich nicht in Frage kommt“, so der Beigeordnete weiter. Und Bürgermeister Josef Himmelmann ergänzte, dass durch Berücksichtigung weiterer Faktoren wie Schallschutz, „aus der großen gelben Fläche eine kleine gelbe Fläche werden könnte“. Gemeint war der vorgestellte Plan zur Windenergienutzung, auf dem die verbleibenden „Positivflächen“ in einer Größenordnung von etwa 135 ha gelb markiert sind.

Nur die Liberalen waren gegen die Änderung des Flächennutzungsplanes zwecks Ausweisung einer Windenergiefläche auf dem Gelände des ehemaligen Munitionsdepots. So gibt es Hoffnung, dass nun auch in Olfen bald mehr Windräder Strom liefern können.
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